Aktuelle Genrefilme

Hab mir gerade mal auf imdb angesehen welche Werke er außer The Descent (großartig), Doomsday (sehr gut), Centurion und Dog Soldiers (beide gut) noch zu verantworten hat….

Tales of Halloween mitgewirkt (war auch gut)

Dann wird es wild… jede Menge Serienepisoden,

ein Hellboy Teil… oh gott der 1. war minus 1 Punkte :face_with_symbols_on_mouth::exploding_head:

The Reckoning vom FFF muss ich noch nachholen, The Lair ebenfalls…

Dann wird es wohl immer trashiger…

Wtf wie viele Projekte der in der pipeline hat :poop::exploding_head::sweat_smile:

Musst Du nicht, glaub mir. :laughing:

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Hahaha… unfassbare Titel dabei!!!

Ja, man sollte ihm den Titel “From The Director of The Descent”wegnehmen!!

Der Uwe Boll des United Kingdom :sweat_smile::sweat_smile::poop:

https://www.imdb.com/title/tt30401572/?ref_=ext_shr

Was für ein Layout!!! :poop::poop::poop:

https://www.imdb.com/title/tt30335131/?ref_=ext_shr

https://www.imdb.com/title/tt18412394/?ref_=ext_shr

https://www.imdb.com/title/tt30335152/?ref_=ext_shr

https://www.imdb.com/title/tt29593723/?ref_=ext_shr

https://www.imdb.com/title/tt11269812/?ref_=ext_shr

https://www.imdb.com/title/tt18412314/?ref_=ext_shr

https://www.imdb.com/title/tt30689603/?ref_=ext_shr

https://www.imdb.com/title/tt34001195/?ref_=ext_shr

https://www.imdb.com/title/tt34001183/?ref_=ext_shr

https://www.imdb.com/title/tt34001199/?ref_=ext_shr

https://www.imdb.com/title/tt32677680/?ref_=ext_shr

https://www.imdb.com/title/tt30403257/?ref_=ext_shr

Wollen wir Community- Wetten abschließen, welcher Titel davon sehbar ist??!!

Sind die Filme den überhaupt echt? Die IMDb-Einträge liefern überhaupt keine Infos und die IMDb ist ja relativ frei bearbeitbar. Eigentlich werden die Bearbeitungen zwar überprüft, aber irgendwie schaffen es trotzdem immer wieder verrückte Kuriositäten rein. Und mit KI bekommst du in zwei Sekunden auch so Poster/Cover hin.

THE RECKONING ist wirklich unglaublich mies :grimacing:

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Also kein The Pit & The Pendulum (1991)?

Neil Marshalls Frühwerk mag ich jedenfalls sehr, allen voran „The Descent“, der ist für mich immer noch der beste Horrorfilm nach den 2000er Jahren. „Doomsday“ und „Dog Soldiers“ ebenfalls klasse. „Centurion“ geht noch. Grenzt man all seine Serien Episoden mal aus und konzentriert sich nur auf seine Spielfilme, ging es danach rapide bergab mit ihm. Der Niedergang von Neil Marshall geht eigentlich Hand in Hand mit seiner Beziehung zu Charlotte Kirk, sie lernten sich um 2018 kennen, seitdem kriegt Marshall nicht wirklich mehr etwas als Regisseur auf die Reihe. Auch seine krampfhaften Versuche bzw. auch Taten seine Verlobte Kirk jedesmal in seinen neuen Filmen als Hauptdarstellerin zu integrieren, schadet in meinen Augen mehr, als es von Nutzen ist. Auf sein neustes Werk „Compulsion“ bin ich zwar gespannt, alleine deshalb, weil er im Bezug zum Neo Giallo stehen soll, aber erwarten tue ich nicht allzu viel, da all seine Spielfilme ab 2019 einer totalen Katastrophe gleichkommen. Marshall ist noch viel zu jung, um sich bei Dario Argento oder Luc Besson einzureihen, die ebenfalls ein sehr starkes Frühwerk aufweisen, ihr Spätwerk aber deutlich schwächer ist. Den „Dogman“ von Besson mal ausgeklammert. Ganz besonders bei Dario Argento ist das der Fall, sein späterer Niedergang ist äußerst schmerzhaft.

