Aktuelle Genrefilme

Fixed that 4 U… :wink: :+1:

Nein, aber mal im Ernst: Tu’ das unbedingt… der lohnt sich wirklich, und solltest Du den nicht verpassen! Irrer Film, ganz bitterböser Trip, bei dem Einer:Einem das Lachen beständig im Halse steckenbleibt, und mensch nach dem Abspann noch ganz schön dran zu schlucken hat. Falls Du dabei wirklich noch Entscheidungshilfe brauchen solltest: Mein übliches schwafelig-bleiwüstiges Endlos-review findest Du sonst hier (<— Link / Klick’ mich!), und die kompakt-kompetente Version von @Herr_Kees lässt sich hier (<— Link / Klick’ mich!) nachlesen.

Zu „Backrooms“ kann ich jetzt nichts sagen, seh’ den ja selbst erst übermorgen abend. Heute erstmal „The Furious“. Und am Wochenende hätte ich nur allzu gerne noch „Gorgonà“ von Evi Kalogiropoulou, eine queer-feministische cross over-Variation von „Mad Max“ meets „Love Lies Bleeding“, mit opulent-absonderlichen Bildern in absurd-abgedrehten Anarcho-Glossy-Pussy-Punk-Look geschaut… der läuft hier in HH aber leider nur im kleinen Saal des „Studio“-Kinos, und da kann ich mich bei aller Kino- und Film-Liebe, nein, gerade wegen meiner GROSSEN Kino- und Film-Liebe, bislang noch nicht zu durchringen. Jedenfalls dickedolle Seh-Empfehlung an Alle, die den bei sich vor Ort im Kino gucken können. Wundert mich eh, dass der hier noch gar nicht genannt wurde, und hatte das auch längst schon mal selbst tun wollen.

Und, das wollte ich auch schon seit einiger Zeit erwähnt haben: Für mich bislang ein Spitzen-Kinojahr! Wenn sogar solche Filme wie „Obsession“ keine Chance mehr haben, auch nur im Asantz in (m)einer Jahres-Highlight-Liste zu landen, die mit „The Chronology Of Water“, „Pillion“, „Gelbe Briefe“, „Nightborn“, „The Turkish Coffee Table“, Project Hail Mary", „28 Years Later: The Bone Temple“, „Mother Mary“ und „Rose“ (zu letzteren beiden hab’ ich ja auch noch gar nichts geschrieben, müsste ich eigentlich auch dringendst mal nachholen) jetzt schon so überfüllt ist, dass ich da auf jeden Fall einige Kandidat:innen wieder rausstreichen / runterschmeissen muss (Momentan steht „Project Hail Mary“ wohl recht sicher schon als potentieller Abschuss-Kandidat fest. Ducournaus „Alpha“ hab’ ich ja im letzten Jahr schon gesehen, auch 2026 zwar nochmal, wäre dennoch ein 2025er-Film für mich)… Wahnsinn !!! Und das Kinojahr ist noch nicht mal halb rum, und die (vermuteten) Cannes-Highlights (wollte, und sollte ich auch noch mal etwas ausführlicher featured-en… Seufz! So much to do, so effin’ little time (SOML)), und einige andere sehnlichst ersehnte Streifen stehen ja auch noch aus…

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Hm, GORGONÀ scheint hier auch zu laufen, aber nur 1x im OmU, und das - wie THE FURIOUS auch - erst spätabends… Trailer sieht mir aber eher ähm nun ja, nach High Gloss Camp Thrash aus… eher so gewollt, als gekonnt. Also mehr so wie die italienischen Kiesgruben-Endzeitfilme der 80er, die ja auch einen auf MAD MAX und dicke Hose machten…hier halt - was wohl dem Zeitgeist geschuldet ist - mit den mittlerweile obligatorischen fighting & bitching lesbian femmes!
Hab irgendwie das Gefühlt, dass der a bissl zu spät kommt…meine Tasse Tee dürfte das eher nicht sein :slight_smile: Und die mit 188 Stimmen zwar nicht allzu aussagekräftige IMDb-Note dümpelt auch nur bei schlappen 4,6 rum. Nun ja…

@GrouchoMarx Truly Naked hat es bei mir nur bis zur ersten Base geschafft. Kratzt ein wenig an der thematischen Oberfläche und hat zwei sympathische Hauptdarsteller, aber taucht nicht wirklich ins Thema ab. Ein ganz typischer Vertreter von “kann man gucken, muss man aber nicht”.

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Fun Fact: Ich habe diese Woche HOPPERS und COLD STORAGE gesehen und die hatten beide besser animierte Hirsche als DISCLOSURE DAY.

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Bitte nicht falsch verstehen, aber die Frage muss sein: Du guckst wirklich (fast) alles, oder?
Ist das beruflich bedingt? Schreibst du für ne Tageszeitung oder ein Magazin?
Da sind ja Sachen dabei, die man sich nicht mal freiwillig bzw. umsonst antun möchte :slight_smile:
Zudem isses ja auch eine Geld- und Zeitfrage… just wondering!

