Uuuh - das war 'n ganzer schöner Törn, heute um die Mittagszeit… Der Bus, welcher mich aus der bösen Aussenwelt nach Ha-Ha-Hamm-Burg bringen sollte, hatte gute fünfzehn Minuten Verspätung, und kam statt um 11:00 Uhr, tatsächlich erst gegen 11:15 Uhr. Und dabei war die Hinfahrt eh schon knapp kalkuliert gewesen, denn der Vorstellungs-Beginn im „Savoy“ war ja mit 12:30 Uhr angegeben. Dazu war das ÖPNV-Vehikel dann auch noch proppenvoll gestopft mit Fahrgästen, die Fenster geschlossen (wobei es draussen ja heiss wie in der Hölle war… Ächz), und schaffte es der Busfahrer bis zur Ankunft in HH-Bergedorf auch noch, gute weitere fünf Minuten Verspätung zusätzlich rauszufahren. Dann ab in die S-Bahn, und ziemlich genau gegen 12:30 Uhr war ich dann - reichlich verschwitzt, und total K.O. - am / im Kino. Machte mich dann erstmal frisch, und zog ein neues T-Shirt an… und schaute dann also die vermutlich vorerst vorletzte Vorstellung von „Project Hail Mary“ im FFF-Stammkino „Savoy“. Da ich auch in der Nacht auf heute wieder ein krasses lack of sleep abbekommen hatte, fiel es mir anfangs allerdings recht schwer, in den Film und sein eingangs doch recht verwirrend anmutendes Narrativ mich einzufinden, und musste ich zudem stark gegen meine mich bei der eigenen Konzentration auf das Leinwandgeschehen und Fokussierung auf die Bilder schwer hindernde Müdigkeit ankämpfen… und hatte schon ernste Sorgen, dieser trist-todmüde Allgemein-Zustand würde den Rest des Films über anhalten, und mir die Sichtung ziemlich vergällen. ABER: Was dann geschah, und wieso, weshalb, warum dann geschah, was eben geschah - So ganz genau weiss ich das gar nicht. Fakt ist jedenfalls, ab etwa einem Drittel der Laufzeit war ich dann doch schwer gebannt, und, ich möchte hier ja nun nicht den @splattercheffe machen, und muss das genau genommen auch gar nicht, da ich ja eh bei fast jedem zweiten Film „pure Emotion“ bin, ab da und dann doch auch gefühlsmässig total abgeholt, und standen mir über weite Strecken die Tränen in den Augen (nicht unbedingt auch immer allein der Story wegen, sondern vielmehr aufgrund der Assoziationen, welche der Streifen und die wirklich schönen Bilder in mir weckten, und hervor riefen). Das ist nach „Chronology Of Water“ und „Nightborn“ nun schon der dritte Film in diesem Kinojahr, welcher mich komplett fertig gemacht, und emotional tief berührt hat. Was für ein gottverdammich toller Film! Wenn schon Popcorn-Mainstream, dann bitte genau so, und nicht ein Iota anders! Wobei „Hail Mary“ - ähnlich mir beim Verfassen meiner eigenen Text-Ungetüme
- dann aber zum Ende den perfekten Abschluss verpasst, und nicht weiss, wann er aufhören sollte. Wäre der Streifen fünf Minuten früher geendet, dann wäre es ein noch besserer Film gewesen (das immerhin hat er mit „The Vile“, über den ich dann als Nächstes schreiben muss, und werde, gemeinsam). Aber auch so schon: Ganz ganz tolles SciFi-buddy movie (Ach nee, heutzutage heisst das ja „Bromance“… Na, wie auch immer), das bisweilen etwas zu sabbelig-plapperig daher kommt, und im Grunde genommen immer gerade dann am Stärksten ist, wenn es nur, oder vor Allem, seine phänomenal starken Bilder sprechen lässt. Und, hier möchte ich @todaystomorrow doch ganz entschieden widersprechen: Sandra Hüller wieder mal ganz ganz stark, und mit einer tollen performance, die mit ihrer unterkühlt-zurück genommenen, die eigenen Gefühle unterdrücken müssenden, aber wie immer auf den Punkt präzise und bis auf jede noch so kleine Geste exakte Art den perfekten Gegenpol zu Ryan Goslings jungenhaft-naivem Entdecker-Charme bildet. Ich glaube tatsächlich auch, dass die Probleme, welche Du, Dominic, mit ihrer Figur hast, wohl doch eher im Drehbuch begründet sein dürften. Aber nun gut, das sieht ja auch Jede:r nochmal anders. Und ich für meinen Teil bin für hier und heute überglücklich, und heilfroh, dass ich „Project Hail Mary“ doch noch im Kino habe sehen können, und dürfen. Und ist die Sichtung alle noch so anstrengend-aufregenden, schweisstreibend-nervenzerrenden Strapazen im Vorfeld wert gewesen. Die nun eh fast schon wieder vergessen sind. Was ich vom Film ganz sicher nicht behaupten kann. Der wird mir noch eine ganze Weile im Gedächtnis bleiben, und kommt mit auf die vorläufige Jahresbesten-Liste.
Vollständig-umfassendes review folgt dann morgen noch.
Ach ja - Das Emoji, welches ich hier abschliessend poste, bitte nicht falsch verstehen (was diejenigen unter Euch, welche den Film gesehen haben, wohl aber auch nicht tun dürften…).

