Ach naja, der cast ist da jetzt gar nicht so das Problem - den würde ich zu grossen Teilen wohl sogar ziemlich abfeiern. Matt Damon ist (at least in my book) jetzt zwar nicht der Welt bester Schauspieler, soll seine Sache aber, den ersten reviews zufolge (und ich hab’ seit gestern 'ne ganze Menge davon gelesen und geschaut) mehr als gut machen, und trägt er dem Vernehmen nach den Film über weite Strecken fast alleine auf seinen Schultern (obwohl er ja gar nicht Atlas, sondern eben ollen Odysseus spielt). Ich war und bin nun auch nicht gerade der Welt allergrösster Anne Hathaway-Fan, aber allerspätestens seit ihrer grossartigen darstellerischen Leistung in „Mother Mary“ ist das gerade ein wenig in Änderung begriffen, and is she starting to grow on me. Charlize Theron, Robert Pattinson, Lupita Nyong’o, Samantha Morton, Mia Goth, Benny Safdie, John Leguizamo, Jon Bernthal, James Remar - Allesamt gute, bis sehr gute Schauspieler:Innen, die sicherlich das Beste aus ihren jeweiligen Rollen herauszuholen verstehen (bei Tom Holland und Zendaya bin ich mir da - vor Allem auch nach eingehendem review-Studium - nicht ganz so sicher). An Hathaways Rolle in „Interstellar“ kann ich mich tatsächlich kaum noch erinnern, aber ist ja nun schon auch gute zwölf Jahre her, dass ich den Streifen gesehen habe (und ausserdem versuche ich den, so es eben geht, zu verdrängen). Elliot Page fand ich super in „Super“, „Juno“, und „Hard Candy“, seine Rolle in „Inception“ war allerdings auch schon eher undankbar. Hier hat er wohl nur ein, zwei kurze Auftritte, welche aber wohl nicht ganz unwichtige Schlüssel-Szenen sein sollen. Und, wo ich eh schon mal dabei bin: Die ganze Kritik, welche der Film im Vorfeld erfahren musste, von wegen: „Wieso denn die (angeblich ach so) elaborierte altertümliche Sprache an die Jetzt-Zeit anpassen?“, und diese ganzen rassistischen und transphoben Anwürfe, gewisse Besetzungs-Details betreffend, sind einfach nur zum Haareraufen lächerlich. Dass beispielsweise bemäkelt wird, dass es ja wohl total unpassend sei, dass nun eine Schwarze (!!!) die Helena von Troja (die damals ja angeblich „schönste Frau der Welt“) spielt, ist vollkommen absurd, und dürfte zudem allemal realistischer sein, als (wie in Wolfgang Petersens „Troja“) diesen part an eine blonde, blauäuige Deutsche mit markanten nordischen Gesichtszügen zu vergeben. Ebenso bescheuert ist die Behauptung, ein eher schmächtig-kleingewachsener (Trans-)Mann wie Page könne ob seiner mickrigen Statur keinen griechischen Soldaten mimen. Vor Allem, wenn mensch sich mal überlegt, dass (zumindest nach meinem Kenntnisstand) die Menschen der Antike im Mittel wohl längst nicht so hochgewachsen waren wie heutzutage. Einfach nur beschissener rechtskonservativer backlash.
Der Stoff würde mich zudem durchaus interessieren… die Ilias, und Odyssee waren so ziemlich die ersten antiken Sagen, welche ich als Kind in mannigfaltigen medialen Ausprägungen, sei es nun als Hörspiel-LP von „Europa“, als grelles Comic von Marvel, oder auch als nacherzählender Jugendbuch-Roman, kennen, und lieben lernen durfte. Nein, mein Problem ist tatsächlich vor Allem der Herr Regisseur… Ich kann halt einfach mal so gar nicht auf diesen aufgeblasen-bedeutungsschweren, unterkühlt-technokratischen, emotionslos-umständlichst um fünf Ecken gedachten Stil vom eitel-selbstverliebten Märchenonkel Christopher. Aber nun gut, wer "hier in den Foren " einigermaßen aufmerksam mitliest, sollte das im Laufe der Jahre vermutlich auch irgendwann schonmal mitgekriegt haben. Und wenn die seit dem Sonntag vergangener Woche erlittenen gesundheitlichen Einschränkungen mich nicht immer noch ein wenig groggy sein liessen, und auch mein Allgemeinzustand schon wieder ein bedeutend besserer wäre, dann hätte ich mich spätestens heute abend wohl auch schon daran gemacht, diesbezüglich noch einen längeren Beitrag in die Tasten zu kloppen. Weil: Im Grunde genommen will das eigentlich gar nicht bei jeder passenden, und auch unpassenden Gelegenheit wieder und wieder aufs Neue raushängen lassen (Tue es dann aber doch immer wieder, ich weiss…). Und habe halt dementsprechend einfach das Gefühl, es wäre allmählich wohl besser, ich würde mir meine Probleme mit Mr. Nolan, seinem Erzähl-Stil und inszenatorischem Duktus ein für allemal von der Seele schreiben. ‚Cause it’s been bugging me for such a fuckin‘ long time now. Ich muss das jetzt einfach mal loswerden, in der vagen Hoffnung, dass danach dann endlich mal gut ist.
P.S.: In Sachen „langhaarige Asiaten“: Will Yun Lee reicht Dir dann wohl nicht? Der ist immerhin sogar Koreaner… ![]()