Den hätte ich tatsächlich auch sehr gerne gemacht - allerdings nicht am gerade vergangenen Wochenende, sondern bereits am Donnerstag, dem 23.11.2023, ins Ampere / Muffathalle. Ging aber leider nicht, weil ich da arbeiten musste. Drum dann stattdessen auch nach Rotterdam.
Zum Thema: „Aus München nicht wegkommen“ siehe sonst auch noch hier.
Mein erstes Review-Roundup dieses Jahr und ich konnte gleich zwei meiner meist erwarteten Filme 2023/24 abhaken:
Nachdem Emerald Fennells Debut PROMISING YOUNG WOMAN einer meiner Lieblingsfilme 2021 war, hatte ich große Hoffungen auf SALTBURN. Sehr schade, dass der Film bei uns nicht ins Kino kam, schön, dass man ihn nun frei verfügbar im amazon prime Stream sehen kann. Obwohl eine große Leinwand durchaus empfehlenswert gewesen wäre.
Um so überraschender, dass ein so experimentelles Werk wie POOR THINGS in den großen Kinos läuft, aber Lanthimos ist eben ein Kritikerliebling und Oscarfavorit und so darf man sich auf eins der abgefahrensten Kinoerlebnisse der jüngsten Zeit freuen.
…sowie ein von der Kritik erstaunlicherweise positiv bewertetes Business-Drama, das versucht, den 90er-Jahre Erotikthriller zu reanimieren, dabei m. E. aber ziemlich scheitert.
Ab heute ist der quasi Nachfolger von Concrete Utopia auf Netflix: Badland Hunters. Ich bin gespannt. Zum Glück sind die Filme eigentlich unabhängig voneinander, so dass man den Vorgänger nicht kennen muss.
Momentan läuft ein deutscher Horrorfilm namens Home Sweet Home (inkl. des obligatorischen blöden deutschen Untertitels) in den Kinos, der mir überraschend gut gefallen hat. Gedreht in einem One-Shot Stil und mit einigermaßen Interessanter Story.
Es ist wirklich unglaublich: MADAME WEB hat aktuell eine Bewertung von 3.8 von 10 Userscore auf der IMDb (Kritiker-Metascore 27/100, aber das ist nicht so ungewöhnlich bei einem „Blockbuster“). Damit ist Madame Web glaube ich der am schlechtesten bewertete Superheldenfilm des 21. Jahrhunderts. Er liegt gleichauf mit dem Trashfilm THE FANTASTIC FOUR von 1994. Selbst MORBIUS liegt noch bei 5.2! Nach den letzten Flops wie MARVELS läutet das vielleicht endlich ein Umdenken bei den großen Studios ein. Probiert mal was Neues!
Dazu fällt mir ein, dass ich mal ChatGPT den Plot für einen Film habe schreiben lassen. Ich denke, ChatGPT ist die letzte Hoffnung Hollywoods, weil deren menschliche Autoren keine Kreativität haben.
Naja, The Marvels ist noch immer Teil einer großen Reihe. Madame Web ist erst einmal ein popeliger Stand-alone-Film (bis weiteres klar ist), wie es vor 20 Jahren noch modern war, aber heute komplett aus der Zeit gefallen ist. Beim Thema Superhelden-Comic-Adaption gibt es da nicht viel Neues auszudenken. Wichtig sind Charakterisierung, Entwicklung und Konsistenz. Und in dem Punkt stinkt Sony einfach ab.
Mir sind ehrlich gesagt inzwischen Stand-alone-Filme lieber als die sich selbst auffressenden Multiversegeschichten. Mal sehen, ob James Gunn bei DC frischen Wind reinbringt. Marvel kann man inzwischen glaube ich abschreiben.
Hmmm… ich bezweifle zwar stark, dass es ihm gelingen wird, das original in puncto emotional impact zu toppen (der hat mich damals beim FFF-screening (spätestens als der Abspann lief) wirklich zu Tränen gerührt), aber muss er ja auch gar nicht unbedingt. Bin aber auf alle Fälle vorfreudig gespannt, welche neuen Aspekte er dem Stoff abgewinnen / hinzufügen kann…
Ich bin auch nicht der Meinung, dass der Film ein Remake braucht, ist ja schon eine echte Wundertüte und kaum zu toppen. Und ich sehe von Lanthimos auch sehr gerne originäre Stoffe. Aber die Kombi finde ich schon sehr spannend. Vielleicht auf dem FFF in 2025.
Hab mir damals nach dem Festival gleich diese Special Edition importiert und hatte damit über die Jahre hinweg immer wieder meinen größten Spaß, was für ein wahnwitzig schönschräger Schmunzel Film, er erfüllt so ziemlich alle Kriterien, die ein Film für mich am FFF erfüllen sollte. Ein Remake hätte ich von diesem Film weiß Gott nicht gebraucht, aber es wird sicher interessant wie sich Yorgos im direkten Vergleich später bei einem Double Feature schlagen wird. Die Messlatte liegt hier mächtig hoch.
Ich bin mal so frei und zitiere mich kurz selbst, von Anfang letzten Dezember:
"Taylor-Joy began 2024 with a cameo role as Alia Atreides in […] „Dune: Part Two“, a casting that was initially kept secret and was not publicly announced until she walked the red carpet at the film’s London premiere on February 15. Villeneuve remarked that it had ‚required so much work to keep that secret. Everybody signed with their blood.‘ " (Quelle: Taylor-Joy’s wikipedia-site)
WAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAH !!!
Das hab’ ich mir seit Jahren schon soooooooooo sehr gewünscht, genauer geschrieben schon, seitdem ich damals hörte, dass Villeneuve (zumindest) „Dune Messiah“ auch noch verfilmen will… Für mich die perfekt stellare Traum-Besetzung - ich hätte um Alles in der Welt mir auch gar niemand Andere in der Rolle vorstellen wollen… wie wunderwunderwunderschön, dass Monsieur Villeneuve das tatsächlich auch so zu sehen schien.
Gerade heute mittag die Kinokarte für das 70mm-screening im Savoy gesichert, zwar etwas spät dran (Sonntag, 10. März), weil ich, bitchy as usual, natürlich wieder meinen Logen-„Stammplatz“ haben wollte, aber was soll’s? Bis jetzt war ich null gespannt auf den Streifen - nun können die nächsten zweieinhalb Wochen gar nicht schnell genug vergehen (auch wenn’s vermutlich nur ein klitzekleiner Mini-cameo in einer Spice Melange-induzierten possible future-Vision sein wird)…
… und wehe, Villeneuve verfilmt nicht mindestens auch noch „Children Of Dune“ (auch wenn ich Alias Rolle und ihr endgültiges Schicksal darin ja eher recht kritisch sehe…).
Nichts für ungut, aber ich persönlich hoffe, dass sich Denis Villeneuve bald wieder anderen Themen zuwendet und nicht ewig bei Dune bleibt. James Cameron lässt grüßen.