Ich fand den furchtbar, konnte überhaupt nichts mit diesem Film anfangen.
Mein Januar war mit ein paar Ausnahmen reichlich actionlastig. Habe einiges nachgeholt, was ich letztes Jahr verpasst hatte. So richtig empfehlenswert sind aber nur die beiden Asiaten.
PLAY DIRTY
Der neue Shane Black!
https://www.ofdb.de/film/398223,982489,Play-Dirty/review/
HAVOC
Der neue Gareth Evans!
https://www.ofdb.de/film/373480,982495,Havoc/review/
NOBODY 2
Der neue Timo Tjahjanto!
GHOST KILLER
Der neue FREAKY FRIDAY?
THE SHADOW’S EDGE
Der neue Jackie Chan!
HONEY DON’T
Der neue Coen!
HIGHEST 2 LOWEST
Der neue Spike Lee!
HARVEST
Der neue Athina Rachel Tsangari!
THE SHADOW’S EDGE hättest du im November auch als Quasi-Centerpiece beim 3. Weird Weekender-Festival in Stuttgart im Original sehen können. Wurde aufgrund der hohen Ticket-Nachfrage sogar ins EM 1 verlegt - und hat dort mächtig gerockt.
Btw, hast du da überhaupt was geguckt oder hat dich das (Festival) gar nicht interessiert?!
Bist ja sonst bei sämtlichen Varianten/Ausgaben des FFF in Stuttgart immer anwesend?!
Ach ja, THE SHADOW’S EDGE iss natürlich ein Remake des 2007 von Johnnie To-Kumpel Yau Nai-Hoi inszenierten HK Vehikels EYE IN THE SKY, in welchem witzigerweise auch Tony Leung Ka-Fai mit von der Partie ist…..allerdings in einer anderen Rolle.
Film ist im übrigen eine kleinere, aber durchaus feine Produktion aus dem Hause Milkyway, die es auf gerade mal 90 Minuten Laufzeit bringt und nahezu ohne Action auskommt….
Der Vergleich mit dem Chan-Vehikel lohnt sich, da viele der Szenen auch in der neuen Version wiederzufinden sind. Halt in leicht abgewandelter Form. Müsste das Original auch mal wieder auffrischen…
Ich war tatsächlich beim ersten Weird Weekender 2023 und habe dort u. a. NEW LIFE und H4Z4RD gesehen, seither gab es für mich zwar vereinzelt immer wieder interessante Filme, aber es hat dann meist zeitlich nicht geklappt. Insgesamt sagt mir das Programm aber nicht so recht zu, die Obskuritäten, Dokus, Animationsfilme und Wiederaufführungen sind meist nicht so meins.
Eins vorab: Ich habe mit der Orga und Veranstaltung des Festivals NIX zu tun, auch wenn einem als Besucher das komplette Team immer den Eindruck vermittelt, dass das sehr wohl der Fall ist (da eben Meinungen und Bewertungen zu allen gezeigten Filmen fast schon “eingefordert” werden
)
Beim ersten Weird Weekender hab ich auch nur einige Film gesehen, 3-4 davon waren gut bis sehr gut, den H4Z4RD hab ich mal weggelassen und den NEW LIFE fand ich eher ähm öde.
2024 war ich gar nicht und letztes Jahr hab ich mir dann doch mal ne Dauerkarte gegönnt.
Hat sich absolut gelohnt. Siehe auch meine paar Zeilen, die ich im Nachgang vor wenigen Wochen im entsprechenden Thread hinterlegt habe. Das Festival hat in allen Belangen nochmal kräftigst zulegen können, was sich ja auch an der Anzahl der Besucher gezeigt hat.
Teilweise musste dann ja auch schon ins größere EM1 Kino ausgewichen werden. Denke mal, dass sich diese Entwicklung dieses Jahr fortsetzen wird.
Das Wichtigste: Die Filmauswahl war überaus gelungen, neben den 2, 3 erwarteten Highlights gabs auch mindestens ebenso viele positive Überraschungen, die mich echt schwer beeindruckt haben. Filme, die ich sonst wahrscheinlich nie angeguckt hätte oder überhaupt so schnell wieder zu sehen kriege. Diesbezüglich verweise ich nochmal auf den anderen Thread…
Dazu 4 wirklich extrem ergiebige, lustige, unterhaltsame und hochinteressante Q&As mit durch die Band sympathischen Regisseuren (2x per Zuschaltung, 2x live vor Ort) sowie zig weitere Details, die alles liebevoll abgerundet haben.
