Letzter Film, den ich gesehen habe

Genau das, nämlich „unterhalten“, will dieser Film, wollen Stewart, Poots und Birch tatsächlich absolut gar nicht - und warum sollten sie auch? Zudem wäre es sowohl der Thematik, als auch dem zugrunde liegenden Buch (zumindest wenn Stil, Tonfall und Inhalt der mir bekannten Auszüge auch auf das Gesamtwerk zutreffen sollten), und letzten Endes wohl vor Allem auch dem gelebten Leben der Lidia Yuknavitch gegenüber absolut unangemessen, dem Anliegen des Films überhaupt gar nicht förderlich, und einfach auch gar nicht, aber (gerade auch für diese Geschichte(n)) wirklich gar nicht passend.

Ich hatte das ohnehin in meinem review schreiben wollen (und werde es dort auch noch einmal wiederholen), aber - zur Warnung an Alle, die möglicherweise Ähnliches erwarten sollten - hier schon mal die folgenden Worte (und ich bitte inständigst darum, diese auch zu beherzigen):

If you just expect to be entertained, if you simply want to have a good time at the cinema, then stay the fuck as far away from this movie as humanly possible! I fucking mean it!

Das tut mir natürlich leid für Dich, und keine Ahnung, ob Du Dich vorher über den Inhalt / die Geschichte des Films kundig gemacht hast, oder nicht - Aber ernsthaft: Ich würde von einem Film, in dem es um mehrfachen sexuellen Missbrauch an Kindern geht, in dem eine Totgeburt vorkommt, und in dem die Protagonistin sich in ihrem internalisierten Selbsthass immer und immer wieder an den Rand der Selbsttötung bringt, sich beständig im drogeninduzierten Beinahe-Koma verliert, nun auch nicht unbedingt erwarten, dass er mir im Kino eine gute Zeit verschafft - eher das komplette Gegenteil. Dieser Streifen geht unter die Haut, und da dann nie wieder weg. Danach fühlte ich mich völlig fertig, wie ausgewrungen, beinahe so, als habe sich Poots’ Charakter nicht nur im Film selbst ein ums andere Mal erbrochen, sondern als habe sie - und der ganze Film als solcher gleich mit dazu - über mich drüber gekotzt. Das hier ist beileibe keine leicht goutierbare Entertainment-Kost, „The Chronology Of Water“ will etwas ganz Anderes leisten. Und das tut er auch, in jeder einzelnen kaum erträglichen Sekunde, in jeder bis ins Mark treffenden Einstellung, in jedem sich bis in alle gottverdammte Ewigkeit in mein cineastisches Bilder-Gedächtnis einbrennenden frame. Und ich für meinen Teil bin ihm unendlich dankbar dafür. Und kann die nächste Sichtung dieses filmischen Triumphs jetzt schon kaum abwarten. Es gibt Blicke in diesem Streifen, die werde ich mein Lebtag nicht wieder loswerden, Situationen, die ich bis zu meinem letzten Atemzug nicht mehr werde vergessen können. „The Chronology Of Water“ mag kaum auszuhalten sein (was gut so ist), stellt eine kaum mitanzusehende Zumutung dar, muss unbedingt unerträglich anmuten. Wer aber vom Medium „Film“ so etwas wie eine ernsthaft dargestellte, erwachsen-reife Auseinandersetzung mit den Grundlagen menschlicher Existenz, mit dem Leben als solches erwartet, die:der sollte, nein, muss (!!!) diesen Film sehen. Am Besten mehrmals, so mensch das denn durchzuhalten imstande ist. Alle Anderen können sich gerne weiterhin „Terrifier 3“ zu Gemüte führen, und die Konfrontation mit dem wirklichen Horror, dem, der richtig wehtut, dann bitte uns überlassen.

Ich gehe mal ganz stark davon aus, das es sich ganz genauso zutragen wird… Wenn er das nicht tun würde, dann hätte er sein Ziel, oder zumindest eines seiner Ziele, ganz sicher verfehlt.