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" The simulacrum is never that which conceals the truth - it is the truth which conceals that there is none. The simulacrum is true."

(Jean Baudrillard, „Simulacres et Simulation“, zitiert nach: englischsprachige wikipedia, Hervorhebungen von mir)

Willkommen in der Wüste des Realen

„Sirāt“
(Óliver Laxe / 2025 / Kino (DCP) / OmdU / Erstsichtung)

Es ist nun schon gute zehn Jahre her, dass ich selbst zum letzten Mal ein Techno-Festival / einen Rave besucht habe. Anfang August 2015 war das, die damalige Ausgabe des „3000°“-Festivals im brandenburgischen Feldberg. Und, wie auf nahezu allen Techno-Veranstaltungen und Raves, seien sie nun mit behördlicher Genehmigung durchgeführt, oder auch „illegaler“ Natur, so war es auch damals und dort so, dass sich sowohl Orga-Team als auch Publikum nach Kräften darum bemüht haben, für die Dauer eines Wochenendes eine Art alternativer Ersatz-Realität, einer für wenigstens eine begrenzte Zeitspanne funktionierende soziokulturelle Utopie zu erschaffen. Und wie bei allen diesen Festivitäten zeigte sich auch hier schon nach kurzer Zeit, dass diese mühsam errichtete Fassade von der ach so schönen heilen „anderen“ Welt, die doch möglich sein müsse, vom gelebten Gegenentwurf zum so überaus verhassten Alltag und den Zwängen, Konformitäten und Realitäten der „normalen“ Gesellschaft, nur zu bald schon erste Risse bekam, und zu bröckeln begann. Dass sich hinter diesen Trugbildern dann doch wieder nur die hässliche Fratze der von allerlei Machtstrukturen, Ungleichgewichten und Unwuchten durchzogenen, strukturierten und bestimmten Gewohnheits-Norm offenbarte. Dass auch diese community nicht völlig frei leben, und komplett selbstbestimmt existieren kann. Sondern im Gegenteil immer schon aus einer bereits a priori stattgefundenen Prägung durch und Auseinandersetzung mit den gegebenen Alltags-Realitäten herstammt. Ob sie das nun will oder nicht, ob sie das nun zu leugnen versucht, oder anerkennt. Dafür brauchte es gar keine Skandale wie den um heimlich gefilmte und auf Porno-Plattformen eingestellte Dusch- und Dixi-Videos wie auf der „Fusion“, oder Vergewaltigungen (auch auf jener oft und gerne als „Ferien-Kommunismus“ euphemisierten „Fusion“) und tote Neugeborene im Dixi-Klo, so wie einst auf dem PsyTrance-Happening „Shiva Moon“. Nein, dass auch jene alternate realities keine machtfreien und diskriminierungslosen Räume waren und sind, das konnten selbst die zugedrogtesten party people (oft sogar gerade die) morgens um fünf Uhr auf beinahe jeder Tanzfläche, an jeder Fressbude, und in der Schlange von jeder Dusch-Gelegenheit beobachten. Übrigens auch das einer der Gründe, warum ich selbst der Techno-Szene damals den Rücken gekehrt, und mich nie wieder umgedreht habe - schon gar nicht mit sehnsuchtsvollem Blick.