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Danke für die Frage (Politikerräuspern). Ich schaue in der Tat nicht alles (da verwechselst Du mich glaube ich mit Kollege @Leimbacher-Mario), aber alles, was mich interessiert und das hat eine Bandbreite von, um mal aktuell angesprochene Beispiele zu nehmen, REALM OF THE SENSES bis HOPPERS (den ich mit meiner Frau geschaut habe und ganz süß fand). Ich gehe rund 1x die Woche ins Kino, habe mehrere Streamingkanäle abonniert und schaue im Schnitt 5 Filme pro Woche zu Hause. Da ich sonst keine kostspieligen Hobbies habe, lässt sich das mit dem mir zur Verfügung stehenden Budget und meiner Freizeit gut vereinbaren. Wobei die wahren Zeitfresser eigentlich die Games und Serien sind, über die ich mich hier kaum auslasse :laughing:. Noch Fragen?

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Ok, passt…fast! Was gabs heute zu Mittag? :slight_smile: Nee, alles ok… hab halt gesehen, dass du wirklich nahezu jeden neuen Film der letzten Wochen gesehen und rezensiert hast…

Dann bist du auch mehr Konsument als äh Sammler?! Kino & Streaming vs. physische Medien.

Bei mir Kino - und das halt immer weniger bzw. ausgewählter - und Blu Rays.
Plus natürlich Musik, mit Games wiederum hab ich bspweise gar nix am Hut.

To each his own…

Kartoffel-Linsen-Curry :wink:.

Konsument würde ich nicht sagen, eher Fan. Und Sammler, weiß ich nicht, ich habe rund 2.000 DVDs und Blurays in meiner „Videothek“. Aber ich kaufe nur Filme, die ich auch gut finde und wenn Du meine Bewertungen verfolgst, kannst Du Dir denken, dass ich trotz allem wählerisch bin.

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Schade, dass der Film bereits in 3 Wochen anläuft, auf dem FFF hätten wir vielleicht gleich den „Director‘s Cut“ gesehen.

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Well, that’s completely up to you, of course! Ich selbst habe zum Einen weder mit high glossy und super campy Kitsch-Filmen grossartige Probleme (im Gegenteil mag ich sowas (nicht nur) ab und an auch mal ganz gerne sehen), noch sehe ich die billig produzierten und in Windeseile runtergekurbelten Ultra-Low Budget-Filme italo-iberischer Herkunft aus den 1980ern nun als „minderwertig“, oder „mehr gewollt, als gekonnt an“… Naja, manche davon schon, aber auch das ist IMHO tatsächlich part of their very own distinct charme. Für mich ist Trash-Kino auch gar keine despektierliche Vokabel, oder herabwürdigende Beschreibung. In meiner Wahrnehmung zeugt jedenfalls jeder Ed Wood-Film von mehr Enthusiasmus fürs Filmemachen, als irgendein sich ach so abgeklärt-pseudocool gebender Quentin Tarantino-Streifen, und versprühen ein „Starcrash“ oder „Hercules“ von Luigi Cozzi in jeder einzelnen Szene weitaus mehr Kino-Magie, als die arg gefühlsverklärten, steril-leblos überproduzierten „Der Herr der Ringe“-Filme eines Peter Jackson. Wobei mir aber auch klar ist, dass Du in Deinem obigen Kommentar wohl eher andere Filme meintest. Aber auch hier: Sind mir die allemal lieber (vielleicht auch, weil ich als Videotheken-Kind der 80er quasi damit „aufgewachsen“ bin), als ein pathosgeschwängerter, bedeutungshuberischer Christopher Nolan-Langweiler, oder ein platt-peinlich provozierender Gaspar Noé-Möchtegern-Skandalstreifen (nagut, manche Noé-Filme mag ich ja sogar auch… das sind in meinem Falle aber eher Ausnahmen, welche die Regel bestätigen).

Was nun die angeblich „dem Zeitgeist“ geschuldete lesbian love story anbelangt: Ich finde diese (zudem zumeist ja auch ohne jegliche faktische Unterfütterung aus dem luftleeren Raum gegriffene) Behauptung, die mir beinahe schon wie ein Pseudo-Argument deucht, sowohl bei Dir, als auch bei @Alexander , mittlerweile doch arg ermüdend… Ja, das mag in Einzelfällen vielleicht sogar zutreffen, andererseits kann es ja aber vielleicht auch einfach nur sein, dass es für viele Regisseur:Innen inzwischen auch einfach bedeutend leichter ist, derlei Stoffe finanziert zu bekommen, und verwirklichen zu können. Von daher: Ob das nun „Love Lies Bleeding“ sein mag, „Mother Mary“, oder eben auch „Gorgonà“: Ich würde jeder:jedem Regisseur:In zuerst einmal unterstellen, dass ihre:seine Themen durchaus ernst gemeint sind, und eben auch mit einer solchen Ernsthaftigkeit verfolgt, und umgesetzt werden… Zumindest solange, bis mir jemand das Gegenteil beweisen kann, oder ich durch eigene In-Augenschein-Nahme, oder Recherche, selbst zu einer solchen Schlussfolgerung komme. Bis dahin nehme ich jeglichen diesbezüglichen comment (zumal ohne von Euch vorgenommene eigene Sichtung), möge er nun von Dir, @Alexander , oder sonstwem kommen, als das, was er de facto auch ist: Als Vor-Urteil. Und nichts Anderes. Nähere Infos zum Standpunkt der Regisseurin Evi Kalogiropoulou (spoiler: die selbst LesBi-queer ist, und also die betreffenden Aspekte in „Gorgonà“ ganz sicher eben gerade nicht irgendeinem „Zeitgeist“ geschuldet, sondern wohl eher persönlich motiviert sind) in der Sache lassen sich bei Interesse auch hier finden (ab etwa Minute 10:00):