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Wow, okay, das klingt dann tatsächlich mal nach meiner Baustelle… :slight_smile:

Und: Weil ich mein Mundwerk nicht halten bzw. meine Fingerchen nicht zügeln konnte, hol ich mir zur Strafe die strengstens auf 666,666 Exemplare limitierte Deluxe Collector’s Edition im wattierten Mediabook mit 750seitigem Photobuch und Soundtrack CD (expanded Edition!) von EXTRAWURST…und… um das Ganze noch zu toppen…guck mir den Film auch an…
Hoffe, damit deiner Vorstellung einer gerechten Bestrafung Genüge getan zu haben und gelobe hiermit Besserung.
Over and out…

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Der Plan wurde soeben geändert - Zweitsichtung von „The Chronology Of Water“ nun doch schon morgen nachmittag um 16:30 Uhr… na, das kann ja noch was werden. Direkt von der Arbeit erst mit’m Schnellbus nach HH düsen, dann erstmal ins 3001 Kino, und quasi fast im Anschluss daran dann abends dann noch einen anderen Film, in einem anderen Kino gucken (Nein, dabei handelt es sich nicht um „The Bride!“ (obwohl ich auch den alsbald noch sehen will)). Naja, wird schon hinhauen, irgendwie… Ich kann ja nun auch nicht wirklich schreiben, dass ich mich auf den Film freue, but I’m so looking forward to be emotionally destroyed, again.

Hm, strange…bei uns läuft der nirgends, auch ab kommenden DO nicht…das ist schon eher ungewöhnlich für TÜ…

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Kristen Stewarts „The Chronology Of Water“ lohnt eine Zweitsichtung so überaus, bzw. ist eine solche eigentlich fast schon unabkömmlich, will man den ja doch sehr zersplittert-fragmentarischen, mosaikhaft-ge-looped-ten Bilder- und Gedankenfluss, die vielfältig sich überlagernden und ineinander über- und aufgehenden Impressionen, und das sprunghaft-aufgespaltene Narrativ wirklich in seinem sich weit auffächernden Gedächtnis-Spektrum, in seiner bis beinahe zum Erinnerungs-Horizont sich hin ausbreitenden Vielfalt von Eindrücken und Reminiszenzen in (zumindest annähernder) Gänze sich erschliessen. Vielleicht jetzt nicht ganz so zwingend wie bei Schilinskis „In die Sonne schauen“, aber doch so sehr bereichernd, das eigene Verständnis erweiternd und die Perspektiven abermals verschiebend. Und, da lege ich mich jetzt auch fest: Film des Jahres für mich! Ich kann mir beim allerbesten Willen auch gar nichts vorstellen, was da im diesem Kinojahr auch nur annähernd rankommen, geschweige denn drübergehen könnte, oder sollte. Ein absolutes Meister:Innen-Werk als Debütfilm, das muss mensch auch erstmal hinbekommen. Aber Stewart hat’s gewuppt, wiewohl auch nur scheinbar mühelos. Acht lange Jahre Vor-Arbeit, hunderte (!!!) Skript-Fassungen und Drehbuch-Überarbeitungen. Aber