Der filmische Auftakt von „Sirāt“, Óliver Laxes psychedelisch-ernüchterndem Selbst-Erfahrungstrip und zunehmend finsterer werdendem reality check, beginnt auf genau so einer Pseudo-Temporäre-Alternativ-Gesellschafts-Veranstaltung. Und lässt Eine:n, zumal wenn man selbst früher oder auch jetzt noch Gast auf solcherlei events war oder ist, unwillkürlich im Kinosessel mitgrooven, den Four To The Floor-Beat mit dem Fuß mitstampfen, und mit dem Kopf im Rhythmus der omnipräsenten und scheinbar selbst dann, wenn sie längst schon verklungen ist, nie aufzuhörenden Musik (wer selbst schon einmal ein ganzes weekend auf einem Rave verbracht hat, mag das kennen, wenn man auf der Rückfahrt im Auto selbst ohne Mucke aus dem Autoradio / Cassettenschacht immer noch den Beat im Kopf zu hören vermeint) mitnicken. Wohl kaum ein Film zuvor hat dieses bloße Im-und-für-den-Moment-Sein, diese pure Existenz im Hier und Jetzt, und nur im Hier und Jetzt, diese ozeanische Entgrenzung und das Aufgehen in der Menge, diese ungeheuer kraftvolle Energie, die aus dem Gefühl der kollektiven Verbundenheit alljener gleichzeitig auf dem dance floor abgehender Menschen erwächst, so eindrücklich, nachvollziehbar und glaubhaft eingefangen, wie Laxe in jenen ersten Szenen von „Sirāt“. Nur, um es sodann und gleich wieder in Frage zu stellen, und schmerzhaft-intensiv auseinander zu nehmen. Solange und so tiefgehend, bis wirklich so gut wie nichts mehr bleibt. Nichts, ausser fünf verlorene Gestalten in der endlosen Weite der Wüste. Gemeinsam einsam unter einem leeren weißen Himmel, miteinander verbunden nicht mehr im berauschten Gefühl des Aufgehobenseins im Moment, sondern in fortwährendem Schmerz, anhaltender Trauer und abgründigem Verlust. „In die Sonne schauen“, mit Techno-Beat unterlegt. So lange, bis man nicht nur die Anderen, sondern auch sich selbst aus dem Blick, und aus dem Sinn verliert.

„Willkommen in der Wüste des Realen“, so nannte der slowenische Neo-Marxist und Pop!uläre Kulturphilosoph Slavoj Žižek in Anlehnung an eine Zeile aus Jean Baudrillards „Simulakra und Simulation“ sein 2002 erschienenes Buch, welches sich mit den soziokulturellen Verwerfungen und globalen Disruptionen, die in der Folge von 9/11 die Welt erschütterten, befasste. Ein Buch, in dem Žižek die Folgerichtigkeit der terroristischen Attacken des 11. September 2001 als zum Teil durch ihre ikonographische Vorwegnahme in Hollywood-Katastrophenfilmen begründet sah, und schlussfolgerte, die Anschläge des 11. September seien ein unterschwelliger Wunsch der U.S.-amerikanischen Gesellschaft gewesen, da sie bereits als in jenen Filmen ausgebreitetes Spektakel heimlich herbeigesehnt worden wären. Die behauptete Universalgültigkeit der Menschenrechte und der Kriege gegen den Terror im Namen von und zur Durchsetzung ebendieser Rechte hätten genau diese Menschenrechte außer Kraft gesetzt und infrage gestellt, durch die Legitimierung von Folter und Rechtfertigung von Grausamkeiten zu ihrer Perpetuierung. Die Wüste des Realen, in der eine behauptete Moral nur verschleiert, und im selben Moment doch gerade ebenso offenbart, dass ebendiese Moral gar nicht existiert. Ein Simulakrum, das Realität (geworden) ist. Sergi López (der Gérard Depardieu (hoffentlich nur) äusserlich immer ähnlicher zu werden scheint) und Bruno Núñez Arjona spielen nun Vater und Sohn, die nach Marokko gekommen sind, um dort die verschollene Tochter und Schwester Mar (was auf Spanisch „Meer“ bedeutet, und von diesem / dieser Meer ist im ganzen Film weit und breit nichts zu sehen) zu suchen. Und auf dieser Suche ein Rave, auf dem sie sich umhören, die Teilnehmer:Innen befragen, und Flyer mit dem Konterfei der Vermissten verteilen, mir nichts, Dir nichts, von einem Konvoi Soldaten unter- und abgebrochen wird. Die Situation sei eskaliert, alle Europäer:Innen mögen sich bitte in ihre fahrbaren Untersätze begeben, und man werde sie sodann in einem Kovoi aus der Einöde heraus, und in sicheres Gebiet eskortieren. Aber da ist ja angeblich noch dieser eine Rave tief in der Wüste, auf dem Mar vielleicht, vielleicht auch nicht, sein könnte, und den einige der Partygänger:Innen unbedingt noch besuchen wollen - koste es, was es wolle. Ob nun für Sprit-Kanister, oder an seelischer Gesundheit. Doch wie hoch der zu entrichtende Preis dann tatsächlich sein wird, kann noch niemand ahnen…