Auf imdb-Bewertungs-Skalen und Punkte-Vergaben gab und gebe ich nach wie vor absolut gar nichts. Eben, weil das über die Qualität eines Films an sich überhaupt rein gar nichts aussagt. Sondern nur darüber, wie eine Menge von X Personen diesen Film in einer hierarchischen Ordnung einsortieren, und gegenüber anderen Filmen gewichten würde. Bzw., wie Person XYZ diesen Film selbst in eine Reihenfolge eingruppieren würde. Über die individuell-subjektiven Gründe, warum sie aber ebendas so tut, und welche Aspekte sie an dem Film mag, oder nicht, darüber gibt mir eine blosse Ziffer ja gar keine Information. Für mich reine Zeitverschwendung. Ich les’ da lieber ein möglichst aussagekräftiges, differenziertes review, da hab ich für meinen Teil weitaus mehr davon, als mich nun noch ewig lange an irgendwelchen Zahlen aufzuhängen.

Nun gut, soviel dazu. Vorgestern abend dann, wie schon erwähnt, das Hamburger screening von „The Furious“. Das ausnehmend gut besucht, wenn auch nicht komplett ausverkauft war. Ge-spotted und kurz geschnackt hab’ ich unter Anderem (mit) f3a-net-master mind und Foren-overlord @todi , Hagen, sowie diversen vom „Savoy Filmclub“ und dem FFF bekannten Gesichtern und Personen. Daniel Schröckert und André Hecker von „Kino+“ waren auch vor Ort, und moderierten das gut halb- bis dreiviertel-stündige Vorprogramm (hab’ beide aber nur kurz genervt / vollgetextet, den Einen (Schröck) eher wegen organisatorischer Fragen, und ganz kurz - weil er da gerade mit jemand Anderem am Drüber-Reden war, als ich hinzu kam - zu „Project Hail Mary“, den Anderen (André Hecker) nur gefragt, ob er denn Jane Campions „The Piano“ nun endlich mal nachgeholt habe (weshalb ich ihn einige Zeit zuvor leicht gerügt, und gebeten hatte, er möge den doch mal anschauen) was er - wie erwartet - verneinte). Wobei ebendieses Vor-Programm im Grunde genommen nur aus lauter mehr oder minder schweren Quiz-Fragen zum Thema „Martial Arts“-Filme bestand. Deren IMHO beste Frage lautete, wie lang denn wohl die längste Kampf-Szene der Filmgeschichte dauern würde (Antwort: Ganze 77 Minuten, im 91 Minuten langen Film „Crazy Samurai Musashi“ von Shimomura Yūji aus dem Jahre 2020). Zu gewinnen gab es allerdings bloss so leidlich schicke T-Shirts zum Film. Je nun. Manch Einer und Einem mag das Alles viel zu laaaaaaaange gedauert haben, alldieweil sich dadurch der Filmbeginn doch merklich verzögerte, aber wenigstens gab’s somit auch keine nervige Werbung / Trailer-Show. Mir persönlich war’s nachher aber egal, weil mein Zug in die böse Aussenwelt eh erst gegen 22:55 Uhr fuhr, der Film dann gegen 22:40 Uhr zu Ende war, und das also summa summarum so ganz gut für mich gepasst hat.

„The Furious“ selbst war dann ein krass geiles Brett an perfekt durch-choreographierten, stylish-schnieken, brachial-knallharten Kampf-Sequenzen für die Martial Arts-Film-Ewigkeit. Unfassbar, wie irre kongenial das Leinwand-Geschehen inszeniert war, und wie grandios-grossartig die Kombatant:Innen da allesamt durch die Gegend gefuchtelt haben! Jetzt schon einer der ganz GROSSEN „Martial Arts“-movie-Klassiker dieses Film-Jahrhunderts, und spielt der definitiv in (s)einer eigenen Liga! Muss mensch wirklich und wahrhaftig mit eigenen Augen gesehen haben, um es überhaupt glauben zu können. Wobei das Hamburger Publikum bei dieser Vorführung unerklärlicher Weise stinkefaul war… es gab, IIRC (@todi mag mich da gerne korrigieren, wenn ich falsch liege), nur ganze zweimal Szenen-Applaus (einen davon musste ich selbst initiieren). Hat mir selbst, obwohl ich gar nicht so sehr Fuchtelfilm-Fan bin, einen Heid:Innen-Spass gemacht! Story natürlich vollkommen hanebüchener Kappes, und total Banane, aber ganz ehrlich: Wer sich einen Martial Arts-Streifen der Geschichte wegen anguckt, hat eh die Kontrolle über das eigene cineastische Leben verloren, oder hatte sie erst nie…

Ausführliches review folgt, vielleicht gleich noch, ich leg’ nur erstmal 'ne kurze Tipp-Pause ein.