wie sich all die Mühe doch am Ende ausgezahlt hat. Und, ich schrieb ja damals in meinem FFF-review zu „Vivarium“ schon, wie sehr ich dessen, und „Chronology“ s Haupt-Darstellerin sehen mag - Aber was Imogen Poots hier an einer totalen Powerhouse / Tour de force-Ausnahme-performance hinlegt, das ist schlichtweg nicht weniger als eine schauspielerische Glanzleistung auf wirklich allerhöchstem Niveau, und Können, und dürfte in die filmhistorischen Annalen eingehen. Gebt der Frau dafür einen, ach was, alle Oscars (wird nicht passieren, ich weiss…)!!! Und vom formidablen Sound-Design, der superben Kamera und dem exzeptionell herausragenden Schnitt haben wir ja noch gar nicht gesprochen. Wahnsinn, einfach nur Wahnsinn! Und dieses Mal war ich wirklich von Anbeginn an vollkommen im Film drin, beinahe wie in Trance hypnotisiert von diesem kaum glaublichen Leinwandgeschehen. Zugegeben, der Streifen entwickelt nicht so einen Sog wie „In die Sonne schauen“, aber steht Schilinskis Ausnahme-Werk in puncto Intensität dennoch in Nichts nach, und zieht Eine:n dafür auf andere Art und Weise in seinen Bann - und sei es nur, dass man magisch gefesselt ist von Poots’ acting masterclass in motion. Auch, wenn Eine:n beim zweiten Mal diese fragmentarisch-impressionistische Narration nicht mehr so völlig wegbläst, und in ihrer bis dahin ungekannten Innovation und ungesehenen Einzigartigkeit umhaut, irritiert, und fasziniert, wie noch bei der Erstsichtung. Aber dennoch war ich, als der Streifen seinem Ende entgegenging, erstaunt, wie unglaublich schnell doch 128 Minuten vorbeigehen können. Und hätte das Ganze von mir aus auch 2 Stunden noch so weitergehen können. Alles, was jetzt noch kommen mag, in diesem Kinojahr 2026, wird sich am diesem power quadruple Stewart-Poots-Birch-Yuknavitch messen müssen. Und so gut wie Nichts wird diesem Vergleich standhalten können (übertreffen schon gar nicht). Imogen Poots gibt in der Rolle der Lidia Alles, und dann nochmal soviel mehr. So quälend enervierend, und emotional zerstörend die Narration auch sein mag, so unfassbar umwerfend und unglaublich energetisch, von einer ungemein unmittelbaren Intensität, kraftvoll physischen Präsenz und immaculate touching Immanenz ist dann doch ihr Schauspiel. Ein tief bewegender Ausnahme-Film, wie es sie nur ganz selten, viel zu selten gibt. Von schockierender Ehrlichkeit und empörender Ernsthaftigkeit, von zarter Empathie und empowernder Poesie, von tiefgehendem Schmerz und Alles übersteigender Lebenslust. Von einem Alles, was ihm im Wege stehen mag, über den Haufen werfenden Drang, und einer Alle, die seiner ansichtig werden, in den Bann schlagenden Schönheit. Vom Schrecken und Zauber des Lebens selbst.

