R.I.P.

Bye bye, Frau Blücher!:horse::horse:

Cloris Leachman (1926-2021)

HANS SCHIFFERLE (1957-2021)

Früher gab’s Filmkritiker, die brannten für das Kino. Einige wenige kannten keinerlei Dünkel, verzogen sich in jedes Kellerverlies (wie etwa das Münchner Werkstattkino), um Filme jedweden sei es noch so abseitigen Genres zu sehen und berichteten dann erstaunt oder entflammt oder enthemmt dem oft minderjährigen Leser, dem diese Möglichkeit noch verbaut war, dem aber auf diese Weise einige der schönsten Sätze zu Augen kamen, die je über oder im Zusammenhang mit Kino geschrieben wurden. Diese Welt galt es zu entdecken!

Meine eigene Heilige Dreifaltigkeit dieser Heroen bestand aus Michael Althen, Georg Seeßlen und Hans Schifferle, später stieß Fritz Göttler hinzu. Althen verstarb viel zu früh, und jetzt hat’s auch den wildesten, romantischsten und originellsten von allen erwischt, ohne den sicher nicht nur ich all die obskuren Genre-Perlen, die verschollenen Horrorklassiker, die zensierten Tabubrecher nie entdeckt hätte.

Heutzutage gibt es viele Filmkritiker, die brennen für gar nichts. Aber sie machen dir mit zwei Sätzen klar, dass sie vermeintlich schlauer sind als alle anderen zusammen.

Die sollten mal Hans Schifferle lesen.
„(…) Momente des Somnambulismus kennzeichnen DIE MUMIE. Von einer fremdartigen Würde ist Karloffs Imhotep, der Drifter durch die Jahrhunderte, Monster und Manipulator, Kind und Greis. Von traumhafter Schönheit ist Zita Johann als Helen, die zu zerfließen droht zwischen den Zeiten. Eine Schlüsselszene spielt in einem Atrium vor einem Bassin (…) Wie ein Teich des Unterbewussten wirkt dieses Bassin oder wie ein poetisches Kino des Okkulten.
Die Surrealisten träumten einst von einem Kino auf dem Grund eines Sees.“

                                               Hans Schifferle in der Heyne-Filmbibliothek:
                                               DIE HUNDERT BESTEN HORRORFILME über Karl Freunds Klassiker

Rest in peace, alter Biker.

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Noch ein Großer ist gegangen. Sonny Chiba ist tot.

Kill Bill Hattori Hanzo Scene - YouTube

Jean Paul Belmondo

Einer der ganz Großen des französischen Kinos.

Der 46 Jahre alt gewordene Regisseur Shin Jung-won ist heute verstorben, scheinbar an einer akuten Sepsis. Keiner seiner Filme lief auf dem Fantasy Filmfest, aber sein in Deutschland vermutlich bekanntester war Keiler - Der Menschenfresser (Chaw).

Passt vielleicht nicht ganz, möchte sie aber trotzdem erwähnen

Betty White
RIP Golden Girl

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Passt trotzdem: Sie spielte auch in einem meiner Lieblingstierhorrorfilme mit: Lake Placid. :wink:

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Und wieder hat es einen der ganz Großen erwischt: Sidney Poitier.

In der Musikszene hat’s ja auch einige dahingerafft in jüngster Zeit.

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Nicht zu vergessen Peter Bogdanovich.

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Wahrlich.
IN THE HEAT OF THE NIGHT war eines meiner ersten ganz großen Leinwand-Erlebnisse. Und die seltsame und vielsagende Entscheidung, Rod Steiger für seine (durchaus famose) Leistung einen Oscar zu verleihen und Poitier für die Sensations-Performance nicht, hat mir damals schon einiges klargemacht…

…dessen kurzes neuzeitliches Comeback von ich glaube 2014, BROADWAY THERAPY, ich übrigens allen nochmal ans Herz legen möchte, die auf Screwball stehen. Das Werk hat damals kein großes Aufsehen erregt, zu Unrecht, wie ich finde - Komödien mit perfektem Timing sind so selten. Vielleicht hat man von Bogdanovich immer den großen Über-Klassiker erwartet…

Das Jahr geht ja schon wieder traurig los. Und die Originale sterben allmählich aus.

Achternbusch und Jean-Jaques Beineix sind tot. Für mich als Münchner und geplagter Bayer erinnere ich nochmal an Herberts besten Spruch: „Diese Gegend hat mich kaputtgemacht, und ich bleibe solange hier, bis man ihr das anmerkt.“

Und BETTY BLUE verdanke ich nicht nur die Entdeckung des tollen Autors der Romanvorlage, Philippe Djian, sondern auch, nunja: Beatrice Dalle… in ihrer schönsten Rolle.

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Oh no - Meat Loaf ist endgültig von der Bühne abgetreten :disappointed:

Habe gerade erst einen alten Film mit ihm angeschaut (The Mighty). :cry:

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»Meinetwegen dürfte es gern ein paar billige Multiplexe weniger geben, wenn die verbleibenden Kinos dafür spektakuläre Filmtheater wären.«

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William Hurt ist im Alter von nur 71 Jahren verstorben. :cry:

William Hurt: Der Wunderknabe, um den es plötzlich Nacht wurde - DER SPIEGEL

VANGELIS (1943-2022)

Manchmal ist mir bei ihm zu viel Pathos. Aber der unsterbliche Score zum Original-BLADE RUNNER gehört zum schönsten und kongenialsten, was je von einer Leinwand erklang.

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Ray Liotta
18.12.1954 bis 26.05.2022 mit 67.

War auch schon auf dem FFF vertreten, mit Narc und Identity, z. B. Sehr schade. Hab ihn gern gesehen.

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