Darunter eben vieles was sich auf dem ‘anderen größeren’ Festival schon lange nicht mehr findet - bzw. da noch gar nie Bestandteil von war. Bis hin zum abschließenden großen Gruppenfoto aller an der Festival-Durchführung Beteiligten und DK-Besucher…..
Mehr value for money und Fannähe geht wirklich nicht…von Massenabfertigung keine Spur.
Für mich, meine Bekannten und zahlreiche Anwesende mit denen ich gesprochen habe das zwar bislang noch ‘relativ’ kleine, aber wohl feinste Festival in und um Stuttgart herum.
Hätte dir mit Sicherheit auch gut gefallen….
Für alle in Hamburg und Umgebung an dem Film Interessierten: „Iron Lung“ wird in der norddeutschen Hansestadt anner Elbe am Donnerstag, dem 05.02.206, um 20:15 Uhr im FFF-Stamm-Kino „Savoy“ gezeigt. Link zum Saalplan / zur Direkt-Buchung siehe nachfolgend.
https://www.indiewire.com/criticism/movies/iron-lung-review-markiplier-1235176184/
War ganz… interessant
Aber für mich jetzt nicht unbedingt klassisch gut…
She’s the next „Survivor“
„Send Help“
(Sam Raimi / 2026 / Kino (DCP) / englischsprachige Originalversion / Erstsichtung)
" Now that you’re out of my life, I’m so much better
You thought that I’d be weak without you, but I’m stronger
You thought that I’d be broke without you, but I’m richer
You thought that I’d be sad without you, I laugh harder
You thought I wouldn’t grow without you, now I’m wiser
Thought that I’d be helpless without you, but I’m smarter
You thought that I’d be stressed without you, but I’m chillin’
You thought I wouldn’t sell without you, sold nine million
I’m a survivor
I’m not gon’ give up
I’m not gon’ stop
I’m gon’ work harder
I’m a survivor
I’m gonna make it
I will survive
Keep on survivin’ "
(Destiny’s Child, „Survivor“ )
Die unscheinbar-graue Büromaus Linda Liddle hat’s nicht gerade leicht im Arbeitsleben: Sie schuftet sich in ihrem beengten cubicle als Finanz-Strategin den Allerwertesten ab, nur, damit dann nachher ein anderer, gerade einmal seit sechs Monaten im Unternehmen tätiger blonder Strahlemann im Christian Bale- / Patrick Bateman-Gedächtnis-Outfit die Früchte ihrer Plackerei ernten kann. Und dafür vom neuen Chef Bradley Preston, welcher die Firma gerade erst nach dem Tod seines Vaters übernommen hat, glatt auf den Posten des vice president, den sein alter Herr doch einst ihr zugesichert hatte, befördert wird. Aber so ist das eben mit den (not so) old boys networks… da ist es egal, ob man, wie Linda, schon sieben Jahre als tüchtig-treues Arbeitspferd mit an Bord ist. Ihren Karriere-Ambitionen ist dabei auch nicht gerade zuträglich, dass sie beim Handschlag mit dem neuen Boss dessen glatt-gepflegte Hand mit dem Belag ihres Thunfisch-Salat-Sandwichs beschmiert, etwas verlottert-strähnig auf der Arbeit erscheint, und zudem noch schnöde Gesundheits-Schuhe trägt, während ihr neuer Chef mit bequem-legeren loafers durchs Großraum-Büro spaziert. In short: Linda Liddle ist so socially awkward, wie jemand nur socially awkward sein kann. Während alle Anderen um sie herum eine fast schon mühelos wirkende casual elegance an den Tag legen. Das geht so nicht, beschliesst Bradley gleich als eine seiner ersten Amtshandlungen. Linda muss weg, am Besten so schnell wie möglich. Aber vorher soll sie ihn und seine Seilschaft von bros noch auf einem Flug im Privatjet nach Bangkok begleiten, wo ein wichtiger Unternehmens-merger seines Abschlusses harrt. Und während des Fluges am Besten noch schnell die ganze Arbeit machen, während er und seine schmierig-unsympathischen Kumpels sich über sie und ihre Reality-Überlebens-TV-Show-Ambitionen lustig machen. Zu dumm nur, dass der fragile Flieger in unerwartet starke Turbulenzen und eine heftige Gewitterfront, welche das Flugzeug zum Absturz mitten im Golf von Thailand bringt, gerät. Doch Linda schafft es, sich aus dem schnell sinkenden Wrack zu befreien, und an den Strand einer einsamen Tropen-Insel zu retten. An welchen ihr verachteter Boss dann ebenfalls angespült wird, mit einer blutig-schmerzhaften Beinverletzung. Und alsbald beginnen sich die Machtverhältnisse zwischen den beiden ungleichen Überlebenden subtil umzukehren, zumal, als auch nach Tagen und Wochen einfach keine Hilfe kommen will. Und aus dem unterwürfig-devoten Mauerblümchen eine toughe roughe Überlebenskämpferin wird, und sich der selbstgefällig-arrogante Chef schnell als verwöhnt-unfähiges Weich-Ei entpuppt.
