Ja, ich meine ja auch eher das Gejohle, was z.B. bei Eden Lake wirklich absolut deplatziert war und bei Just another Lovestory ebenso. Und natürlich ist es auch eine subjektive Wahrnehmung, dass ich es bei LTROI in Berlin als so störend empfunden habe, aber es hat nunmal auch die Assoziation geweckt, als ob Nelson von den Simpsons mit seinem charakteristischen HaHa! im Saal gewesen ist. Und ob da nun zwei, drei oder 10 Leute lachen ist für den Störeffekt ja auch eher unerheblich. Es ist total deplatziert und lenkt vom Film ab, schädigt die Atmosphäre und macht mich sauer, weil es auch respektlos gegenüber dem Film ist.
Natürlich möchte ich mir auch nicht anmaßen, die emotionalen Ausbrüche einzelner Zuschauer steuern zu können, aber neben den sich aufdrängenden soziologischen und psychologischen Aspekten sollte man auch immer berücksichtigen, dass man nicht allein im Kino ist, auch wenn man der Master of Horror ist und deshalb alle an seinen Insiderkenntnissen teilhaben lassen muss oder gezielt Splatterszenen belachen muss, weil, hey, das ist doch nur ein Film. Ich für meinen Teil will jedenfalls in die Atmosphäre eintauchen und mich von einem Film wegtragen lassen und je gelungener der Film ist, desto ärgerlicher sind diese in der Realität verhafteten Kommentare, Zwischenlacher und Fresssäcke.
Aber wie auch jedes Jahr, so kann man sich auch dieses Jahr wieder ein paar einfache Verhaltensregeln erarbeiten, für die man allerdings erst einige Festivaltage recherchieren musste. Die erste und wichtigste Regel:
Setz dich möglichst weit weg von allen, die auch den sechsten Tag in Folge das Autobahn-Shirt tragen 
es hat gewirkt, kann mich erinnern dass die Köpfe so trichterförmig auseinandergegangen sind YEAH. 