Entschuldige, aber wie kannst du das sagen, ohne den Film gesehen zu haben?
Zum hundertsten mal : Kann ich nicht. Ich setze im Kopf einfach nur alle Erfahrungen aus meinem mittlerweile 50 Jahre alten Filmerlebnisleben (hab mit etwa 6 Jahren bewusst angefangen, Filme zu schauen, natürlich keinen Horror) zusammen. Manchmal liege ich falsch, das gebe ich ja auch immer wieder mal zu. Aber bei 90% liege ich eben richtig. Es sind diese generisch austauschbaren Baukastenszenen des Trailers die mich „cringen“ lassen. Ich muss mir auch nicht 3 Transformers Filme ansehen um mich darin zu bestätigen das ich die nicht so toll finden werde.
Hab ihn gesehen und kann Alexanders Vermutungen bestätigen.
Deutscher Kinostart übrigens bereits ab 01.12.2023 (jedenfalls laut website des Hamburger Savoy-Kinos), und damit wesentlich früher als von mir erwartet… ![]()
Meine letzten nennenswerten Sichtungen in Kino und Heimkino: Zwei Männer- und drei Frauenfilme.
Ich bin wahrscheinlich einer der wenigen, die Scorseses neues Werk nicht lobpreisen, aber der Film hat mich einfach nicht erreicht.
KILLERS OF THE FLOWER MOON
https://www.ofdb.de/film/369541,911124,Killers-of-the-Flower-Moon/review/
Auch Paul Schraders neuer Männerfilm ist für mich vom Altersmeisterwerk weit entfernt, da hatte mir doch deutlich THE CARD COUNTER besser gefallen.
MASTER GARDENER
https://www.ofdb.de/film/363810,911126,Master-Gardener/review/
Der Blumhouse-Hit in der Uncut-Fassung – erwartbar, aber solide.
M3GAN
https://www.ofdb.de/film/365489,908555,M3GAN/review/
Zwar schon etwas älter, aber jetzt erst von mir „entdeckt“ – eine echte Perle, quasi der „Schwesterfilm“ von PROMISING YOUNG WOMAN.
SWALLOW
https://www.ofdb.de/film/330891,911128,Swallow/review/
Selten wurde das Thema postnatale Depression so drastisch und auch so kunstvoll inszeniert.
BABY RUBY
https://www.ofdb.de/review/367338,896067,Baby-Ruby
Nachtrag aus aktuellem Anlass – der neue David Fincher. Kein Meisterwerk, aber sehenswert, auch im Kino, bevor der Film am 10.11.23 auf Netflix startet.
THE KILLER
https://www.ofdb.de/film/372065,911249,Der-Killer/review/
Marvel beschert zum Jahresende noch einen Blockbuster. Der setzt allerdings deutlich mehr an Vorwissen voraus als üblich.
The Marvels (Review)
Da stimme ich größtenteils zu. Ich wollte Euch eigentlich mit meinem Verriss hier nicht behelligen, weil ich dachte, dass Marvel hier eh nicht so eine große Lobby hat, aber wenn schon mal jemand anderes vorlegt…
THE MARVELS
https://www.ofdb.de/film/373575,911801,The-Marvels/review/
Aus Marvel bin ich seit Jahren raus. Dabei stört mich noch nicht einmal, das der als ursprünglich wirklich großartige, innovativ angelegte Marvel-Kosmos der Comicreihe zwischenzeitlich, und auf der aktuellen wokeness-Schiene laufend, vollkommen verzerrt abgebildet wird, Männer von Frauen dargestellt werden, und dem Zuschauer der woke Diversitätsfetisch reingestoßen wird, wie der Haferbrei einer Mastgans.
Das ginge noch in Ordnung. Was mich fertig macht ist einfach, wie aus den Kultcomics meiner Kindheit so ein, sich dem Zeitgeist anbiedernder, generischer Kommerz werden konnte, der sogar kleine Kinder langweilen dürfte. Klar, damit muss Geld verdient werden und das Franchise dürfte eine Goldgrube sein, so durchdekliniert wie das ist. Aber wo sind die Filme mit Herz, mit Innovation und Ideenreichtum geblieben ? Wo die Anlehnung an die oftmals wirklich großartigen Comics von einst ? Seit Spiderman und Iron Man war da doch nicht mehr wirklich viel. Aber vielleicht bin ich einfach zu alt für den Scheiss.
