Aktuelle Genrefilme

Uh-Oh… es war zwar leider zu befürchten, aber das schmerzt dann doch schon ganz schön… :frowning_face:

An meiner Wenigkeit liegt’s jedenfalls definitiv nicht - ich überlege tatsächlich grad’, wie und wo und wann ich meinen dritten Abstecher ins wasteland machen kann…

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Tja. Ich werde jetzt mal nicht mit erhobenem Zeigefinger einen zynischen Kommentar in der Art von „Ich hab‘s Euch ja gleich gesagt“ abgeben. Auch sollte man sich klarmachen, das es in diesem Monat so viele Feier- und Brückentage gibt, wie lange nicht zuvor, und dies vom reisefreudigsten Volk des Planeten natürlich schamlos ausgenutzt wird. Jedenfalls waren bei uns die Straßen wie leergefegt, als ich letztes Wochenende einkaufen bin. Es sind einfach sehr viele im Urlaub.

Ich hab den Film gesehen und finde ihn gut. Einfach nur gut. Nicht mehr und nicht weniger. Punkt. Es wäre mir vollkommen unmöglich, „Furiosa“ hier seitenlang abzufeiern und mit Lobeshymnen zu preisen. Man bekommt halt exakt das, was man auch erwartet, und dies handwerklich perfekt, jedoch ohne große Überraschungen. Stellenweise wirkte der Film auf mich als hätte man die aus „Fury Road“ übrig gebliebenen Szenen zu einem Nachklapp zusammengeschnitten. Im Wasteland nichts Neues.

Und die erste Stunde zieht sich dann auch gewaltig, was meiner Meinung auch daran liegt, das Chris Hemsworth als „Dementos“ so gar nicht fies und bedrohlich rüberkommt, sondern auf mich mehr wirkte, wie der dauerbekiffte „Dude“ aus Big Lebowski. Und wenn ich während eines „Mad Max“ Films ständig LACHEN muss, läuft was schief. Das war mir alles zu albern, too much overacting. Ein echter Lichtblick jedoch war Tom Burke als „Pretorian Jack“, und die etwa zur Mitte des Films dann auch wirklich dringend benötigte „Schlacht“ um den Tanklaster ein echtes Highlight. Da blitzte für einige Minuten sogar wieder das dreckige alte „Mad Max“ Feeling auf und riss auch die neben mir dämmernden Mitbesucher aus ihrem Halbschlaf.

Ich denke das Hauptproblem mit „Furiosa“ ist, das sich das junge Publikum, das nicht mit Mad Max aufgewachsen ist, nicht angesprochen fühlt, und das alte Säcke wie ich einfach lieber erst mal „The Wasteland“ gesehen hätten. Das Original topt halt immer noch die Kopie. Im Marvel Universum mag es ja funktionieren, aus Nebenfiguren einen Blockbuster herauszustampfen, aber dafür ist das „Mad Max Universum“ einfach nicht groß genug, auch wenn George Miller mit „Furiosa“ sichtlich darum bemüht war, den Geschichten zusätzliche Tiefe zu verleihen. So ist die Story von „Furiosa“ zwar recht vorhersehbar und stringent erzählt, doch George Miller gelingt es zumindest durch eine detailierte Charakterzeichnung, und der zeitweisen Herausnahme von Tempo, dem Film eine gewisse Tiefe und Komplexität zu geben.

Vielleicht wird hier nur kein Publikum richtig gut bedient. Dem Actionfan ist der Film vielleicht zu lang und anspruchsvoll, dem Freund anspruchsvoller Filme wiederum zu pervers und Action-lastig. Was bleibt ist der Nischenmarkt von Genre-Fans, die solche Filme alleine schon deshalb abfeiern, weil es zu wenige gute davon gibt. Mich persönlich hat der Film gut unterhalten aber emotional nicht erreicht. Keine Gänsehaut, sorry. Wohlwollende 7.5 Punkte von einem Mad Max Fan der ersten Stunde.