Der Titel-Schriftzug von „Sirāt“ wird erst dann eingeblendet, als sich die körperlich teilweise gehandicapped-ten und mutilated „Freaks“ (einer der party people trägt in einer Szene ein T-Shirt mit den zwei pin heads aus Tod Brownings 1930er-Horror-Klassiker und der Aufschrift „Freak Show“) zusammen mit Vater, Sohn, und Hündin auf den Weg tief ins Innerste der Wüste machen, zu einer unermüdlich-rastlosen, strapaziös-beschwerlichen Suche nach einer Fata Morgana aufbrechen, die sowohl eine Feier am Rande des Vulkans, ein danse macabre am Vorabend des Weltuntergangs, als auch das schemenhaft-verschwommene Trugbild einer vor Jahren vermutlich schon verloren gegangenen Tochter und Schwester ist. Die nun folgende Odyssee durch Staub, schlammige Flussläufe und über steinige Bergpisten und ausgedorrte endlose Ebenen, wird sie bis an den äussersten Rand ihrer Selbst(e) und immer tiefer in eine zunehmende Schwärze und Finsternis führen. In eine endlos scheinende Nacht der Seele. In einen lichtlosen Abgrund der eigenen Existenz, in eine leere Einöde der individuellen (Selbst-)Erfahrung. Eines der vielleicht schönsten Bilder des gesamten Kinojahres ist das von zwei die Dunkelheit der Nacht durchfahrenden Trucks, die immer tiefer und tiefer in das undurchdringliche Schwarz vorstoßen - ein Bild, das einzig und allein vom hell am Nachthimmel leuchtenden, einsam verlorenen Mond beschienen wird. Doch während die selbstgewählte, akzeptierende Ersatzfamilie der Raver:Innen auch Luis und Esteban für einen kurzen Moment so etwas wie innere Wärme, Hoffnung und Zuversicht schenken kann, so ist doch auch dieser schwache Lichtschimmer nicht von langer Dauer. Ab einem bestimmten Punkt erreicht der Film einen Grad von beklemmender Schwere und existentieller Beklemmung, dass Einer:Einem wortwörtlich Angst und Bange wird. Und macht dann einfach weiter. Ohne Gnade für oder Rücksicht auf auch nur eine einzige seiner Figuren, die hier den Einbruch des Realen in die herbei phantasierte Utopie am eigenen Körper erfahren, dass die Fleischfetzen nur so fliegen, und die untätige Hilflosigkeit nur so die Psyche zerfrisst. Da hilft dann nur noch Eines: die Boxen auf den ausgedörrten Wüstenboden stellen, halluzinogengetränkten Sud schlürfen, und die Musik lauter, IMMER LAUTER zu drehen (das vermutlich beste Sound Design des ganzen Kinojahres - mehr dazu siehe hier). „Lass es krachen!“ schreit die schwarzverhüllte, barfuß tanzende Jade. Und krachen, das tut es, als sich aus nicht ganz so heiterem Himmel dann das Unvorstellbare ereignet, und sowohl uns Zuschauer:Innen als auch die Filmfiguren trotz sengender Gluthitze eiskalt erwischt. Die Referenzen an Henri-Georges Clouzots „Le salaire de la peur“, Sechziger Jahre-Western und auch George Millers „Mad Max“-Filme werden allerspätestens hier überdeutlich. Können aber die ungeheure Wucht, und explosive Prägnanz von Laxes fieberträumerischer, und doch so kristallklarer Vision nicht verstellen, oder vorstellbar machen, solange man ihrer nicht selbst ansichtig wurde, und sie ebenfalls - analog zu den Protagonist:Innen - am eigenen Leib erfahren hat. „Sirāt“ ist Film als Grenzerfahrung, ist Lichtspiel als Ausnahmezustand, ist Kino, wie es transgressiver nicht sein könnte. Von einer beinahe schon übergriffigen Intensität, von einer kaum auszuhaltenden Unmittelbarkeit. Von einer radikalen Schonungslosigkeit, die ihresgleichen sucht. Nicht nur in diesem Kinojahr, sondern wohl auch im Kino als solches. Und dann, wenn der Film in seinen letzten Minuten sein eigentliches Anliegen endlich vollständig enthüllt, und sichtbar macht, wenn wir, ans Ende gekommen, nicht nur ans Ende der Musik, oder der Hauptfiguren, der Welt gar, sondern auch der Menschheit, der Menschlichkeit, endlich verstehen, was „Sirāt“ uns die ganze Zeit lang sagen und zeigen wollte, was die gesamte Dauer des Films über verschleiert schien, obwohl es doch so offen vor unser aller Augen sich präsentierte (in meiner Wahrnehmung zeigt der Film exemplarisch am Schicksal der beiden Suchenden und der Raver:Innen die bittere, unerträglich lebensgefährliche und von diesen wohl alltäglich erfahrene Realität von Migrant:Innen auf deren Flucht- und Weg-Routen von ihren Heimat- und Herkunftsländern weg, hin zu einer vermeintlich besseren Existenz in der fortress europe), und nun ganz und gar „wahr“ geworden ist, wenn der Film uns in seinen letzten Bildern dazu zwingt, das ganze zuvor Gesehene noch einmal in einem neuen, völlig anderen Licht zu betrachten, dann ist es schon viel zu spät, für uns selbst, die wir mitten ins Herz getroffen werden, und für die Charaktere auch. So, wie es vielleicht, vermutlich, lange schon zu spät war (wie es eine:r der Raver:Innen so trefflich formuliert).