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Bee With Your Friends

„The Furious“
(Tanigaki Kenji / 2025 / Kino (DCP) / OmdU / Erstsichtung)

Gute zwei Monate, nachdem uns der Trailer auf den FantasyFilmFestNights zum ersten Mal vor Augen geführt wurde, durfte ich dann vorgestern abend nun auch endlich den im Vorfeld zum allerneuesten heissen Scheiss in Sachen „Martial Arts-Kino“ gehyped-ten, und zur nächsten Fuchtelfilm-Sensation hochgejazzten „The Furious“ in Gänze auf der GROSSEN Leinwand sehen… und was ich soll ich hier und jetzt schon noch lang und breit drum herum schreiben - Alle mehr als positiven Vorab-Eindrücke, und im Vorfeld vernehmbaren überschwänglich-begeisterten Stimmen waren absolut zutreffend, und hatten vollkommen Recht! Das Ding ist wirklich der gleissend hell strahlende neue Stern am Kampfsport-Film-Himmel, und bereits jetzt schon einer der zukünftigen Martial-Arts-movie classics nicht nur dieses Jahrzehnts, sondern höchstwahrscheinlich auch des gesamten filmischen Jahrhunderts. So unfassbar perfekt durch-choregraphierte, stylish-slick inszenierte Kampf-Szenen gab es schon lange nicht mehr im Kino zu bewundern. Regisseur Tanigaki war selbst über drei Jahrzehnte lang Action- und Martial Arts-Film-Kampf-Sequenzen-Koordinator, und -Choreograph, und hat hier einen wuchtig-wirkmächtigen Kracher für die Kampfsport-Film-Ewigkeit geschaffen. Ein aus zerschmettert-zerschundenen menschlichen Körpern erbautes Denkmal des zeitgenössischen Fuchtelfilms, das seinesgleichen sucht. Wer es nicht mit eigenen Augen gesehen hat, kann und wird nicht glauben, mit welcher rasant-fulminanten Virtuosität die Menschenmassen-gefüllten fight scenes, mit welcher bis zum Schädelbersten brutal-brachialen Wucht und Schlagkraft jeder einzelne Handkanten- und Hammerschlag, jeder Kukri- und Messerschnitt, jeder knallende Pistolen- und Gewehrschuss hier (wortwörtlich) reinhauen, und einschneidend sich einprägen. Wie krachend-Knochenbrüche verursachend schmerzhaft und blutspritzend-gemütserhitzend all diese Kampf-Ballette hier ins Bild gesetzt werden, wie Hämatom-hervorrufend und ballistisch-aerodynamisch der Schwerelosigkeit gleich hier Körper durch die Luft gleitend, in beengtesten räumlichen Verhältnissen jeden Mini-Quadratzentimeter an Platz ausnutzend sich aufeinander schlagend, umeinander windend, übereinander springend und schwingend aufeinander zu und wieder von einander weg bewegen. Was einstmals für (den IMHO arg unterschätzten) „Resident Evil: Retribution“ galt, ist hier umso zutreffender: Die Position der Figuren im Raum bestimmt ihre Beziehung zueinander, im Kampf erst finden sie ihren ureigensten, ihnen innewohnenden individuellen Ausdruck, und steigert sich der Film mit zunehmender Laufzeit immer mehr und mehr in einen kinetisch-synästhetischen Rausch, dass mensch bald schon nicht mehr weiss, wo ihr:ihm der Kopf steht. „The Furious“ setzt den fortan einzig gültigen Gold-Standard für Kampf-Choregraphien und martial arts movies. Isso. Punkt. Und ja, der Name des Films ist so zutreffend, wie nur irgendwas, und Programm. Die knallharte Gewalttätigkeit der battle scenes steht dabei in krassem Kontrast zu einer von Tanigakis letzten Arbeiten als Stunt-Choreograph: Dem eher episch-epoche-verklärenden, schwermütig-sehnsuchtsvollen Charakter-Drama „Twilight Of The Warriors: Walled In“, das anno 2024 auf dem FFF lief, und mich damals ebenfalls schwer begeistern konnte. Wobei die fights in ebenjenem Film aber eher im Wuxia-Stil inszeniert, und zudem auch etwas arg zu schnell geschnitten waren, sodass es manchmal doch sehr schwer fiel, dem Kampfgeschehen adäquat folgen zu können, weil der Kopf dem Bild auf der Netzhaut gar nicht mehr so schnell hinterher kam. Was in „The Furious“ glücklicher Weise nicht, und in keiner einzigen Sekunde der Fall ist. Wiewohl die battle scenes hier sogar noch um Einiges schneller arrangiert und ausagiert sind. Aber vom Schnitt und Rhythmus her so präzise-genau auf den Punkt sind, dass mensch jederzeit die Übersicht behält, und immer gleichzeitig sowohl mittendrin ist, als aber auch eine übergeordnete Perspektive einnimmt, und beibehält.