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Das ist natürlich sehr schade, ich meine mich aber daran zu erinnern, dass Fury Road seinerzeit auch kein Kassenschlager in den Kinos war.
An mir kann es übrigens auch nicht liegen, denn ich schau mir Furiosa morgen Abend abschließend dann auch nochmal in der Originalversion an, bevor er aus den Kinos verschwindet.

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Warum sollte der aus den Kinos verschwinden? Ich weiß nicht, in welcher Stadt du lebst, aber der bekommt doch sicher noch einige Wochen. Hier in Köln beispielsweise auch weiterhin in guten Sälen.

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Das ist verdammt schade. Auch in meiner OV-Vorstellung gestern Abend um 20.15 Uhr im Stuttgarter Gloria 2 waren insgesamt nicht mal ein Dutzend Besucher. Die Leute rennen dann wahrscheinlich alle wieder in Gammelfleisch-Fast Food wie BAD BOYS 4, während das freshe Action-Festtagsmenü links liegen gelassen wird. Also ich könnte FURIOSA sehr wohl seitenlang abfeiern, beschränke mich aber auf rund 500 Wörter:

FURIOSA
https://www.ofdb.de/film/377784,928830,Furiosa-A-Mad-Max-Saga/review/

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Wenn ich mir die Auslastung des Kinosaals für OV Versionen in Nürnberg so anschaue (siehe unten), würde ich den Film als Disponent nicht noch sehr viel länger als nötig laufen lassen (zumindest in OV), aber wie ich gerade sehe, bekommen wir hier in Nürnberg für Furiosa eine weitere Spielwoche über 5 Kinosäle verteilt angeboten, immerhin. :+1:

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Das ist ja für Deine Review Verhältnisse schon nahezu „episch“ lang. :joy:

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Stimmt. Aber manchmal schlage ich eben einfach über die Stränge. :wink:

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Zumindest die IMAX-Vorstellungen hier in Leonberg sind ganz gut gebucht. Leider schaffe ich es nicht zu einer Zweitsichtung dort.

Auch wenn ich wohl niemals ein Fan von „Furiosa“ werde, so sollte man nicht vergessen, das Menschen nicht deshalb nicht ins Kino gehen weil sie den Film nicht gut finden, sondern weil sie GLAUBEN das sie den Film nicht gut finden werden.

Das ist ein gewaltiger Unterschied. Ich bin mir eigentlich sicher das, wie damals z.B. auch bei Blade Runner, der ebenfalls flopte, was mir aus heutiger Sicht unvorstellbar scheint, „Furiosa“ irgendwann eine kolossale Fangemeinde hervorbringen wird. Bei einer IMDB Wertung von 8.0 fragt man sich schon, warum der Film angeblich „flopt“.

In Zeiten in denen generische „Blockbuster“ leider das primäre Bild der Kinolandschaft prägen, ist „Furiosa“ wahrscheinlich einfach zu gut um die Massen anzuziehen. Ich habe mein Scherflein beigetragen und ihn mir angesehen und objektiv bewertet. Wäre mehr als schade, wenn es keinen „The Wasteland“ geben würde.

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Ich hab den gestern geguckt, zeitgleich war die Bad Boys Europa Premiere mit Will, Martin und den Regisseuren im gleichen Kino. Ich hab die aber schon bei der letzten Premiere gesehen.