Und sind auch wir endlich angekommen, in dieser Wüste des Realen.

Die wir eigentlich doch immer schon bevölkerten.

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Chapeau!!! Der bisher beste Text von Dir, den ich mir komplett zu Gemüte geführt habe!!! Konnte richtig eintauchen. Trotz 25 Jahre Hardcore-Punk-Szene bin auch ich irgendwann als open-minded person in der Psy-Trance-Goa-Techno-Szene gelandet. Was umso paradoxer erscheint, da ich 23 Jahre straight edge bin. War zuletzt 2023 auf der Entropie, einer kleinen Alternative zur Fusion, mit diversen Workshops etc.

Muss leider sagen, dass ich nirgendwo so friedliebende Menschen getroffen habe, wie auf Techno-/Goa-Raves. War sicherlich such der Art der Drogen geschuldet.

Auf Beatdown-Hardcore shows wird man am Rande des Moshpits von hinten mit Fäusten gegen den Kopf geschlagen (“crowdkilling” und bekommt Tritte ab. Mehr patriarchaler Fight Club als Konzert-/ Festivalfeeling.

Auf Dorffesten (auch das Oktoberfest ist das größte Dorffest der Welt) wird gesoffen, geprügelt und belästigt was der Alkoholpegel so hergibt.

Ein safespace oder zumindest safer space wird in der patriarchalen Machtstruktur wohl nie wirklich möglich sein, außer es gibt flinta*-only spaces.

Bin mehr als gespannt, wie der Film auf mich wirkt!!!

Gibt es schon einen Termin für streaming /home cinema??

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FREMD IN DER WELT (6,0/10)

Ein Film wie das Leben selbst!!!

Im Laufe der Story verändert sich der Tonfall von witzig-absurd, über ein slow-burn Drama mit extremen Gewalt-Ausbrüchen zu einem packenden Überlebenskampf.

Ich liebe den Originaltitel des Film “I don’t feel at home in this world anymore“ so sehr, dass ich ihn mir als Tattoo stechen lassen würde.