Die vielgestaltig-schnelllebigen, wahnwitzig-wirbelnden Hand-, Fuss-, Arm-, Kopf- und Bein-Bewegungs-Kaleidoskope erhalten auch dadurch noch einmal konturhaft-präzise Schärfe und subjektive Tiefe, dass nahezu jede:r henchman / -woman, jeder villain, und jede Figur sein:ihr je eigenes move set an ganz verschiedenen, divergierend-einzigartigen Finishern, attack patterns und combat combos hat, und aufweist. Seien es der bullig-stiernackige Ho, der tödlich genaue, final-lethale Tak, der psychotisch-ruchlose Ober-Motz und Endgegner Paklung, oder auch die gutherzig-rechtschaffene Investigativ-Journalistin Matia. Nur bei den beiden Haupt-Charakteren, dem „mute chinese“, der sich nur per Zeichensprache oder hastig hingekritzelter Zettelchen verständigt, und dem entschlossen-geradlinigen Navin, hatte ich ab und an doch einige Mühe, ihre je eigenen Kampfstile auseinander zu halten (der erstere soll eher Kung Fu anwenden, während Letzterer wohl vornehmlich in Judo geschult ist). Das mag eingefleischten Kampfsport-Film-Enthusiast:Innen aber bedeutend leichter fallen, als mir selbst. Jedenfalls weden auch alle Pro- und Antagonist:Innen von einem superb-diversen Pan-Südost-asiatischen cast prägnant-zutreffend verkörpert. Sowohl der Jet Li- und Chow Yun Fat-erprobte Xie Miao, der bereits aus den „The Raid“-Filmen und den „Mortal Kombat“-Verfilmungen bekannte Joe Taslim, der in „Everything Everywhere All At Once“ aufgetretene Brian Le, der ebenfalls „The Raid“-bewanderte Yayan Ruhian, oder auch die Muay Thai-Kämpferin Yanin Vismitananda. Sie alle duellieren, konkurrieren und massakrieren (mit-)einander, dass es eine wahre Freude, und ein einziger Augenschmaus ist. Und setzen im Kampf alles in den wunderbar verschiedenen und differenzierten locations herumstehende und - liegende Interieur, und / oder Gebrauchs-Gegenstände, Werkzeuge, usw. usf. ein. Mögen das nun Vorschlaghämmer, Euro Pan-Asia-Paletten, Leitern, Fahrräder, oder sonstwas sein. Nichts ist zu schade, und / oder zu unnütz, als dass damit dem:der Gegner:in nicht doch irgendwie noch eine klaffende Platzwunde zugefügt, der Schädel eingeschlagen, oder ein grossflächiger Bluterguss beigebracht werden könnte. Das krachig-hervorragende, knackig-vielsagende Sound Design trägt dabei viel zur Immersion und kantigen Wucht der Leinwand-Action bei. Wobei mir die durchaus en detail dargestellte, derb-brutale Gewalt gelegentlich immer noch nicht brutal genug war, und von mir aus gerne noch ein, zwei Momente länger im Bild hätte gezeigt werden können. In etwa so, wie damals in den ersten beiden Titeln der Neuauflage der First Person Shooter-SciFi-Splatter-Horror-Video-Spiele der „DOOM“-franchise die berüchtigt-überdrehten, überkandidelt-überzogenen Glory Kills. Welche den rasant-fulminaten Spielfluss immer mal wieder für die Dauer von einigen Sekunden unterbrachen, ohne ihn aber zum Stocken,oder gar Erliegen zu bringen. Wobei CGI-Blut halt immer noch reichlich scheisse, und unecht-doof ausschaut. Was sich wohl leider nie so ganz ändern wird. Aber das sind eigentlich nur völlig vernachlässigenswerte Niggeligkeiten am Rande, welche den überragend-kongenialen Gesamt-Eindruck von „The Furious“ nie wirklich schmälern können. Wer auch nur einen Funken Liebe für Fuchtel-Filme inne hat, und anderen Menschen gerne mal dabei zuschaut, wie sei einander mit wirklich Allem, dessen sie nur irgend habhaft werden können, mit Schmackes und Emphase auf der Leinwand verdreschen, die:der muss diesen Film einfach im Kino gesehen haben! Und wird danach lichterloh in Flammen der Begeisterung stehen, und nach Vorstellungs-Ende mit einem breiten Grinsen im Gesicht den Heimweg antreten. Un-fucking-believable! Und doch existent. Der:die Gott:Göttin des mit Liebe und Hingabe zelebrierten Kampfsport-Films meint es in diesem Kinojahr gut mit uns… Denn mehr, und heftiger, werdet Ihr anno 2026 nicht mehr auf die cineastische Fuchtelfilm-Fresse bekommen! Und Ihr werdet jedes einzelne frame, jede rasendschnelle Millisekunde davon abgöttisch lieben. Word. Und jetzt rafft Euch endlich auf, und guckt das gottverdammte Ding!