Sam Raimi war ja nie so wirklich ganz weg, drehte aber nach seinem Überraschungs-Erfolg „Drag Me To Hell“ in den letzten sechzehn Jahren nur wenige, und beinahe ausschliesslich Filme, die mich nicht sonderlich interessierten. Nur aber ist er zurück in seinem Element, sozusagen wieder auf seinem ureigensten Territorium angelangt (so, wie sich auch die brav-beflissene Linda im Film die abgelegene Dschungel-Insel nach und nach als ihren eigentlichen home turf erschliesst). Und produziert und arrangiert mit dem spassig-boshaften Gestrandeten-Drama „Send Help“ s(s)eine neue kleine feine Genre-Perle, die stilsicher auf dem schmalen Grat zwischen Satire und Komödie, zwischen splatter screwball und Identitäts-Drama, zwischen Geschlechterkrampf und Klassenkampf balanciert. Und trumpft dabei so unglaublich souverän und mit purem Vergnügen an seiner Arbeit auf, dass man meinen könnte, sein neuester Streich sei nur wenige Jahre nach dem Dämonen-Fluch-instant classic von 2009 erschienen, und fertig gestellt worden. So unverbraucht-frisch, lebendig-lustvoll, behende-gewandt fühlt sich diese even in the brightest afternoon beach sunshine darkly tinged jungle dramedy an. Auch seine unverwechselbare eigene Handschrift hat Raimi dabei nicht eingebüsst. Diese perverse Lust an der grotesken Überzeichnung, dieses Schwelgen im überbordenden Exzess, diese feinsinnig-ironisierende, und gleichzeitig doch auch derbe-zupackende Charakter-Zeichnung. Diese Kamerafahrten, Schwenks und inszenatorischen Kniffe, die gleich verraten, wer hier mit Verve, Herzblut, Schwung und Chuzpe am Werk ist. Dieses beständige Rekurrieren auf klassischen Horror, diesen immer wieder eingestreuten Rückgriff auf Jahrzehnte lang bewährte Genre-Traditionen, und altgedient-erprobte Stilmittel - Welche sich aber auch hier wieder vollkommen unverbraucht, wie gerade eben erst aus dem Ei gepellt, und einfach wieder einmal nur perfekt passend anfühlen. Diese traumtänzerische Sicherheit im Tonfall, und den genau passenden narrativen flow, wie sie halt nur von Raimi kommen kann. Wobei mit Bill Pope als DoP und Danny Elfman als score composer auch zwei langjährige Weggefährten, und alte Freunde Raimis mit von der Partie sind. Und auch die wenigen, aber passgenau platzierten Gore- und Gewaltspitzen, die auch des Öfteren wieder an eine absurd-überdrehte real life-Variante der klassischen Tex Avery- und „Tom And Jerry“-Cartoons denken lassen, sind selbstverständlich wieder vorhanden… wenn Lindas Jagd auf ein (arg dämonisch-entstellt wirkendes, fast so, als käme es aus Miyazagis „Prinzessin Mononoke“) Wildschwein in ein Blutfontänen-spritzendes Hämoglobin-Bad ausartet, oder während einer Herzdruck-Massage sich ein lauwarmer Strahl von Erbrochenem ins Gesicht der zu reanimierenden Person ergiesst. Wiewohl es aber schon schade ist, dass gerade diese Effekte nun wirklich gar nicht mehr praktisch-handgemacht, sondern allesamt (auch recht stark als solche erkennbare) CGI sind. Aber je nun, das war ja zu einem Gutteil auch bereits in „Drag Me To Hell“ so. Der comichafte Exzess in puncto bloody violence wird