Die Protagonistin (Melanie Lynskey aus dem großartigen Heavenly Creatures (1994) begleitet mich mein gesamtes Cineasten-Leben) ist eine depressive Single-Frau, die damit aufgehört hat nach dem Sinn des Lebens zu suchen.

Elijah Wood als strange Sidekick muss hier gesondert erwähnt werden. Nach Lord of the rings (was ich nie gesehen habe, da es so gar nicht meinem Geschmack entspricht, habe Peter Jackson gehasst dafür damals als Fan seines Splatter-Frühwerks) hat er sich emanzipiert. Er spielt nur noch abgefuckte Rollen in abgefuckten Filmen.

(Maniac, Hooligans, Sin City, Cooties usw.)

Der Regisseur Macon Blair beweist mit seinem Debüt, dass er harte und schonungslose Filme kann im Gegensatz zu “The Toxic Avenger (2023)” in dem man den Einfluss des Hollywood-Mainstreams massiv spürt.

Das hier ist ein konsequenter in-your-Face- Streifen mit wtf-kills, der einen geglückten Wechsel zu einem richtigen survival-terror im Schlussakt vollzieht.

Ich würde Dir ja raten, zu gucken, ob Du den nicht doch noch irgendwie, irgendwo im Kino erwischen kannst, weil er da - zumal mit einigermaßen gutem Sound und ordentlich LAUT !!! - sicherlich nochmal um Einiges intensiver wirkt… aber ich weiss ja auch, dass das für Dich allein schon wohnortbedingt und reisetechnisch nicht so ganz einfach ist. Die ofdb gibt jedenfalls als release-Termin für die BluRay- / DVD-Veröffentlichung den 18. Dezember 2025 an.

Diesen ominösen, brutal-chauvinistischen crowdkilling-Trend kenne ich, allerdings nur von Videos her und war zumindest mir bislang auch nur aus den U.S.A. und Kanada geläufig. Im deutschen Kontext habe ich sowas bisher zum Glück noch nicht erlebt. Muss dazu aber auch anmerken, dass ich mitterweile eh kaum noch auf Live-Konzerte gehe - seien es nun Hardcore-, Screamopunk, Crust-, oder überhaupt Live-Gigs. Von daher bin ich da in der Hinsicht bislang von allzu grossem Übel verschont geblieben. Am Wochenende gerade erst auf dem Konzert der mir bis dahin unbekannten englischen Electropunk-Indierocker:Innen Coach Party mich nach langer Zeit mal wieder in den Slamdancing-pit gestürzt (naja, am Konzertende war’s eigentlich keine pit mehr, weil sowieso so ziemlich die ganze Halle nur noch gemoshed, ge-poged und getobt hat, als gäb’s kein Morgen mehr). Da ging es zwar gewohnt hart, heftig und ruppig, aber zum Glück nicht eine Sekunde lang rücksichtslos oder übertrieben brutal zu. Im Gegenteil wurde da bei aller gebotenen und auch notwendigen Härte aber auch immer wieder aufeinander acht gegeben, sodass auch jede Menge FLINTA*s ihren Spass daran hatten. Nicht umsonst hiess ja auch der allerletzte Song der Band: „Where the Fuck are my Girls?“. Naja, die waren alle vor der Bühne, und gingen steil ab. Wie das halt auch sein soll. Aber dazu schreib’ ich sonst heute abend / nacht, oder im Laufe der Woche nochmal was mehr, an anderer Stelle.

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Braucht noch jemand eine schlechte Zombiekomödie? George A. Romeros Tochter hat eine gedreht. Nach dem Trailer zu urteilen, ist sie wahlweise anti- oder too woke. Sehenswert höchstens wegen Katy O’Brien.

Das hier sieht dagegen vielversprechend weird aus:

Dass das hier ein Remake von SAVE THE GREEN PLANET sein soll, weiß man auch nur, wenn man’s weiß. Aber wie immer bei Lanthimos/Stone sieht alles sehr geil aus, läuft ja auch schon in ein 4 Wochen an:

Let’s reboot ANACONDA! Hey, mit der Besetzung, warum nicht? Könnte eine schöne Parodie in Richtung TROPIC THUNDER werden. Oder JUMANJI 4.