Montag 17:30 Uhr war ne gute Zeit, nur 20 Leute oder so im Saal. Furiosa ist sicherlich gut und unterhaltsam, ich frage mich ob ich den nochmal in OV gucken soll um auch die fehlende Minute Toilettenpause nachzuholen. Die beiden Actionszenen in der Mitte waren toll, wo sie quasi zum ersten Mal groß in Erscheinung tritt. Das eine Review hat aber recht, es fehlt ein richtiges großes Finale, gibt nur eine Zusammenfassung, dann wird es eher ein Kammerspiel im Wüstensand. Schade auch dass es so eine schöne Location wie die am Anfang nicht nochmal gibt. Vielleicht könnte man bei einem nächsten Film, wenn es den geben sollte, mal eine richtige Stadt inkludieren wo es dann auch Straßenkämpfe gibt und nicht immer nur Autos versuchen einen Truck zu erobern, das kennen wir jetzt.
Von daher fand ich Fury Road auch besser, sieht man auch in den Credits Szenen, ist spektakulärer, damals hat mich die fehlende Handlung gestört, einfach nur hin und zurück. Furiosa in etwas kürzer, mit der simplen Story und einem klaren Aufbau und sich steigernden Actionszenen wäre sicherlich noch besser gewesen.

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Es gibt in der OV eine Szene auf dem Klo ?

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Siehste - und mir war es halt vollkommen unmöglich, den nicht seitenlang abzufeiern (aber hey, was Anderes hattet Ihr ja auch nicht wirklich von mir erwartet, oder?) :wink: :laughing:

Hmmm… weiss nicht. Meine Wenigkeit hat ja nun auch schon mehr als ein halbes Jahrhundert auf dem Buckel, und ich hab’ jedes einzelne frame von „Furiosa“ genossen und fand den Film als Ganzes zum Niederknien grrrandios… wo ich mir bei einem neuen „Mad Max“-Film mit ebenjenem als main protagonist gar nicht mal so sicher wäre. War auch damals von Tom Hardy in der „Hauptrolle“ (die ja eigentlich Charlize Theron innehat) auch gar nicht so sehr begeistert.

Ja, naja, der Story wegen hab’ ich mir ehrlich geschrieben noch nie einen „Mad Max“-Streifen angeschaut… es ging doch in erster Linie eigentlich immer um die Action, und dann auch um die einzigartig-unnachahmliche Atmosphäre dieser düster-grausig-durchgeknallten Welt… und eben das ist Miller in „Furiosa“ meiner Meinung nach nochmal um Einiges besser gelungen, als in sämtlichen Vorgänger-Filmen. Das ist einfach eine ungeheuer beeindruckende, bis ins wirklich allerkleinste Fitzelchen perfekt durchdachte, und gerade deshalb absolut überzeugende und vollkommen lebendige Welt. Sowas haste ja sonst in anderen Filmen / movie franchises nicht in diesem ausgefuchsten Grad an Detailverliebtheit, in dieser liebevollen Hülle und Fülle.

Joa, ich denke leider auch, dass ebendas das Hauptproblem ist… Schon „Fury Road“ war damals ja nicht gerade ein durchschlagender Erfolg in Sachen box office. Miller ist eben immer noch zu sehr Auteur, und nicht wirklich Mainstream-Popcorn-Kino-Filmer. Aber anders würde ich’s auch gar nicht haben wollen. Nur jammerschade, dass er mit seinem doch eher eigenwilligen Stilwillen vermutlich tatsächlich zwischen allen Stühlen, ähem, Kinosesseln sitzt, und das Ganze nicht wirklich Blockbuster-tauglich ist, bzw. ebensolche Filme beim breiten Publikum nicht so richtig ankommen. Hat @Herr_Kees bedauerlicher Weise wohl leider recht, dass die Massen dann eher in leichtverdauliche 08 / 15-Standard-Kost à la „Bad Boys“ rennen… :frowning_face:

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Nein, eben nicht. Der erste Film hat mich emotional weggehauen, die leisen und schmerzhaften Szenen waren einmalig. Auch im 2. Teil, wobei ich natürlich auch die genialien Szenen, wie z.B. die Kamera die von links unten nur auf den schwarzen Reifen, oder aus dem Ansaugstutzen heraus schwebend, genial fand. Ich kann mir die ersten 2 Filme zum zigsten mal anschauen und bekomme immer noch Gänsehaut. „Furiosa“ lässt mich dagegen einfach nur kalt.