jedenfalls auch hier wieder mit beinahe schon diebisch-unverhohlener Freude an der physischen Deformation seiner handelnden Figuren von Raimi eingesetzt, wirkt dabei wohl dosiert, und gerät nie zum blossen Selbstzweck. Wobei gerade diese Gewaltspitzen zumindest den Zuschauer:Innen natürlich wieder einen fast schon kindisch-unschuldigen Spass bereiten. Was allerdings auch nicht Alle so wahrgenommen haben. Nach der Vorstellung konnte ich im Foyer jedenfalls eine andere Besucherin sich darüber beklagen hören, der Streifen sei in ihren Augen „unnötig gewalttätig“ gewesen… Needless to say that I tend to disagree.
Auch am Schauspiel der beiden Haupt-Protagonist:Innen, später eher Antagonist:Innen, gibt es hier nicht wirklich etwas zu bemäkeln. Rachel McAdams verkörpert ihre Linda mit purer Lust an der Freude, lotet mit unbändigem Spielspass auch die neurotisch-überspannten Untiefen ihrer Figur aus, und blüht in ihrer Rolle mindestens ebenso sehr auf, wie die in der zivilisatorischen Abgeschiedenheit ihre eigene innere Schönheit, Willensstärke, Tatkraft, Selbstwirksamkeit und Durchsetzungsfähigkeit genüsslich-auskostend explorierende Überlebens-Spezalistin… deren Metamorphose sich gerade zu Beginn des Films allerdings streckenweise etwas zu rasant, und glatt-gefällig vollzieht. Auch wenn Miss Liddle ja zuvor schon als lange für ebendiese survival experience trainiert habende Fighterin eingeführt worden war - dass sie binnen weniger Tage gleich exquisit-funktionale sun hats und back packs aus Palmblättern, Pflanzenfasern, etc. pp. flechten kann, als hätte sie nie etwas Anderes getan, wirkt dann doch ein wenig zu smooth, dexterous und selbstsicher. Dylan O’Brien kann da als ihr erst snobistisch-gutsherrenhaft auftretender, später dann devot-willfähriger counter part nicht so ganz mithalten. Was aber auch dem script geschuldet sein dürfte. An welchem ich, wo wir eh schon dabei sind, dann allerdings auch noch zu kritisieren hätte, dass die Dialoge, wenn es nach mir gegangen wäre, gerne noch entscheidend bissig-bösartiger hätten sein können. Und sich auch bei so mancher klassischer Hollywood-screwball comedy sicherlich noch das Eine oder Andere hätten abschauen können, in Sachen Prägnanz, comedic timing und Schärfe im Ton. Zudem auch so mancher twist and turn, jedenfalls von altgedienten Genre-Kenner:Innen, sich lange vorher ankündigt, und schon zehn Seemeilen gegen den Wind gerochen werden kann. Davon ab, habe ich aber weiter nichts zu bekritteln, und ist „Send Help“ ein grosser, feiner gemeiner, blutbesudelt-sandverkrusteter, sonnenverbrannt-zivilisationsverbannter Spass für Alle, die nicht gleich den besten, grössten, dramatisch-nachdenkenswertesten Film des Jahres erwarten, sondern sich von Herrn Raimi einfach für die Dauer von zwei Stunden (wobei der Streifen auch gut und gerne um 15 Minuten hätte gekürzt werden können) allerbest, und prächtig unterhalten lassen wollen, und seine schwarzhumorig-augenzwinkernd-ironische Art und die brachial-brutalen carnage outbursts als blutgetränkte Kirschen auf dem Tortenstück gerne mitnehmen, und zu goutieren wissen.
