Aktuelle Genrefilme

Die schlechte Nachricht zuerst : Mein Antrag auf kurzfristigen Extraurlaub, mit der Begründung die Romane hier im Forum endlich zu Ende lesen zu können, wurde abgelehnt. Die gute Nachricht : Es wird hier bald eine Review zu Darren Lynn Bousman’s neuem Horrorfilm “Twisted” geben. Das wird mir hier allmählich nämlich zu viel Arthouse und Anspruch. Was die Leute wollen ist SCHMUTZ! :smile:

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Dein Anliegen in allen Ehren, und auch ich habe absolut gar nichts gegen trash, smut, und grittyness - aber das Wort „Schmutz“ mit einen Foto von Monty Pythons’ zu bebildern… Dagegen sträubt sich Alles in mir, und begehrt mein Foren-nick name heftigst auf… Die haben doch niemals nicht irgendwas gemacht, was sich auch nur im Entferntesten mit Schmutz in Verbindung bringen liesse…

:wink: :laughing:

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Das ist ein Zitat aus der Endszene der deutschen Synchronisation von “Der Sinn des Lebens”, kurz nachdem die Dame sagt “Und hier noch ein paar exquisite Bilder von Penisen”.

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Ha ha ha - Eiskalt erwischt - Da siehste mal, wie ewig lange ich den Film, von dem mein Foren-User-Name herstammt, schon nicht mehr gesehen habe… Das war mir nämlich total entfallen (Also, nicht das mit den Penisbildern, wohl aber das Zitat). Aber so ganz bierernst hatte ich das ja auch nicht gemeint, ne? Sonst hätt’ ich ja auch nicht die entsprechenden Bilder, welche das Gegenteil belegen, noch in meinen post mit eingebunden… :wink:

Sei’s drum - Einigen wir uns einfach darauf, dass Monty Pythons’ immer geht, die absolute Krone des menschlichen Humors darstellt, und „The Meaning Of Life“ sowieso der einzig wahre Weihnachtsfilm ist… weil: „Im Himmel ist jeden Tag Weihnachten!“ :grinning_face_with_smiling_eyes:

…das Ende mit den Penisbildern ham se natürlich rausgekürzt, die bigotten Feiglinge !

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Da hast du allerdings recht…hülle mich ab jetzt lieber mal in Schweigen bzgl. nicht allzu genre-affiner Filme…hat hier in der Tat nix zu suchen :slight_smile:

Bitte nicht in den „In die Sonen schauen“-thread, der ist eh schon über Gebühr mit dort nicht hinpassendem und schlecht aufgehobenem off topic-Gedöhns verstopft… Ich hatte seit einiger Zeit sowieso schon vor, noch eine PN an @todi zu schicken, mit der Bitte, da und auch an ein, zwei anderen Stellen mal ordentlich durch zu wischen (a.k.a. einige dort eher deplatzierte posts zu verschieben). Mein Vorschlag wäre, zumindest für die posts bezüglich „Silent Friend“, der „Letzter Film, den ich gesehen habe“-thread.

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Joh, ein anständiger und der Jahreszeit angemessener Frühjahrsputz wäre hier durchaus mal angebracht…blick grad auch nicht mehr so richtig durch…

Genau, darauf können wir uns allemal einigen…war jetzt auch meine Schuld, da ich auf den Park Chan-Wook reagiert habe und das Ganze dann mit dem SIE GLAUBEN AN DINGENSKIRCHENS fortgeführt habe…quasi 2 in 1…nicht so gut!

Alles klar - Ich nehm’ das dann mal in die Hand Tippfingerchen, wenn’s denn genehm ist, und funkelt. Und keine Sorge, ich achte bei sowas immer penibelst genau darauf, dass bestehende Diskussionsfäden nach Möglichkeit nicht irgendwo mittendrin „zerrissen“ / abgerissen werden, und man dann nachher gar nichts mehr versteht. Kann aber auch noch eine oder zwei Nächte dauern, bis ich das Alles zusammen gekramt habe…weil: Nachher ist Super Bowl Time, Baby!