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So schlecht sieht der Zombiefilm nicht aus.

Wie kommst du auf woke oder anti woke?

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Okay, da weiss ich nun aber wirklich mal gar nicht, wo ich anfangen soll… but honey, you’re just so so wrong in so unbelievably many ways… :wink:

Ich weiss ja nun nicht, ob und wenn ja, wie vertraut Du mit TransQueerLesBiSchwuler Subkultur bist, aber das sieht doch ein Blinder mit 'nem Krückstock eine Drag Queen mit abgebrochenen High Heels, dass das nun wirklich irgendwie weder woke (Gott, was hasse ich dieses Wort) noch anti-woke ist, sondern einfach nur fucking QueeRRR as fuck !!! :wink:

Und ja, ist ja nett, dass (also queer) Katy O’Brian da auch mitspielt, aber für meine Wenigkeit gibt’s drei viel gewichtigere Gründe, dass der ganz weit oben auf meiner watch-list landet:

  • Margaret Cho !!! :heart_eyes: :star_struck: :heart: :heart: :heart: (um deren Stand Up-Comedy-Show zu sehen, ich 2006 extra nach London geflogen bin, und mit der zusammen ich mich, als sie mal bei den LesBiSchwulen Filmtagen in Hamburg zu Gast war, habe fotografieren lassen)

  • Riki Lindhome !!! :heart_eyes: :star_struck: :heart: :heart: :heart:

  • Eine RRRichtig gut aussehende Queer ZomCom, von Queers, mit Queers, über Queers, für Queers !!! :freudentanz:

Alle Anderen können meinetwegen gerne auch daheim bleiben, aber ich werd’ den aber mal sowas von abfeiern !!!

„You might wanna look away“ ? Nä Margaret, ich ganz bestimmt nicht !!! :laughing:

Ich habe den Film auf meiner Liste für Sitges. Bin aber noch nicht ganz sicher, ob die Sichtung klappen wird. Auf der Festival-Website heißt es zu QUEENS OF THE DEAD:

When a zombie apocalypse breaks out in Brooklyn on the night of a massive warehouse party, an eclectic group of drag queens, club kids, and frenemies are going to have to put their personal dramas aside and utilize all their abilities to fight together against the brain-hungry living dead. The feature film directorial debut of George A. Romero’s daughter, who has extended her father’s legacy into the realms of queer cinema and unrestrained comedy.

Für manche, ähhh, viele Leute bedeutet aber leider nun mal queer = woke :man_shrugging: Dieselben Leute glauben ja auch, „woke“ wäre irgendwas Böses … und „antifaschistisch“ seit Neuestem terroristisch :joy::tired_face: Was ich @Herr_Kees nun, wohlgemerkt, nicht unterstellen möchte!

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Nur um das klarzustellen, falls das in meinem obigen diesbezüglichen post nicht wirklich rüber gekommen sein sollte: Ich selbstschreibend auch nicht, und in keinster Weise. Hatte das auch eher unter „Trailer falsch interpretiert“, und / oder „Sich unglücklich ausgedrückt“ verbucht.

That said, erwarte ich von „Queens Of The Dead“ aber nun beileibe auch überhaupt gar nicht den „In die Sonne schauen“ der Zombie-Splatter-Comedy, oder gar ein leidlich spannendes, oder besonders innovatives Werk… solange das nur eine augenzwinkernd-überdrehte, trashig-alberne Party im Kinosaal hergibt, bin ich da schon vollkommen zufrieden. Und, wie schon geschrieben: Ein Film, welcher mir ein unverhofftes Wiedersehen mit sowohl der fabulös-spitzzüngigen, formulierungsfreudig-formidablen Margaret Cho und auch noch der tollen Riki Lindhome beschert, der kann sooooo schlecht erstmal schon gar nicht sein! :wink: Passt scho!