Und für Alle, die so wie ich auch, vom immer noch mit strenger Kälte, nächtlichem Dauerfrost, Eis und Schnee regierenden Winter die Nase gestrichen voll haben, und der jahreszeitlichen Tristesse am Liebsten eher heute, denn morgen entfliehen würden, wirkt das sandstrand-gesäumte, sonnendurchflutete, palmenbestandene einsame Tropen-Eiland wie ein sicherer Kandidat für die Liste der nächsten Urlaubsziele.
Aber passt mir gut auf, dass ihr nicht Miss Linda Liddle in Eurer Reisegruppe mit dabei habt.
"We’ve had our doubts / We never took them seriously
And we’ve had our ins and outs / But that’s the way it’s s’pposed to be
We thought about giving up / But we could never stay away
We thought about breaking up / But now we know it’s much too late
And it’s no great mystery / If we change our minds
Eventually / It’s back to you and me
Yes, it’s true (Yes, it’s true) / I am happy to be stuck with you
Yes, it’s true (Yes, it’s true) / I’m so happy to be stuck with you
'Cause I can see (I can see) / That you’re happy to be stuck with me"
(Huey Lewis & The News, „Stuck With You“ )
Der Film interessiert mich jetzt zumindest ETWAS mehr, als noch vor Deiner Beschreibung. Ich kann nur leider grundsätzlich nichts mit den Kombinationen “hart+humorvoll” bzw. horror+comedy anfangen. Das kommt irgendwie immer als würde sich jemand einen Spaß draus machen, meinen Wein mit Cola zu verdünnen. Aber es soll ja Menschen geben, die sogar das mögen.
Hier dann mal wieder Team Alexander…. kann mit der Kombi auch schon seit Ewigkeiten nüscht mehr anfangen. Plus miese CGI und das von der Lachsschaumspeise erwähnte ‘comedic timing’. Fand allerdings auch schon den DRAG ME TO HELL eher meh.
Hatte damals aber auch einen knallharten, düsteren Horror-Film erwartet.
Egal, hier bin ich raus, in den Flieger steig ich nicht ![]()
Muss sagen, nachdem.ich den Trailer 10x ertragen musste, will ich den Film nicht sehen. ![]()
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Kommt mir sowieso vor, als würde Raimi hier einfach nur (aus Geldnot?) auf der aktuell angesagten “Wir bringen einfach mal nen krass starken Frauentyp der den bösen Machos zeigt, wo der Haken hängt, das ist im Moment schwer angesagt und der Rest ist dann sowieso schon egal” - Welle mitschwimmen. Kann man natürlich machen, gelingt als Selbstzweck nur leider selten. Dann doch lieber noch mal sowas wie “Faster Pussycat, KILL KILL” von Russ Meyer. Das waren auch starke Frauen, wirkten aber nicht so Zeitgeist-gewollt verquarkt.
Send Help ist ein lustiger Film mit ein paar Schwächen. Der weibliche Hauptcharakter ist mit Sicherheit nicht ohne Fehler und ziemlich ambivalent für meine Begriffe. Mir und meinem Begleiter hats gefallen. Keine Ahnung, warum man Filme auf der inhaltlichen Ebene bewerten möchte, ohne sie gesehen zu haben.
Sagt mal, bin ich eigentlich der einzige, der schon beim spätestens zweiten Mal Trailer von SEND HELP an Ruben Östlund denken musste? Ist Sam Raimi mit dem Grundplot nicht einfach drei Jahre zu spät dran? Oder wurde der Film bewusst nach hinten geschoben? Weiß das wer?
Freilich, TRIANGLE OF SADNESS scheint mir schon deutlich komplexer gewesen zu sein, Und SEND HELP wirkte aufgrund des Trailers wie eine simplifizierte Splatter-Variante auf mich. Nun mochte ich schon Östlunds Film wirklich nicht besonders, daher und nach euren Voreindrücken/Berichten könnte es gut sein, dass ich den auslasse. Trotz meiner Vorliebe für den frühen Raimi.
