Nach der bereits am Dienstag vergangener Woche erfolgten Zweitsichtung von Sandra Wollnys „Everytime“ habe ich meine Meinung bezüglich der (verfrüht gemachten) Behauptung, der Streifen habe kleinere Mängel und Drehbuch-begründete narrative Defizite, revidieren müssen. Und war ich am Mittwoch schon drauf dran, hier zu schreiben, dass es am Jahresende dann wohl noch ein heisses Kopf-an-Kopf-Rennen, und heftiger Kampf um den Titel als mein Film des Jahres 2026 zwischen dieser schlicht-erhabenen Elegie und Kristen Stewarts revolutionär-kunstfertigem Arthouse-Bio Pic „The Chronology Of Water“ werden dürfte… Nur, um dann am Donnerstag morgen, als ich im Bus auf dem Weg zur Arbeit ein Interview mit Wollny las, dabei (nicht ganz so) verwundert feststellen zu dürfen, dass Wollnys Ausnahme-Werk diesen battle doch aber längst schon gewonnen hatte. Und in meiner persönlichen Gunst nunmehr ganz oben steht, was die filmischen Wunder dieses an filmischen Wundern nun wirklich nicht gerade armen Kinojahres anbelangt. Ich habe ja hier (<— Link / Klick’ mich!) schon ein wenig zu dem Film getippselt, und hatte für heute abend eigentlich entweder eine Drittsichtung, oder aber das Schreiben (m)eines längst überfälligen reviews ins Auge gefasst. Beides muss nun aber leider ausfallen, da letzte Nacht nur drei Stunden Schlaf, und demzufolge reichlich unfit, und mental nicht gerade auf der Höhe, weder zum (anteilnehmend-aufmerksamen) Filmeschauen, noch zur (wenigstens halbwegs) reflektiert-umfangreichen Textarbeit. Dennoch wollte ich hiermit allen Foren-Mitgliedern, und f3a-net-User:Innen, welche (auch nur halbwegs) so sehr wie ich selbst, im letzten Jahr von Mascha Schilinskis „In die Sonne schauen“ angetan waren, namentlich besonders @GrouchoMarx , @Herr_Kees , plus last but by no means least @splattercheffe , einen Kino-Besuch der Aufführung dieses Films, welcher sich nicht nur gewisse Thematiken und Motive mit dem letztjährigen Film gewordenen Jahrhundert-Ereignis teilt, sondern teilweise auch eine ähnliche Herangehensweise hat, und verwandte Perspektive einnimmt, ein letztes Mal allerwärmestens ans Herz legen. Bei mir wäre wohl Alles noch auf eine Drittsichtung hinaus gelaufen, und hätte ich den Streifen dann erst so wirklich, in seiner Gänze und Komplexität, und unbeschwert wahr- und in mich aufnehmen, und „geniessen“ können. Aber leider hat mein Lieblings-Kino „3001“ „Everytime“ nach zwei Wochen Spielzeit wieder aus dem Programm genommen. Was ich zwar jammerschade finde, aber nicht zu ändern ist. Wie auch immer: Geht da um Himmels Willen bloss noch rein, und lasst Euch nicht von der eingangs etwas spröde und nüchtern wirkenden, semi-dokumentarisch bloss beobachtenden Erzählweise abschrecken.
Derweil hatte ich dann am letzten Freitag abend auch das Vergnügen, David Robert Mitchells suburbane Saurier-Sause "The End Of Oak Street“ im heimischen Provinzkino sehen zu dürfen. Auch hier steht ein review noch aus, das kommt hoffentlich aber spätestens morgen abend / nacht noch (denn am Mittwoch steht ja mit Jane Schoenbruns queer-radikaler Slasher-Meta-Dekonstruktion „Teenage Sex And Death At Camp Miasma“ schon der nächste Genre-Sommer-Hit an). Vorerst nur diese paar hastig hingeworfenen Zeilen, und Text-Brocken: Der Film war… okay. Ein „klassischer“ Steven Spielberg-Film, wie ihn Steven Spielberg heutzutage nicht mehr hinbekommt, und nur ganz vielleicht ja aber auch gar nicht mehr hinbekommen will. Ein Freund, der mit im Kino war, meinte, der sei ihm in vielen Szenen so dermaßen skurril vorgekommen, dass er oftmals lauthals habe lachen müssen (und ja, das hat er dann auch). Inclusive wollig-haariger, befiederter Dinos, die auch gerne mal im doggy style kopulieren (was vermutlich hanebüchenster Unsinn ist, aber egal). Hätte von mir aus gut und gerne auch noch ein Gutteil schwarzhumorig-bitterböser, hintersinnig-hundsgemeiner sein können (in etwa à la „Jurassic Park“ goes „Gremlins“), war aber auch so schon ganz unterhaltsam. Kann mensch machen, und gucken, aber besser auch nicht all zu viel, und mehr als solides und routiniertes Familien-Entertainment erwarten. Ganz nette oldskoolige Popcorn- und eiskalte Coca Cola-Unterhaltung. Und ja, ich kann die weiter oben von @Michaela und @Alexander geäusserte Kritik durchaus nachvollziehen, und in Teilen auch teilen. Mehr dazu dann im kompletten Text.