Yep. Das hatte ich schon befürchtet, dass allein die Erwähnung von Marvel ausreicht, um bei Dir wieder einen „früher-war-alles-besser“-Rant loszutreten
. Ich will auch gar nicht groß diskutieren, sondern nur kurz eine andere Perspektive anbieten:
Also wenn Filme wie THOR: RAGNARÖK und die GUARDIANS OF THE GALAXY nicht durch Ideen und Herz bestechen, dann weiß ich auch nicht. Aber die hast Du, lass mich mutmaßen, womöglich gar nicht gesehen…?
Die Diversität von THE MARVELS ist einer der wenigen Punkte, die ich dem Film positiv anrechne. Marvel gehört zu den wenigen großen Studios, die sich trauen, mit ihrem source material nicht sklavisch genau sondern frei interpretierend umzugehen, was nicht nur in der Besetzung einzelner Filme und Serien, sondern auch im Gesamtwerk eine große Vielschichtigkeit ergibt, anstatt immer die gleiche origin story von strahlenden weißen Heterohelden zu erzählen.
Bei aller Kritik an Weichspülung, Gleichschaltung und Kommerzialisierung, die es hier ganz klar auch gibt, sollte man diese Aspekte auch anerkennen.
Falsch verstanden. Es war nicht früher alles besser. Es war eigentlich noch nie wirklich gut. Meine Erwartungshaltung an die Filme wurde einfach grandios unterlaufen, bis auf sehr wenige Ausnahmen, wobei ich hier wohl auch einer der sehr wenigen bin, die den D.C. Streifen „Batman vs Superman“ von Zack Snyder richtig geil findet, der sonst so endlos gedisst wird. Sorry, mein Geschmack ist halt anders.
Bitte meinen Kommentar auch nicht als „Rant“ anzusehen. DU warst es, der einen Verriss auf MARVEL geschrieben hat. Da wird man ja mal in das Lied einstimmen dürfen.
Irrtum: Ich habe den Film „verrissen“, nicht das Studio, bzw. das komplette Ouevre. In meinem letzten Satz klingt ja auch noch etwas Hoffnung an. Ich habe bisher jeden Marvel-Film und jede Marvel-Serie geschaut und finde nicht erst mal grundsätzlich alles schlecht.
Eine interessante Tatsache über Furiosa ist, dass der Film am 24. Mai in die Kinos kommt, also am selben Tag wie Kingdom of the Planet of the Apes. Leider hat man das Gefühl, dass hier, wie in vielen Filmen der neuen Reihe, eine Frau einfach nicht hineinpasst… Die Welt von Mad Max wird wahrscheinlich von ihr erobert… beherrscht… und wer ist eigentlich Anyi Taylor-Joy?
und diese Beschreibung…
Nach dem Zusammenbruch der Zivilisation wird eine junge Furiosa aus dem Grünen Hafen der vielen Mütter entführt. Das Mädchen fällt in die Hände der großen Horde von Motorradfahrern unter der Führung von Häuptling Dementus. Auf ihrer Reise durch die Wildnis stoßen sie auf die Zitadelle, die von Immortan Joe regiert wird. Während sich die Tyrannen einen Kampf um die Vorherrschaft liefern, kämpft Furiosa ums Überleben und sucht nach einem Weg, um nach Hause zurückzukehren.
Wenn Furiosa auch nur annähernd so auf die Tube drückt wie Fury Road, bin ich zufrieden. Egal, ob Frau oder Mann in der Hauptrolle. Das ist ja nicht Mad Max der Charakter, der plötzlich von einer Frau gespielt wird.
Anya Taylor-Joy ist eine Schauspielerin, aber das hast du bestimmt schon rausgefunden. ![]()
Erst einmal - aller
lichst willkommen hier im fa.net-Forum, dear Hans_Flint…
Hmmm - ich weiss ja nicht, ob Du damals „Mad Max: Fury Road“ gesehen hast, bzw. wenn, dann dürften wir Beide den Film doch recht unterschiedlich interpretieren… denn aus meiner Perspektive heraus war bereits „Fury Road“ schon hauptsächlich Charlize Therons / Imperator Furiosa’s Film… auch wenn Max der titelgebende Charakter war, so spielte er / Tom Hardy doch eher eine (wenn auch wichtige) Nebenrolle, und ging es eigentlich mehr um Furiosas (Nicht-so-ganz-)„Heimkehr“ und ihr Bestreben, sich von männlicher Vorherrschaft zu befreien… und ich fand und finde auch immer noch, dass da eine weibliche (Heimliche Haupt-)Rolle total gut gepasst hat, und sehe da auch für „Furiosa“ weiter keinerlei Probleme - ganz im Gegenteil.