Ich habe „Triangle Of Sadness“ nicht gesehen, da ich Ruben Östlund für absurd überbewertet halte. Und Raimis Version des Stoffes ist einfach nur eine boshaft-hochamüsante Gaudi. In welche irgendeinen (Pseudo-)Zeitbezug und Schielen aufs Geld hinein zu interpretieren, so wie von @Alexander, vollkommener Blödsinn ist, und jeglicher Grundlage entbehrt. Weil der Film eben genau so gerade nicht ist. Und dass der in 100 Jahren nicht an das Sleaze-Meisterwerk „Faster Pussycat! Kill! Kill!“ ranreicht (welcher mit Sicherheit auch auf einer Top 100-Liste meiner absoluten Lieblingsfilme ever vertreten wäre), ist ja wohl mal sonnenklar. Wer nun allerdings schon den famosen „Drag Me To Hell“ damals nicht mochte (in dessen vein auch „Send Help“ sich ausbuchstabiert), die:der sollte dann allerdings wirklich daheim bleiben. Alle Anderen dürfen sich gerne mit einem unschuldig-spitzbübischen Lächeln im Kino amüsieren, und einfach nur eine gute Zeit haben. Mir hat er jedenfalls gut gefallen, von daher kann mir Euer unqualifiziertes Gemoser und meckerige Kaffeesatz-Leserei schnurzpiepegal sein…
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Nein, du bist nicht allein, hatte auch an Triangle of Sadness gedacht bei Send Help. Ist ja die gleiche Situation, halt nur 2 Leute, die auf einer Insel landen, statt vieler, müssen irgendwie überleben und wollen wieder wegkommen.
Ich mag Sam Raimi und Drag me to Hell fand ich sehr gut. Aber der Trailer zu diesem Film schreckt mich sehr ab und war nervtötend.
Östlund hat bei mir Hausverbot, sowohl THE SQUARE als auch TRIANGLE OF SADNESS sind hoffnungslos überschätzt.
Beide Filme, abgesehen von vielleicht einer Handvoll netter Szenen und Gags, unfassbar lahm, bieder und strunzöde.
Ich kann das sogar verstehen, wenn hier Viele nach dem abermaligen (Nicht-)„Genuss“ des (vermutlich wie bei uns in Hamburg auch) deutschsprachigen Trailers sagen: „Nö, lass ma’ lieber! Da hab’ ich keinen Bock drauf!“. Ich selbst empfand den deutschen Trailer nämlich auch als vollkommen nervtötend… und habe zudem im Trailer sogleich den ersten Übersetzungs-„Fehler“ ausgemacht (statt „Have you ever been hunting? I think I like it!“, wie im Original, heisst es nun auf deutsch: „Warst Du mal jagen? Fühlt sich gut an!“ - Aaaaargh!!!). Dazu kommt dann halt auch noch der Umstand, dass tatsächlich beide Charaktere (sie noch weitaus mehr, als er) total nervig und super anstrengend sind, und rüberkommen… was aber auch genau so sein soll, und muss. Und im filmischen Kontext und Narrativ auch total Sinn macht.
Apropos „Trailer“: Hier in HH lief mindestens zweimal auch der (mir bis dahin noch unbekannt gewesene) Trailer zu „We Bury The Dead“ - Und der war ja mal sowas von fucking fantastic… Aaaaaaaaahhh !!! Was könnt’ ich mich grad’ wieder schwarz, grün und blau ärgern, dass ich den Streifen damals auf’m FFF verpasst hab’ / in einem akuten Anfall geistiger Umnachtung absichtlich ausgelassen hatte… Und nu’ erschient der hier inner BRD auch erst am 07. Mai auf Filmkonserve… Someone, anyone: Please, (send) help (ASAP)!"
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Mal abgesehen davon, dass er wahrscheinlich den kompletten Film erzählt, fand ich den Trailer schon nach den ersten beiden Sichtungen (bei den White Nights) absolut unerträglich.
Immerhin wird einem die Entscheidung eine Kinokarte einzulösen recht leicht gemacht.
But to each his own….
Haha, send help mal etwas anders ![]()
Aber du hast recht, fand den Trailer zu WE BURY…. tatsächlich auch klasse….
Ärgere mich jetzt auch den damals nicht ‘mitgenommen’ zu haben.





