FFF 2024 - Fantasy Filmfest

In dem Punkt würde ich sogar mit Dir mitgehen - also, dass Moores acting in „The Substance“ die vermutlich beste Leistung ihrer gesamten bisherigen Karriere darstellt (bislang war das in meinen Augen ihre performance in Ridley Scotts ja arg misslungenem „G.I. Jane“ (den ich vor Ewigkeiten mal für ein Filmtheorie-Seminar auseinandernehmen und durchanalysieren musste)) - nur halte ich selbst sie aber für keine allzu grossartige Schauspielerin. Und ob „Ghost“ nun ein 90er-Klassiker ist, oder nicht, dazu kann und will ich mir kein Urteil erlauben. Hab’ den nie gesehen, und werde ich in diesem Leben wohl auch nicht mehr (und da’s kein anderes gibt…). Beim kurzen Aus-Versehen-mal-im-TV-Reinzappen sah der für meine Augen jedenfalls nach fürchterlich schmonzettenhaft-rührseligem, gefühlsduselig-kitschigem Sch**sskram aus (was ja nun nicht heissen soll, dass Moore darin nicht dennoch gut gespielt haben kann - nur wenn, dann werd’ zumindest ich das aber niemals nicht zu Gesicht bekommen)…

In puncto „Sebastian Stan“ hast Du mich aber, das muss ich zugeben, eiskalt erwischt… ja, der spielt in „A Different Man“ wirklich absolut herausragend. Was aber auch weiter nix an meiner Meinung ändert, dass ich da andere Darsteller im abgelaufenen Kinojahr 2024 dann trotzdem nochmal a bissi besser fand…

:female_sign:: Ich für meinen Teil fand die schauspielerischen Leistungen von Anya Taylor-Joy im von Dir ja eher ungeliebten „Furiosa“, von Léonie Dahan-Lamort in „La morsure“ (a.k.a. „Bitten“ / FFN 2024), Sandra Hüller in „The Zone Of Interest“ und Lilith Stangenberg in „Haltlos“ dann doch nochmal um Einiges eindrücklicher und besser, als Moores zugegebenermaßen doch schonungslos-unbedingten Einsatz. Und, auch wenn bislang noch ungesehen, würde ich von dem, was ich von ihrem Schauspiel in den betreffenden Filmen bislang so gesehen habe, wohl auch Julianne Moore in „The Room Next Door“, Anja Plaschg in „Des Teufels Bad“ und Kirsten Stewart in „Love Lies Bleeding“ in Sachen acting skills immer noch den Vorrang vor Moore geben. Wobei ich sie ja nun auch nicht für eine schlechte Schauspielerin halte, oder so. Andererseits aber halt auch nicht für eine wirklich herausragend brillante. Wie ich damals in meinem review zu „The Substance“ bereits schrieb:

„Demi Moore ist keine sonderlich bedeutende oder gar exzeptionell hervorstechende Schauspielerin, das wissen wir, das weiss Fargeat, das weiss sie vermutlich auch selbst. Wie sie sich hier aber mit Verve, Bravour und verblüffender Furchtlosigkeit in ihre Rolle wirft (welche vermutlich auch stark von ihrer eigenen filmischen Biographie / Hollywood-Karriere eingefärbt sein dürfte), und Alles, aber auch wirklich Alles gibt, das ist schon überaus mutig, und verdient alle Anerkennung.“ (Edit-To-Add: Ja, gerne auch in Form eines golden globe… nur empfinde ich persönlich es halt so, dass Andere denselbigen dann aber meiner Meinung nach doch noch ein kleines bisschen mehr verdient gehabt hätten. Aber, wie weiter oben schon erwähnt: Ich gönne ihr den award ja durchaus, und freue mich auch für sie.)

:male_sign:: Thibaud Dooms in Koen Mortiers „Skunk“, und Sōya Kurokawa in Kore-Edas „Monster“ fand’ ich beide ziemlich grandios (gut, die sind beide noch recht jung, ist ja aber auch egal), vermutlich ist auch Andrew Scotts darstellerische Leistung im leider auch immer noch ungesehenen „All Of Us Strangers“ auch überragend gut… aber je mehr ich darüber nachdenke, desto stärker schätze ich Sebastian Stans performance dann doch wieder ein. Insofern muss ich mich in dem Punkt tatsächlich korrigieren: Doch, er hat den golden globe auch in meinen Augen dann doch mehr als verdient. Ist aber, wie so Vieles, zu einem Gutteil immer auch eine Frage des eigenen Geschmacks / der je individuell-subjektiven Präferenzen.

Ach so, in Sachen „Demi Moore“: Hier noch ein youtube-Video aus meiner liebsten Interview-Show (bei der die Gäste nach und nach mit immer schärferen Saucen gewürzte chicken wings verspeisen müssen, und dabei dann - teils unter Tränen, heftigem Schluckauf und mit knallrot angelaufenen Visagen - Fragen beantworten müssen). Moore schlägt sich erstaunlich gut:

:wink:

Edit-To-Add: Ich hatte ganz vergessen, dass Moore ja auch in J. C. Chandors grandiosem, sträflich unterschätzten Börsencrash-high finance-thriller „Margin Call“ von 2011 mitspielt…