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Okay, beim ersten Film geb’ ich Dir recht… der hat wirklich einen extrem starken emotionalen impact, der natürlich vor Allem auch aus der deprimierend-endgültigen Story resultiert…allein: Beim ersten Mal hab’ ich ihn mir deswegen aber nicht angeschaut - da wusste ich das ja auch noch gar nicht. Damals haben wir halt wieder vor Allem eine ebenso krasse Action-Volldröhnung und totale Materialschlacht wie beim „Vollstrecker“ erwartet (und ja auch geliefert bekommen).

Emotional packend, dramatisch mitreissend und filmisch fesselnd fand’ ich dagegen tatsächlich alle vier Filme auf ihre je eigene Art (vom unnötig-überflüssigen Ausflug nach Bartertown mal abgesehen…aber der ist für mich jetzt ja auch kein Bestandteil der Reihe mehr…). Kalt gelassen hat mich persönlich da zum Glück bislang keiner. Aber klar, kann ich schon verstehen, wenn’s Dir da anders ergehen mag. Hat letzten Endes ja auch Jede:Jeder halt immer auch individuell-eigene Sehgewohnheiten, subjektive Kino-Vorlieben, und ganz verschiedene filmische Biographien.

Man kann ja nicht immer nur MAD MAX gucken. Hier eine Auswahl meiner letzten Sichtungen außerhalb des „Wastelands“:

RIVER
https://www.ofdb.de/film/376417,927641,River-The-Timeloop-Hotel/review/

ANATOMIE D’UN CHUTE
https://www.ofdb.de/film/369574,928829,Anatomie-eines-Falls/review/

THE BOOGEYMAN
https://www.ofdb.de/film/367261,929005,The-Boogeyman/review/

THE ARTIFICE GIRL
https://www.ofdb.de/film/367999,918901,The-Artifice-Girl/review/

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Also, ich schon… :smile: :wink: Die Dritt- und Viertsichtungen von „Furiosa“ sind jedenfalls beide schon in Planung. :crazy_face: Wobei es da aber noch einige kleinere Hürden zu überwinden gibt, weil ein guter Freund krankheitsbedingt kurzfristig absagen musste, und wir jetzt wieder neu terminieren, weil ich ihn eigentlich gerne mit dabeihaben würde… Naja, wird hoffentlich noch. Schade aber, dass „River“ dann wohl doch nicht so dolle zu sein scheint. Wobei ich aber auch sowieso erstmal „Beyond the Infinite Two Minutes“ nachholen müsste… Insofern wär’s vielleicht doch auch für meine Wenigkeit ganz gut, endlich mal den Motor laut aufheulen zu lassen, das Gaspedal voll durchzudrücken, und die Citadel im Rückspiegel kleiner und kleiner werden zu sehen… :wink:

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Falls es vielleicht noch jemanden interessieren sollte - seit gestern ist die neueste Episode des „Projektionen“-Podcasts online, in der Marcus Stiglegger, Benjamin Johann und als Gast Danilo Vogt gute neunzig Minuten lang über die Filme von Alex Garland im Allgemeinen und „Civil War“ im Besonderen diskutieren. Vor diversen Spoilern für alle Filme von Garland wird hiermit gewarnt!

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Late night with the devil läuft ja nun regulär im Kino und ich fand den gar wundervoll. Ein sich immer weiter zuspitzendes Szenario… Er hatte mich ab der ersten Minute und hat mich bis zum Ende nicht mehr loslassen wollen. Die letzten 5 Minuten schwimmt er wie ich finde etwas, die letzte Einstellung geht dann aber wieder voll in Ordnung. Hatte echt meinen Spaß damit.

Nach einigen weniger euphorischen Stimmen bin ich auch ganz ohne Erwartungen rein und war angetan. Ein schöner Kinobesuch!

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:heart_eyes: :heart_eyes: :heart_eyes:

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