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No Other Choice ist zwar nicht Parks bester Film aber einer der besten Filme der letzten Jahre.

Aber es gibt sehr viel Interpretationsspielraum und kaum was ist klar.

Komme gerade aus NO OTHER CHOICE und habe leider keine andere Wahl, als enttäuscht zu sein. Der Film ist in einem solch schleppenden Tempo inszeniert und liegt tonal so neben der Spur, dass es wirklich eine zähe Verastaltung war. Zeitweise kann man sich an den Park-typischen wunderbaren Bildgestaltungen erfreuen, aber weder die komisch gemeinten noch die Szenen mit Spannungspotenzial trafen meinen Nerv. Und ich bin wirklich ein Fan des Regisseurs, kenne alle seine Filme inkl. Kurzfilme und TV-Arbeiten.

Mit dem gut geölten, überraschenden und durchweg unterhaltsamen (wenn auch m. E. insgesamt etwas überhypten) PARASITE hat der Film allerdings wenig zu tun.

Eine richige Review folgt, sobald ich Costa-Gavras‘ „Original“ LE COUPERET gesichtet habe, den ich vor ein paar Jahren mal auf arte aufgezeichnet hatte.

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Hab ich genau so irgendwie befürchtet. Der DECISION TO LEAVE ging ja schon in eine ähnliche Richtung, bzw. hat tonale Schwankungen die ich nie wirklich nachvollziehen konnte und die auch nicht immer plausibel waren. Der hat mich einfach null abgeholt und total kalt gelassen. Und ich bin Fan der ersten Stunde…die Vengeance-Trilogy war ohne wenn und aber der Peak. Ab irgendeinem Punkt gehts dann halt langsam aber sicher abwärts…

Für den übermäßigen Hype der PARASITE bis zu den (m.e. absolut verdienten) Oscars und darüber hinaus begleitete kann der Film ja nix :slight_smile:

Wobei ich DECISION TO LEAVE sehr schön fand. Mir haben dafür CYBORG, THIRST, SYMPATHIZER und HANDMAIDEN nicht ganz so gut gefallen. Aber tatsächlich alle immer noch besser als dieser.

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So, da ich jetzt wieder einen Kopf dafür habe und nicht im Zug sitze wo irgendjemand mir gegenüber komische Musik hört und auf der anderen Seite jemand lautstark am Telefon über Depressionen und Beziehungen spricht, hier ein Nachtrag.

Ich fand No Other Choice sehr kurzweilig. Der Film geht ja 139 Minuten, er kam mir aber gar nicht lange vor. Die schlechten Sachen am Anfang. Leider ist der Film wohl von Park Chan-wooks Filmen
Decision to Leave am ähnlichsten und in manchen Aspekten vermutlich schwächer. Decision to Leave hatte sehr viele Details, die einem erst beim wiederholten Sehen auffallen. Bei No Other Choice hat das gar nicht so gewirkt. Könnte sich aber nach dem zweiten Sehen noch ändern. Leider passiert in dem Film nicht so viel und das meiste bleibt der eigenen Interpretation überlassen. Hätte erwartet, das Lee Byung-hun massenweise Konkurrenten ausschaltet.

Aber letztlich sind es drei Morde, mit denen er sich auch nur sehr schwer tut.

Männer werden in diesem Film eher negativ dargestellt. Lee Byung-hun wird zum Mörder, weil er an seinem Beruf festhält. Lee Sung-min hätte, gerade in seinem Alter, eine tolle Möglichkeit mit dem Café gehabt, aber weil auch er nicht loslassen und weiter gehen kann und zu viel Stolz in sich trägt, stirbt er letztlich. Siwon raubt einen Laden aus.

Hingegen zeigen die Frauen, Son Ye-jin und Ra Mi-ran viel Opferbereitschaft und Hingabe, und Riwon ist ein riesiges musikalisches Talent. Allerdings geht Ra Mi-ran auch Fremd, was nicht so nett ist.

