„Evil Dead Rise“, der auf den FantasyFilmFestNight 2023 gezeigt wurde, gibt es derzeit für amazon prime-Kund:Innen noch uncut für lau, umsonst und umme zu sehen. Ich hab’ mir den gerade eben mal gegeben… und ach du liebe Güte - nu’ hab’ ich zwar schon nullkomma nix dafür blechen müssen, und ärger’ mich dann aber trotzdem noch darüber, dass ich für so einen lauwarmen Schwall an (Kunst-)Blut, Dämon:Innen-Kotze und schwarzem Schlibberschleim gute eineinhalb Stunden meines ja nun auch nicht mehr ganz so taufrischen Lebens vergeudet habe. Was für ein Laaaaaaaaaaaaaaaangweiler vor dem Herrn The Almighty Cthulhu. Ein bisschen unentschlossenes und nie weit genug gehendes Gesplatter, kein bisschen Spannung, und atmosphärisch sowieso ein Rohrkrepierer. Das halbwegs ordentliche Zitieren von so ziemlich jedwedem Besessenheits-Klischee und -zig anderen Horror-Klassikern der letzten 50 Jahre (im Finale dann ja sogar noch die legendäre Fahrstuhl-Szene aus Kubricks „The Shining“, plus der monstrous creature body horror aus Carpenters „The Thing“ meets den Rat King aus „The Last Of Us Part 2“, gekreuzt mit einem x-beliebigen Boss aus einem der „Souls“-Videospiele von From Soft) macht eben noch lange keinen guten Film aus. Wo „A L I E N: Romulus“ die „The Eras Tour“ des " A L I E N"-franchise war, da ist der hier der „The Life Of A Showgirl“ des Evil Dead-Universums. Wenn’s jetzt nicht schon so spät, bzw. früh wäre, und ich morgen nicht noch arbeiten müsste, dann würd’ ich mir nun zwecks Gore- und Splatstick-cleansing ja flugs noch den ersten „Evil Dead“ von Mr. Sam Raimi geben. Der wusste wenigstens noch, wie man mit weitaus weniger Mitteln, dafür aber umso besseren Ideen, ein Maximum an durchgeknallt-düsterer Atmosphäre schafft, und einen Horror-Klassiker für die Annalen der Filmgeschichte aus dem Hut dem lonesome shack in the middle of the woods zaubert. Dagegen war das hier leider eine Enttäuschung auf ganzer Linie, und nicht mal leidlich unterhaltsam.