Come in. The Water will hold you.

:heart:

Review dann irgendwann die Tage noch… ich weiss noch gar nicht, wie ich für dieses filmische Wunder passende Worte finden soll. Naja, wird’s halt brabbeliges Stückwerk werden, wie so oft.

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Wie jetzt? Das war noch gar nicht das Review? Da simmer aber gespannt…something wicked this way comes :slight_smile:

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Nee, das war ja nur ein (für meine Verhältnisse) relativ kurzer Erst-, bzw. Zweit-Eindruck, weil ich Euch, vor Allem auch Dich, nun nicht wieder vielleicht noch tagelang hängen lassen, und vor Allem aber auch zum möglichst baldigen Kinobesuch animieren wollte (umso trauriger, dass der Film in Tübingen nun gar nicht zu laufen scheint). Aber mal sehen - ich hab’ heute abend weiter nichts vor, und bin (einigermaßen) ausgeschlafen. Könnte also im Laufe der Nacht noch was dazu kommen. :wink: Aber wie schon geschrieben - Vielleicht dann doch besser nicht zuviel davon erwarten, und vor Allem aber auch: Den Film selbst und mit eigenen Augen sehen gehen! Now!

Ja, klar, würde den wahrscheinlich gleich angucken wenn er jetzt hier laufen würde…
Und dafür extra nach Stuttgart zu fahren, wo er gespielt wird…i don’t know…
Das mach ich eigentlich nur bei Filmfestivals (FFF, Weird Weekender), wo ich dann
auch gleich mind. 2 bis 3 Filme schaue (damit sich’s lohnt).
Oder für Klassiker und/oder asiatische Filme die ich sonst nicht zu sehen kriege -
die sind mir halt am liebsten/wichtigsten…

Ansonsten will ich vielleicht auch so gar nicht viel mehr drüber wissen und wenigstens einigermaßen unwissend/unbefleckt ins Kino gehen…was ja sicher auch der Vorteil bei
Filmen wie eben IN DIE SONNE SCHAUEN (da hatte ich null Vorab-Kenntnis von) oder
auch SILENT FRIEND war, die mich vielleicht auch gerade deshalb so umgehauen bzw.
positiv überrascht haben.
Bei THE CHRONOLOGY OF WATER hab ich jetzt natürlich schon eine gewisse Erwartungshaltung…
Schaun mer mal…vlt. kommt der ja doch noch…

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This is such a treasure… :heart_eyes: WARNING !!! Massively massive spoilers be ahead (of course) !!!

Found via Deadline (see as follows):

In Nürnberg läuft er „sogar“ 3x, vielleicht geht sich bei mir sogar eine Sichtung aus, neugierig wäre ich ja schon (bzw. bin ich hier mal wieder gemacht worden :grinning_face:)

Predator Badlands

.. und es sollte besser heißen „Letzter Film den ich nicht zu ENDE gesehen habe“. Sieht aus als wäre das Ding komplett im Computer entstanden und ursprünglich als Entwurf für ein Videospiel gedacht gewesen. Ultra-“generisch“, zieht der Film doch jedes noch so kleines und dummes Register aus dem Hollywood-Baukasten für in der Retorte zusammengepanschten, filmischen Bockmist, und hat wirklich alles was ich an „modernen“ Filmen hasse. Saudumme Oneliner, Gags die nicht zünden und angesichts von Handlung und Setting vollkommen deplatziert wirken, eine vorhersehbare „Handlung“ (die auf einen Bierdeckel passt), ein jeglicher Schwerkraft entbehrendes „Herumgehüpfe“ als wäre man in „Kongo Bongo“, einem Videospielautomaten aus den 80ern, und natürlich last not least unbedingt das bauernschlaue Zeitgeist-Fräulein, das dem harten „Typen“ natürlich ganz dolle zeigt, wo sie die synthetischen Eier baumeln hat. Ohne diese Rollenklischees scheint es ja nicht mehr zu gehen, schon klar und ginge auch in Ordnung, würde es nicht so aufgesetzt und unbedingt gewollt wirken. Da wenden sich kleine Kinder ab, vor Scham. Ich hatte ja schon mit Alien:Earth ein Problem, aber was sie hier aus dem „Predator“ gemacht haben ist einfach nur noch ein Witz. Bezeichnend für den Film war dann, das der Protagonist nach 30 Minuten allen ernstes von dem Gebabbel der Dame EINSCHLÄFT. Ich tat es ihm kurz danach gleich, weil der Film einfach elend langweilig ist, und hatte danach auch kein Interesse mehr, „Badlands“ zu Ende zu schauen. Eine Bewertung fällt also aus. Man kann sich auch so denken, wie diese ausgefallen wäre. Was für eine Grütze.

Jau, mach mal…dann kann ich mir hier kostenlos eine zweite Meinung einholen :slight_smile:

Yep, hier zur Abwechslung dann mal wieder Zustimmung! Alles was du brüllst, äh sagst, äh schreibst :slight_smile:
Hab da nur mal kurz reingeschaut…furchtbar…und ja, alles was auch ich an Hollywood hasse.
Das Schlimmste daran…der gehört ja wahrscheinlich noch zu den besseren Vertretern seiner Art.

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“Twisted”, Darren Lynn Bousman, 2026.

Der neue Darren Lynn Bousman beginnt als ziemlich glatt polierter und recht erotischer Mainstream, mit reichlich Eyecandy, und unterlegt von einem sich zwar zu sehr in den Vordergrund spielenden, dabei aber gar nicht mal so üblen Soundtrack. Doch die eigentlich so richtig sexy Hauptdarstellerinnen vergeigen ihren Einstand dann leider mit einem nervenden Overacting, und die ersten 20 Minuten des Films wirken eigentlich, als hätte man hier versucht, coole MTV „Videos“ für die Generation Z zu drehen.