P.S.: Falls sich jemand allen Ernstes fragen sollte, warum ich hier kein einziges Wort zur Story des Streifens verloren habe: Weil die, wie oft (aber ja durchaus nicht immer) in solchen Filmen, vollkommen hanebüchener Kappes, absurd-abstruser Stuss, und total Banane ist. Was im Falle von „The Furious“ aber mal sowas von absolut egal ist. Ich kann da nur die Worte aus meinem vorigen post wiederholen: Wer sich einen Martial Arts-Streifen der Geschichte wegen anguckt, hat eh die Kontrolle über das eigene cineastische Leben verloren, oder hatte sie erst gar nie. Geht da halt einfach rein, am Besten schon vorgestern noch heute. Und dankt mir später dafür.

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Schön bejubelt! Unterschreibe ich alles. Und da fällt mir ein/auf, dass ich meine eigene Review hierzu ja noch gar nicht geteilt habe.

Fazit: Wer Martial Arts auch nur ein bisschen etwas abgewinnen kann, muss diesen Film sehen. Hier wird das Genre neu durchgemischt – mit Hammer und Handkante.

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Übrigens hat auch THE FURIOUS besser animierte Hirsche als DISCLOSURE DAY. :laughing:

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Selbstschreibend sofort, nachdem Du dessen Vorhandensein auf der ofdb damals hier im thread erwähnt hattest, und auf der Stelle dort nachgelesen, und dann umso mehr Bock auf den Streifen gehabt. Und kann ich jetzt, nach dessen Kino-Genuss (und ein solcher war’s ja auch), ebenfalls Alles blind (nicht mute, schon gar nicht in den Tipp-Fingerchen :wink: ) abzeichnen. :+1:

…und schön auch, dass Du’s dann doch noch selbst gemerkt hast, dass Du Deinem oben gemachten promise, die review-Verlinkung hier betreffend, noch gar nicht nachgekommen warst. Hätte Dich beinahe noch dran erinnert.

Da habe ich nicht drauf geachtet, war viel zu sehr im Film drin. :smiley: Aber ich habe sehr wohl einige freudige Jauchzer der Person neben mir wahrgenommen.

Man sollte das Wort Choreographie für diesen Film neu definieren bzw. als Beispiel im Wörterbuch nennen. :wink:

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BACKROOMS ist für mich ein Meisterwerk. Ein Film den zu produzieren sich sog. “Major Studios” niemal trauen würden (Ihr satten Arschgeigen!). Es liegt dieser wundervolle Hauch von “jungen wilden” Regisseuren in der Luft, die Filme wie “Shelby Oaks”, “Bring Her Back” und jetzt “Backrooms” mit einem Minimum an Budget realisieren und an den Kinokassen trotzdem richtige Erfolge feiern dürfen. DANKE! Bin jetzt zu müde und zu faul eine Review zu schreiben, aber das wird noch kommen, liebe Filmfreunde. BACKROOMS ist der Film auf den ich seit Jahren gewartet habe. Absolut grandios. Wir lesen uns irgendwann später.

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„Are you interested in forging a new path, and see where that leads?“

„Backrooms“
(Kane Parsons / 2026 / Kino (DCP) / englischsprachige Originalversion / Erstsichtung)

" Whisper your name / In an empty room
You brush past my skin / As soft as fur
Taking hold / I taste your scent
Distant noises / Other voices

Pounding in my broken head
Commit the sin, commit yourself
And all the other voices said
Change your mind / You’re always wrong"

(The Cure, „Other Voices“ )

"What shall we use / To fill the empty spaces
Where waves of hunger roar?
Shall we set out across this sea of faces
In search of more and more applause?

Shall we buy a new guitar? / Shall we drive a more powerful car?
Shall we work straight through the night? Shall we get into fights?
Leave the lights on? / Drop bombs?
Do tours of the East? Contract diseases?
Bury bones? Break up homes? Send flowers by phone?
Take to drink? Go to shrinks?
Give up meat? Rarely sleep? Keep people as pets?
Train dogs? Race rats? Fill the attic with cash?
Bury treasure / Store up leisure / But never relax at all?
With our backs to the wall"

(Pink Floyd, „Empty Spaces / What Shall We Do Now“ )

„There are things known, and there are things unknown, and in between are the doors of perception.“

(Aldous Huxley)

„See? Nothing. Miles of nothing, just space. You could fall in, and never come out.“

(Annabeth Gish, „SLC Punk!“ )

