Wenn der in Cannes läuft, könnte er eigentlich auch bei uns laufen.
Scheint wieder kurz und knackig zu werden.
„Die Komödie „Le Deuxième Acte“ des Vielfilmers und Spezialisten für schrägen Humor Quentin Dupieux eröffnet die 77. Ausgabe des Festival de Cannes. Léa Seydoux, Vincent Lindon, Louis Garrel und Raphaël Quenard, die Rollen übernommen haben, werden mit dem Regisseur, Drehbuchautor und Musiker die Weltpremiere am 14. Mai vorstellen…“
Trailer für drei up and coming horror movies, welche allesamt, soviel ist mal sicher, garantiert nicht den Preis für verblüffend-begeisternde Originalität und frische neue Genre-Ideen gewinnen werden… aber hey, manchmal ist gut gemachte und unterhaltsam inszenierte Genreware von der Stange ja auch schon was wert. Muss ja nicht immer gleich the next big thing sein.
Hmmm… recht generische Bilder im Trailer, aber dennoch… Eine Virtual Reality-Online Gaming-Variante von „Videodrome“meets„Resident Evil“ ? In einigen youtube-Kommentaren wurde das auch mit „Brainscan“ verglichen, keine Ahnung, hab’ den nie gesehen…
Der hier sieht vom Grundkonzept her auch nicht allzu innovativ aus… dafür aber ganz netter „Gothic Horror“-Einschlag, und ein bisschen gore und Gedärm… ja mei, gibt Schlimmeres.
LÖLsen - und was ham’ wir hier? Lasst mich raten - „The Descent“ mit Minen-Arbeitern…
Edit-To-Add: Da sieht mir das hier schon interessanter aus, allein schon des Settings wegen. Prequel zu einem Film, der mir zwar mal gar nichts sagt, aber sei’s drum - looks good enough for me. Außerdem ist die Idee mit Tanzen als Fluch / Besessenheit mal 'n ganz cooler spin, IMHO :
Ob die Welt wirklich auf eine serial killer hunt mit Mel Gibson und 50 Cent gewartet hat? I dunno.
Ach naja, bloss so ein paar zufällige youtube-Funde - weiß auch nicht, der doofe Algorithmus weigert sich immer noch beharrlich, endlich mal den Trailer für die neun Filme umfassende, 300 Millionen Dollar pro Streifen teure „Elric Of Melnibone“-Mega-Sword-And-Sorcery-Blockbuster-Reihe rauszurücken, oder mit dem Teaser für Guillermo Del Toros nun doch bewilligte, und dann auch etwas werkgetreuere „At The Mountains Of Madness“-Adaption rumzukommen… ich kann auch nicht genau sagen, wieso. Stattdessen aber immer nur so halbgarer 08/15-Popcorn-Horror-Quatsch. Vielleicht kennt mich die google-A.I. inzwischen ja doch besser, als ich mich selbst? Sollte mir das eventuell zu denken geben, was mir da an obskuren Video-suggestions so anempfohlen wird? Ich glaub’, ich muss mich nun doch meinen niederen Gelüsten und Durchschnitts-Kinogänger:Innen-Instinkten ergeben… wenn Ihr mich demnächst im Megaplex um die Ecke antrefft, dann seid doch so nett, und beschwert Euch nicht alle fünf Minuten über mein penetrantes 1,5-Liter-Cola-Geschlürfe und das andauernde Popcorn-Geknurpsel… ich hab’s doch nun wirklich versucht, mit der Cineast:Innen-Karriere - allein, es bedurfte nur des youtube-Algorithmus, um mich auf die Dunkle Seite der Kinoleinwand zu ziehen… von irgendwoher hörte ich Michael Bay rufen: „Ich bin Dein Vater! Schliess’ Dich mir an, und gemeinsam können wir das Cinemaversum beherrschen!“ Und schon war’s um mich geschehen…
W H A T ??? Den Romanzyklus hab ich vor 40 Jahren verschlungen. Hoffentlich haben sie den nicht versaut. Wie endgeil. Und BTW : Was ist jetzt eigentlich mit der seit Jahrzehnten angekündigten Verfilmung von Roger Zelaznys „Die Prinzen von Amber“ (Nine Princes in Amber) ???