Das ändert sich dann allerdings sehr bald, wenn sich „Twisted“ zu einem unerwartet heftigen Stück ekligem Horror für Gorehounds wandelt. Dabei ist leider spätestens nach dem ersten Blick auf das Filmplakat alles so vorhersehbar wie die Wettervorhersage von Harry K. Telemacher in „L.A. Story“. Doch wenn man seine Erwartungen an Logik und den eigenen Anspruch etwas herunterschraubt, kann man mit dem Film Spaß haben, schockiert er doch selbst hartgesottene Zuschauer mit so manchen bösen Twists (kleines Wortspiel) und auch ziemlich üblen Bildern, die beinahe dem Keller eines Dr. Heiter gerecht werden.

Es wäre sehr einfach „Twisted“ zu zerreißen. Der Film bietet einfach zu viele Steilvorlagen dafür. Doch die Darsteller machen (meistens) das beste aus dem, was ihnen das Drehbuch zumutet. Und wenn man sich einfach den eigenen „guilty pleasure“ eingesteht, und auch an den „SAW“ Filmen von Bousman „Spaß“ hatte, wird man wohl kaum vollkommen enttäuscht werden. Die Idee ist brutal, die Umsetzung war mir halt zu glatt, erinnerte mich vom hochglanzpolierten Style her an Filme wie „Companion“, „The Home“ oder „Bone Lake“. Wenn auch nicht inhaltlich.

Für Newbies ganz bestimmt ein harter Brocken, für abgebrühte Oldies immerhin noch ziemlich gute, aber vielleicht etwas zu „glatte“, Genre-Unterhaltung, der es trotz vieler Ideen und guter Schocks, doch irgendwie an Konsequenz fehlt. Verstörend und an einigen Stellen leider auch (unfreiwillig?) komisch zugleich. Es fehlt leider der letzte „Schubs“ in den Abgrund des Entsetzens. Aber solche Filme werden ja eigentlich auch gar nicht mehr gemacht.

6.5/10

„Interessantes“ Frauenbild.

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Mit so einem Kommentar hab ich ja bereits beim Schreiben meiner Reviews fast gerechnet. War wirklich leicht diesen zu provozieren, wenn auch nicht gewollt. Man darf einfach nur nicht dem links-feministischen Weltbild sprachlich entsprechen, schon gibt’s Gegenwind. Ich kann Dir aber versichern das es nicht meinem “Frauenbild” entspricht, sondern im ersten Fall einfach nur meine Meinung zum woken Mainstream ist, den neben mir noch sehr viele Menschen teilen, und im zweiten Fall nicht mehr als eine objektive Beobachtung war. Darf man jetzt sexy Darstellerinnen auch schon nicht mehr als das bezeichnen, was sie sind, zumal ihre schauspielerischen Leistungen in diesem Film wirklich nicht berauschend waren. Letzten Endes haben die Produzenten und der Regisseur das doch ohnehin mit Kalkül eingesetzt. Aber passt natürlich wieder nicht in das linke, woke Weltbild mit dem man dieser Tage überall konfrontiert wird. Da gendert man dann doch lieber sogar das Wort TEENAGER zu Teenager*Innen (Filmstarts). Da hätte ich mich fast übergeben über so viel Anmaßung und Wortverhunzung. Solange ich so etwas hier ertragen muss, werde ich nach MEINEN Überzeugungen weiter sprechen und schreiben, wie mir der Schnabel gewachsen ist. Ihr tut das ja auch, wobei ich die vergenderten Texte mittlerweile meistens skippe, weil sie mir einfach nur WEH tun. Nur habe ich im Gegensatz zu Dir und anderen bislang halt die Klappe gehalten, weil ich das Forum nicht politisieren wollte. Aber wenn man mich anschiesst, dann schiesse ich zurück.