Gestern abend dann nun endlich der zweite Mega-Hype-Film innert weniger Tage im Kino. Dieses Mal das liminal spaces / creepypasta phenomenon „Backrooms“ des blutjungen Regisseurs Kane Parsons, basierend auf dem im Jahre 2002 bei der Renovierung eines ehemaligen Möbelgeschäfts in Wisconsin aufgenommenen Foto leerer, mit zitronengelben Tapeten zugekleisterter Räume, und dem daraus resultierenden Internet-Hype, welcher ein ganzes Fandom hervorbrachte, das dann in der Folge reihenweise Fotos, diverse Videospiele, eine eigene youtube-Serie (ebenfalls von Parsons, damals gerade mal 16 (!!!) Jahre alt), und und und, kreierte. Jetzt also auch ein eigener, von A24 produzierter Film, der ebenfalls einen enormen buzz in den U.S. of A. ausgelöst hat, und Parsons zum jüngsten Regisseur ever werden liess, der jemals mit einem seiner Filme den ersten Platz bei den box office sales belegte. Da stellt sich natürlich die Frage, ob der Film denn all dem irren Gewese, das um ihn gemacht wird, gerecht werden kann? Nun ja… Jein! Was Parsons und sein DoP Jeremy Cox hier abbilden, das ist - vor Allem in den „Backrooms“-Sets - schon unglaublich gelungen, und sowohl in Sachen Kamera-Arbeit, als auch Schnitt und Produktions-Design, zuvorderst aber auch im Bezug auf die wirklich herausragende Regie-Arbeit, phänomenal, und breathtakingly stilsicher souverän. Der gerade mal zwanzig-jährige director weiss jederzeit, was er in welcher Einstellung wie und mit welchen Mitteln erreichen will, und gelingt es ihm auch nahezu immer, dies auch perfekt und genauso wie intendiert umzusetzen. Mit Chiwetel Ejiofor und Renate Reinsve hat er zudem zwei superb agierende Ausnahme-Schauspieler:innen, die hier auch blendend miteinander harmonieren, und eine tolle on screen chemistry haben, gefunden. Auch, wenn Renate Reinsve für my personal taste allzuoft ein verkniffenes Renate Reinsve-Gesicht macht. Der wahre Star des Streifens sind aber selbstschreibend die titelgebenden backrooms. Scheinbar endlos sich in unheimlich ungeahnte, unendlich-unfassbare Dimensionen erstreckende Räume und Räumlichkeiten, Korridore, Hallen, Flure, Gänge, die - anders als traditionelle Architektur- keinerlei erkennbaren Zweck zu haben scheinen, sondern mehr einer absonderlich-abscheulichen Kunst-Installation ähneln. An denen immer irgendetwas irgendwie off ist. Seien es nun sich in unmöglichen Winkeln auf sinnlos scheinende Fluchtpunkte verengende Passagen, die kaum noch von einem menschlichen Wesen durchschritten werden können, halb im Boden versunkene Stühle oder Tische, oder gleich kopfüber von der Decke oder an den Wänden und Schächten (herab)hängende Möbelstücke. Wie ein in scheusslich-unansehnliches Gelb getauchte Fieberträume anonym bleibender Baumeister:Innen und Konstrukteur:Innen. „Cube“ als endlos-ewig andauernder Escher-esker escape room aus der Innenarchitekt:Innen-Hölle auf einem psychotisch-paranoiden LSD-Horror-Trip. Oder ein Früh-90er-3D-Adventure-Video-Game mit verstörend-verborgener Intention. Was die Sound Stages anbelangt, und das unglaubliche Set Design, so dürften diese „Backrooms“ in diesem Genrefilm-Jahr kaum noch zu toppen sein! Und ist der Film immer dann, wenn er und seine Protagonist:Innen sich in diesen verschachtelt-verwirrenden, labyrinthisch-Leuchtstoffröhren-luminiszierten locations aufhalten, am Allerbesten, und erreicht eine kirremachend-krankhafte Wirkung, dass mensch sich auf der Stelle sowohl irgendwie unerklärlich unwohl fühlt, als aber zugleich eben auch wissen möchte, wie es denn in diesen unermesslich sich erstreckenden Arealen weiter geht (oder eben auch nicht). Das formidable Sound Design trägt dabei immens zu dieser leicht schrägen, unplausibly weird-en Atmosphäre, und abstossend-anziehenden, verunsichernd-verwirrenden Stimmung bei. Wirklich erschrecken werden sich die Allermeisten wohl eher nicht, das ist aber auch nicht die Haupt-Intention von Parsons und seiner crew. Sondern eben zuvorderst, diese ungemein dichte, unangenehm-unnennbare, nicht fass- oder greifbare, aber immer mitschwingende sensuelle Aggravation hervorzurufen. Verursacht durch dieses nicht vermess- oder verortbare, und doch erforschbare, die eigene Wahrnehmung nicht mehr verlässlich erscheinende und den Sinnen nicht mehr vertrauen machende Ambiente. Ein unbequem-unterschwelliges Grundrauschen an uncomfortable strangeness, eine eerily creepy otherworldy spatial experience. Wie Parsons hier Architektur als beunruhigendes Grundmotiv einer aus den Fugen geratenen Erfahrungswelt in Szene setzt, das ist wahrlich eine master class in surrealist movie making, und hätte mit Sicherheit auch einem Salvador Dalí, Man Ray oder Luis Buñuel den allerhöchsten Respekt abgenötigt. Die otherworldy and sometimes straight up shocking synth sound scapes des original score, von Parsons himself und Edo Van Breemen komponiert, programmiert und eingespielt, tun ihr Übriges, um aus „Backrooms“ eine wunderbar-wundersame, grandios-grauenvolle Reise in das alptraumhaft Unterbewusste des liminal space-Sujets zu machen. Eine journey to the weirdness of „all spaces that ever were“, die Ihr so noch nie mitgemacht habt. Liminal Space Oddity par excellence, and deluxe.