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Ach, woke, queer und terroristisch ist gar nicht dasselbe? :wink: Es stimmt, mein Gebrauch des Begriffs „woke“ ist hier missverständlich.

Ich hatte mich an dem Spruch „grown man with man parts coming through“ gestört, der wohl witzig gemeint ist, für mich aber so einen „alter weißer (bzw. in dem Fall schwarzer) CIS-Mann“-Humor repräsentiert, den ich ziemlich peinlich finde, das hatte ich als mögliches Anzeichen interpretiert, dass der Film Menschen, die sich in einem queeren Umfeld entsprechend „anstellen“, zu dissen. Das wäre für mich ein Ausdruck von „Über-Wokeness“. Und auf der anderen Seite sehe ich durch queere Zombies die mögliche Lesart, Queerness als Bedrohungsmetapher zu verwenden. Was einem halt bei so einem bescheuerten Zombietrailer so alles durch den Kopf geht.

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Einfach nur queer, schwul, lesbisch usw. zu sein ist nicht woke. Was das ist hab ich ja im anderen Thread erklärt. Gegen Faschismus zu sein ist nicht terroristisch, wohl einige gewaltbereite Antifa Mitglieder vermute ich.

Apropos queer:

Gute Entscheidung heute von mir - HONEY DON’T! war mein erster Kinobesuch, der auf IN DIE SONNE SCHAUEN folgte.

Ich hatte ja gewisse Probleme, meine Festplatte nach dem Mascha-Schilinski-Wunderwerk wieder soweit frei zu räumen, um für ganz anderes Kino aufnahmebereit zu sein.

HONEY DON’T! war eine perfekte Wahl.

Ethan Coen ist ja momentan ohne seinen Bruder unterwegs und hat sich mit seiner Frau Tricia Cooke zusammengetan, um eine Trilogie queerer B-Movies zu schaffen. Nach DRIVE-AWAY DOLLS ist HONEY DON’T! nun die zweite Nummer dieser Art. Hauptdarstellerin ist wieder Margaret Qualley…

Klingt doch schon verheißungsvoll, nicht wahr?

Um’s kurz zu machen: Freundinnen und Freunde wilder, knalliger, hingerotzter B-Movie-Ware kommen absolut auf ihre Kosten. Miss Qualley spielt eine toughe Privatdetektivin, die während der Ermittlungen mehrerer Fälle Zusammenhänge erkennt. Zwischendrin spielt das Privatleben eine Rolle, sie hat jede Menge sehr guten, heißen (also: lesbischen) Sex, prügelt MAGA-Bullies mal schnell die Seele aus dem Leib und kommentiert in flotten One-Linern die verkommene patriarchalische Ami-Welt. Herz, was willst du mehr?

Besonders im Gedächtnis bleibt die wohl beste First-Date-Szene seit sehr langer Zeit.

Margaret Qualley schwebt auf (wirklich sehr coolen) Stöckelschuhen (und trotz der körperlichen Herausforderungen) quasi durch diesen Film, und was ich persönlich sehr auffällig finde (und mir schon bei Tarantino oder SUBSTANCE auffiel: im Vergleich zu ihrer Mutter (die ich immer als ein Model wahrnahm, das auch passabel schauspielert) hat sie eine extraordinary Leinwandpräsenz. Die Kamera liebt ihr Gesicht. Aber sie weiß auch was damit anzufangen…

Fazit:

(Nicht nur) In queeren Kreisen zukünftiger Kult-Hit. Nichts dagegen, wenn Ethan Coen auf die Idee kommt, die Trilogie auszuweiten.

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Und ich hab dir inzwischen mindestens fünfmal erklärt, was „woke“ tatsächlich bedeutet, aber du willst es halt nicht verstehen und schwingst stattdessen dieselben hasserfüllten Trommeln wie Trump und alle anderen Rechtspopulisten. Aber hey, es gab auch keinerlei Grund für dich, dich hier angesprochen zu fühlen … aber es zieht sich halt jeder den Schuh an, der ihm passt.