Auch hier wieder: der Verweis auf „Fury Road“… da die Ausgangslage zu Beginn des Films eben genau nicht die von Dir angeführte Situation darstellt, dürfte genau das so sich wohl nicht in „Furiosa“ (das ja als ein Prequel zu „Fury Road“ gedacht ist) ereignen… wobei das Ende von „Fury Road“ (Tötung von Immortan Joe und Rückkehr zur / Einnahme der Zitadelle) sich dann wiederum so interpretieren liesse - und obendrein im Kontext des Narrativs auch nur komplett folgerichtig / schlüssig ist. Dass „Mad Max“ als zuvor doch beinahe ausschließlich als männliche Domäne gedachtes Action-Franchise (wiewohl es ja auch schon in „Beyond Thunderdome“ mit Tina Turners Charakter Aunty Entity und Helen Budays Darstellung der Savannah Nix bereits erste Disruptionen der vermeintlich ach so starren Geschlechterordnung gab), einer überfälligen feministischen Neu-Interpretation / Re-Strukturierung unterzogen wurde und wird, mag und muss nicht Jeder und Jedem gefallen, macht für mich persönlich aber total Sinn - zumal, wenn das Ergebnis dann auch noch so absolut umwerfend und begeisternd ausfällt wie „Fury Road“ (welcher mein persönlicher Lieblings-Film des Jahres 2015 war… und für 2024 erwarte ich - vor Allem nachdem der Trailer ja schon so stylish und im positivem Sinne durchgeknallt ausschaut wie seinerzeit „Fury Road“ - auch von „Furiosa“ nichts Geringeres).
Zur Beschreibung der Story - nach dem Ansehen von „Fury Road“ war und ist das eigentlich genau das, was ich von einer „Furiosa origin story“ erwartet und erhofft hatte, und nun scheinbar auch genauso bekommen werde. Ich war und bin jedenfalls vom Trailer schon heftigst geflasht gewesen, und freu’ mich jetzt schon wie ein Schnitzel auf Ende Mai 2024.
Davon ab, dass sie eine der besten (Eigentlich-schon-nicht-mehr)Nachwuchs-Schauspielerinnen ist, die Hollywood derzeit aufzubieten hat, immer noch meine absolute Wunschbesetzung für die Rolle der erwachsenen Saint Alia of the Knife in einer hoffentlich dann irgendwann auch mal kommenden Verfilmung von Frank Herberts „Dune Messiah“ durch Denis Villeneuve… ![]()
Kleine Empfehlung: Falls noch nicht gesehen, guck’ Dir unbedingt nochmal „The Witch“ von Robert Eggers an… da rockt sie als junge, aufbegehrende Puritanerstochter Thomasin im Neu-England des 17. Jahrhunderts auch die (Hexen)Hütte.
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Hallo Hans_Flint
Willkommen im Forum.
Anya Taylor-Joy hat auch in The Menu mitgespielt. Sowie im Damengambit und Last Night in Soho. The Witch wurde ja schon genannt. ![]()
„Godzilla Minus One“ ( Takashi Yamazaki / 12023 / Kino ( DCP) / OmeU / Erstsichtung)
Übers Wochenende habe ich einen Kurztrip nach Rotterdam gemacht, von dem ich mich erstmal ein wenig erholen muss, und fasse mich deshalb hier und jetzt ungewohnt kurz… aber zum „Nuklear verstrahlte Riesenechse legt (zum 33. Mal) Tokyo in Schutt und Asche“-Kinobesuch heute nachmittag erstmal nur so viel: Obwohl ich im Vorfeld doch schon ziemlich gehyped war, und der Streifen auch wirklich gut anfing, hat der neueste Tōhō-Kaijū mit unser Aller Lieblings-Japano-Megamonster mich nach etwa der Hälfte seiner Laufzeit mehr und mehr verloren und bis zum Ende auch nicht mehr zurückgewinnen können… sehr schade, aber endeffektiv dann leider auch selbst verschuldet. Werde eventuell morgen abend, sonst aber spätestens am Mittwoch diesen meinen Beitrag hier noch etwas umschreiben, falls das dann überhaupt noch möglich sein sollte, und mich dann auch nochmal bedeutend detailierter dazu äussern (ansonsten mach’ ich halt 'nen neuen post auf), für heute abend überwiegt aber leider die Enttäuschung über eine in meinen Augen weitestgehend vertane Chance. Da hat mir dann unter’m Strich „Shin Godzilla“ seinerzeit tatsächlich wesentlich besser gefallen.
Gut, dass du nicht einen Kurztrip nach München gemacht hast. Da wärst du nämlich immer noch da ![]()