Bis hierhin ist also Alles in petto, und fein. Und hätte „Backrooms“ der „Blair Witch Project“ des architektonisch-räumlichen Horrors werden können, nein, werden müssen! Doch was sind denn dann die in meiner Wahrnehmung nicht ganz ungewichtigen Probleme, welche den Streifen letztendlich doch noch seinen beinahe schon zum Greifen nahen Status als künftiges master piece kosten? Nun, Parsons und „Backrooms“ tappen schlussendlich leider doch in ebenjene Falle, der schon viele Filmemacher:Innen erlegen sind: Sie trauen ihrem eigenen modus operandi nicht (mehr), und können es eben doch nicht unterlassen, noch eine - ebenso unnötige, wie unpassende - Rahmenhandlung um die backrooms tour herum zu basteln, und zu bauen (<— pun intended). Anstatt das Ganze im Ungefähren zu belassen, und hier - analog zu den gezeigten spaces - beinahe unendlichen Raum (<— pun also intended) für allerlei mögliche eigene Interpretationen zu lassen, wird die Perspektive dann eben doch wieder verengt, das kongenial Nebulöse, und eben dadurch so verstörend Wirkende, psychologisiert, und mehr oder weniger doch recht eindeutige Erklärungsmuster, Interpretationshilfen, und Deutungs-Schablonen angeboten. Was so unglaublich jammerschade ist, weil der Film sich eben dadurch der enormen Wirkmächtigkeit, die in seinem Uneindeutig-Unerklärten liegt, selbst beraubt. Die ganze back story mit der ominösen Organisation / dem Firmen-Geflecht namens ASYNC hätte ich mir ja noch gefallen lassen, war wohl auch schon in der (von mir noch ungesehenen) web-Serie vorhanden - Dass aber die ganze chose dann auch noch recht (über-)deutlich auf Kindheits-Traumata, zwanghaft-selbstschädigende Verhaltens-Routinen, und dergleichen albern-bemüht wirkenden Küchen-psychologischen Mumpitz und Mummenschanz rekurriert, und hinauswill, das geht mir total gegen den Strich, und hat „Backrooms“ in seinem letzten Drittel für mich dann leider doch noch das Genick gebrochen. Mag sein, dass da auch die A24-typische Gewohnheit, dass (fast) immer und allerorten in jedem derer Filme auch eine Drama-Schiene mit einbezogen werden will, und eingebaut werden soll, mit reingespielt hat… aber da hat sich das script, und dem ansonsten grossartigen Film gleich mit dazu, mal wirklich so gar keinen Gefallen getan. Auch, dass am Ende eben doch wieder auf eher vordergründigen Schock, und die klassische Verfolgungs-Sequenz gebaut wird, hat mir eher gar nicht gefallen. Für mich selbst der beinahe einzige Schönheitsfleck im ansonsten porentief reinen, makellos ebenmässigen (wenngleich auch irgendwie in einem ungesunden Gelbton illuminierten) Antlitz von „Backrooms“. Gut möglich, dass viele, wenn nicht gar die meisten von Euch, damit weit weniger Probleme, als meine Wenigkeit haben. Aber für mich war dieser vermeidbare story-technische und thematische Fauxpas bedauerlicher Weise doch ein ziemlicher Abtörner, welcher mich Parsons’ Film somit von „Absoluter instant classic, und ein Meisterwerk für die Annalen“ auf „(Nur) Sehr guter Streifen mit einer phänomenal-unvergesslichen, unerquicklich-irritierenden Atmosphäre“ hat herabstufen lassen. Dennoch: Eine absolute Seh-Empfehlung für Alle, welche im Kino nicht nur irgend „unterhalten“ werden möchten, sondern sich gerne auch mal im Sitz winden, weil ihnen das Gesehene unangenehm auf die Pelle rückt, verstörend unter die Haut geht, und manche Bilder noch bis in die eigenen Alpträume hinein im Kopf verfolgen. „It’s a real mess. But it’s somehow also strangely beautiful.“ heisst es an einer Stelle im Film.

Als ob er sich damit selbst beschreiben wolle.

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Da zitierst Du mal so nebenbei einen meiner Lieblings-Songs von Pink Floyd UND noch The Cure in Deiner Review und bringst eigentlich auch sonst alles auf den Punkt. Ich weiß gerade nicht mehr, was ich jetzt noch zu dem Film schreiben soll. Naja, erst mal nen Kaffee und am wohl sehr heißen Nachmittag ein kühles Bierchen und heute Abend wird mir schon noch was einfallen.

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Da ihn jetzt ja schon 2 gesehen haben…sollte man den eher im Original schauen wenn möglich? Oder wird hier eh kaum gesprochen…
Und… ich hab die Webserie bzw. die einzelnen vorangegangenen Mini-Episoden zwar alle schon mal runtergeladen, aber bislang noch nicht gesehen. Sollte ich das vor Sichtung des Kinofilms noch tun zwecks Verständnis? Oder spielt das gar keine Rolle?

‚Bring Her Back‘ und gerade der ansonsten auch hier vielgescholtene ‚Shelby Oaks‘ sind für mich tatsächlich die zwei besten bzw. sogar einzigen richtig gelungenen Genre-Streifen der letzten 2-3 Jahre.

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