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Ich hab diese Aussagen eigentlich auch eher als beschreibend gesehen, denn als jemandes Frauenbild. Kann zwar mit dem Begriff linke, woke Gesellschaft nicht so viel anfangen, aber es ist manchmal schon bissi nervig, wenn Filmemachenden vorgeschrieben wird, wie die Besetzung auszusehen hat. Oder wenn übliche Klischees verwendet werden.

Die Aussage, der Film wäre eher Hochglanz-mäßig, verleitet mich eher dazu, den anzusehen. Ich mochte Companion, vielleicht eben auch wegen des Hochglanzes.

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Zumal der von mir zugegebenermaßen etwas spitz formulierte Satz auch vollkommen aus dem Zusammenhang gerissen wurde. Aber sowas “triggert” halt manche Leser.

Ich fand halt das die Optik des Films nicht so recht zu diesem ansonsten doch recht “dreckigen” Film passt.

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Ich habe mich in den letzten Tagen mal durch das Werk von Eduardo Casanova gearbeitet. Seinen PIELES hatte ich schon ewig auf meiner Netflix-Watchlist.

LA PIEDAD habe ich auf dem FFF ungefähr fünfmal gesehen – allerdings immer nur die ersten Minuten, dann blieb der Film hängen. Dann wurde die Vorstellung verschoben und der Termin passte für mich leider nicht mehr.

Casanovas Kurzfilme gibt es fast alle im Internet (u. a. hier), auch EAT MY SHIT und YOU‘LL NEVER THROW ME OUT, die jetzt auf den Nights gezeigt werden.

Und sagen wir es mal so: Wer sich für den neuen Wurf Casanovas SILENCIO eine Kinokarte bei den Nights kauft und ein visuell eindrucksvolles Kinoerlebnis mit hohem Weirdnessfaktor erwartet, sollte diese Erwartungen lieber herunterschrauben. Dauerkarteninhaber*innen, die keine Hardcorefans des Regisseurs (oder von Vampiren) sind, empfehle ich eine Schweige- und Essenspause.

PIELES (2017)

LA PIEDAD (2022)

SILENCIO (2025)

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Looking Glass (aka „The Watcher“)

Im sich beständig expandierenden Filmkosmos des Nicolas Cage finden sich so viele kleine Genre-Filme, das es mittlerweile schwierig ist, die Übersicht zu behalten. Ich entdecke noch immer wieder „kleine“ und alte Filme mit Cage, die mir eigentlich immer Spaß machen, auch wenn sie manchmal nicht ganz zu überzeugen wissen.

„Looking Glass“ ist eine dieser Genre-Perlen, bei denen sich manchen Zuschauern die Haare sträuben dürften, der mir aber so richtig Fun bereitete. Solche Filme liefen „früher“ gegen 13 Uhr auf dem häufig verschmähtem „Frühslot“ des Fantasy Filmfest, zu dem ich eigentlich meistens zugegen war und dessen filmische Perlen, mögen sie auch noch so klein gewesen sein, ich nicht missen wollte.

Seit Alfred Hitchcock‘s „Psycho“ wissen wir, das einsame Motels inmitten irgendwelcher Wüsten in den USA nichts Gutes bedeuten. Da macht auch „Looking Glass“ keine Ausnahme. Der Film lässt sich sehr viel Zeit uns auf die Folter zu spannen und ist dabei ein kleines Fest für Freunde des gepflegten Mystery-Thrillers. Genau meine Kragenweite und dabei sowas von gut. „Looking Glass“ macht nicht viel, aber was er macht, macht er perfekt.

Am besten man weiß, so wie ich, vorher einfach gar nichts und lässt sich überraschen. Ein sehr stimmiger, sehr erotischer, nicht immer runder aber dazu umso überraschender kleiner, fieser Thriller. Einer der „besten“ mit Cage, finde ich. Keine Sekunde langweilig, stellenweise erschreckend und mit tollen Darstellern. Es schwebt irgendwie die ganze Zeit so ein Hauch von David Lynch über dem Film. Ich mochte den einfach.Und Kassia Conway.

8/10

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