Ähem… Dir ist schon klar, dass das Alles nicht so ganz ernstgemeint ist und mehr mit einem Augenzwinkern gelesen werden sollte… ? Im Klartext: Meines Wissens nach ist - leider leider leider - keine Verfilmung der Abenteuer des rotäugigen, blasshäutigen Albino-Prinzen mit dem nach Seelen dürstenden, mattschwarz schimmernden verfluchten Runenschwert geplant… Ist tatsächlich Alles nur eine Ausgeburt meiner wie üblich schwer überbordenden Fantasie. Und war ja auch als tongue-in-cheek-Antwort auf die von @Herr_Kees in seinem post gestellte Frage, wo ich denn diese schräg-schraddeligen Trailer zu den allerbestenfalls mediokren Horror-Filmen herhabe, die ich weiter oben gepostet hatte, gedacht. Ich denke mal, er hat das auch schon so verstanden gehabt, dass derlei Verfilmungen weder existieren, noch ernsthaft angedacht sind. Zumal ich ja sowohl bei Umfang der „Filmreihe“ (9 Filme) als auch beim Budget pro Film (300 Millionen $) absichtlich derart übertrieben habe, dass man das Alles eigentlich kaum wirklich ernstnehmen kann. Insofern: -zig1000mal „Sorry!“, falls ich da irgendwelche falschen Hoffnungen bei Dir geweckt haben sollte. Aber ja, an der Zeit wär’s natürlich mal. Bloss, wie schon von mir geschrieben, da würden wohl 200 Millionen Dollar pro Film gerade mal so halbwegs ausreichen, wenn man Michael Moorcocks psychedelisch-durchgeknallt-halluzinogene Ultrabrutalo-Traumwelten wirklich annähernd werkgetreu auf die grosse Leinwand würde bringen wollen.
…und ja, ich hab’ die Bücher als Teenie selbstschreibend auch rauf- und runtergelesen. Immer noch meine mit Abstand liebste Fantasy-Romanreihe.
Auch wenn das jetzt ein klitzekleines bisschen off topic wird: Wo wir eh’ schon gerade dabei sind: Gibt übrigens seit letztem September eine todschicke Gesamtausgabe als Neu-Übersetzung… Ist aber leider auch nicht so ganz billig (Kostenpunkt 68 Euronen). Ich hab’ sie mir aber dennoch mal gegönnt, und bis jetzt auch nicht bereut. Und als praktische Zweitverwendung lässt sie sich ja sonst auch immer noch ganz prima dazu hernehmen, um damit Schinken weichzuklopfen, Fensterscheiben einzuschmeissen, oder Leute totzuprügeln, die Einem dumm kommen.
Michael Moorcock und sein „Elric“ Zyklus sind für „Sword & Sorcery“ Fans in etwa das Äquivalent zu George R.R. Martins „Song Of Ice And Fire“, den Filmfreunden auch unter „Game of Thrones“ bekannt. Elric ist ähnlich düster und brutal, geht aber teilweise mehr in psychedelische Fantasy über, weshalb sich vor ca 40 Jahren auch die Psychedelic-Rockband „Hawkwind“ des Stoffes angenommen und die Bücher ziemlich cool auf dem Album „Chronicle of the Black Sword“ vertont hat. Noch besser ist das Livealbum „Live Chronicles“ das noch einige ältere Stücke einbaut, die thematisch zur Romanvorlage passen. Michael Moorcock stand seinerzeit mit denen auf der Bühne und zitierte auf den Konzerten aus seinen Büchern! Passagen davon sind auf den Alben zu hören.
Das interessante an „Elric“ ist, das sein Protagonist eigentlich schwach und sehr verletzlich ist, und sich nur mit Hilfe von bestimmten Drogen aufrecht halten kann. Alles ziemlich abgefahren und noch weniger Massenkompatibel als GoT.
Es gibt übrigens auch sehr gut gemachte COMICS dazu, den ersten Band hab ich, wie auch das „original“ Paperback mit allen Büchern aus ca 1984.
Okay, wenn der Trailer uns auch sonst nicht viel verraten mag, eines ist immerhin schon mal klar: Auch „The Substance“ haut vom Stil, den knalligen Farben und dem pulsierend-treibenden Electro-Soundtrack her in genau dieselbe Kerbe wie einstmals „Revenge“… geil !
Ach ja, 'ne press conference gab’s natürlich auch noch (as always, beware of possible spoilers):
Edit-To-Add: Ui, die ersten reviews überschlagen sich ja beinahe schon vor lauter Lobeshymnen und Begeisterung: „Bislang bester Film im Wettbewerb“; „Roger Corman would have loved it“, „no one who sees Fargeat’s film will forget it“, „magnificently tasteless“ sind nur einige Beispiele von vielen angetanen Stimmen. Manche trauen Fargeat sogar den Gewinn der palme d’or zu, bzw. wünschen es ihr. Wehe Euch, Rosebud, wenn ihr den nicht im September zum main event bringt!
P.S.: Weil sie ja in der Presse-Konferenz leider nicht mit von der Partie ist, hier extra nochmal für @Herr_Kees ein film still von Frau Qualley :
Und noch der schön anzuhörende und wirklich lohnenswerte „Framing Cannes“-Podcast von critic.de (Extrem-Spoiler-verseuchter talk zu „The Substance“ von Minute 00:57 bis 00:17:59):
Nach all der ansteckend-verzückten Jubelperser-Lobhudelei hab’ ich jetzt grad’ sowas von voll Bock auf „The Substance“… scheint ja wirklich gar niemand den Streifen nicht abzufeiern.
Nagut, einen allerletzten hab’ ich noch (courtesy of„Variety“), und der muss auch unbedingt noch sein, weil einfach viel zu gut: „Coralie Fargeat works with the flair of a grindhouse Kubrick“