Was mich gewundert hat, war, wie die Freundschaft von Siwon und Dong-ho, zustande kam. Er ist ja der Sohn des Kaufinteressanten ihres Hauses. Und es schien, als hätten sich die Familien vorher nicht gekannt. Muss ich mal beim zweiten Sehen drauf achten, ob die Kinder miteinander spielen während der Besichtigung.

Ich weiß auch nicht genau, was der Diebstahl ausdrücken sollte und was genau damit gesagt werden sollte, das Lee Byung-hun überhaupt nicht an der Wahrheit interessiert war, und der Zuschauer so scheinbar auch nicht wissen kann, was passiert ist.

Ich fand das mit der Papierindustrie irgendwie so aus der Zeit gefallen. Ist natürlich eine sterbende Industrie, aber eben schon seit so langem. Dann wird man am Anfang damit konfrontiert, wie die Ingenieure sagen, dass immer wieder neue Bäume gepflanzt werden, und am Ende sieht man die Abholzung. Aber, ist eben so. Fand ich als Kritik etwas seltsam, falls es so gemeint war.

Dann gibt es noch den Zwist mit Son Ye-jin als Dentalhygienikerin und Lee Byung-hun, dessen Zahn irgendwie psychosomatisch verfault. Irgendwie kann ich da nicht viel sinnvolles Zusammeninterpretieren.

Der Anfang des Film ist eigentlich am besten. Gerade mit dem Schlangenbiss. Habe mich auch gefragt, wie das mit dem Netflix-Tudum so ist. Ob Park dafür zahlen musste, den Sound zu verwenden, oder ob umgekehrt eher Netflix was zur Produktion beisteuerte. Oder man sich einfach geeinigt hat, dass es für beide gut ist.

Dann gibt es ja noch die Kinder Siwon und Riwon und die Hunde Ri-tu und Si-tu, wobei halt zu beachten ist, dass Won wie “one” klingt und “tu” wie “two” und es halt ein Wortspiel ist, was dann in den deutschen Untertiteln nicht so funktioniert.

Da muss ich nochmal einhaken bzw- nachfragen:

Wir sind uns aber schon einig, dass es sich bei den Herren Park Chan-Wook sowie Bong Joon-Ho um zwei verschiedene Regisseure handelt?

Schon klar, der Bezug auf PARASITES kam aufgrund der (vermeintlichen) inhaltlichen Nähe zu NO OTHER CHOICE auf. Aber da du hier keine Namen explizit nennst, sondern nur jeweils von “sein” sprichst, bin ich kurz drübergestolpert.

Anyway, jedenfalls hat auch für mich der NO OTHER CHOICE nicht wirklich gezündet. Da hätte ich mir mehr erwartet, irgendwie funktioniert der nicht richtig. Vielleicht ist es doch immer auch eine Frage der Erwartungshaltung, denn ebenso wie @Herr_Kees würde ich mich als Fan von Park Chan-Wook-Filmen betrachten. Wobei ich OLDBOY für den All-Time-Klassiker schlechthin halte, ein solches Brett hab ich wirklich noch selten im Kino gesehen. Aber ich gestehe auch, ich bin ein großer Fan von DECISION TO LEAVE (respektive, weil hier finde ich ausnahmsweise den deutschen Titel den schöneren: DIE FRAU IM NEBEL), gerade weil der so komplett anders ist als OLDBOY oder die VENGEANCE-Reihe.

(By the way: Ich möchte daher auch @die_Lachsschaumspeise ermutigen, den rumliegenden DIE FRAU IM NEBEL unbedingt noch nachzuholen. Gerade wenn man Park Chan-Wook-Filme kennt, ist der halt in seinem Oeuvre in etwa so anzusiedeln wie STRAIGHT STORY in dem von David Lynch. So zumindest meine Wahrnehmung. Ich kann mich furchtbar täuschen, aber ich wäre geneigt zu hoffen, dass der viel besser gefällt als du denkst :slightly_smiling_face:.)

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Sorry, da hab ich einfach auf einen vorherigen Post geantwortet und bin wie da auch mal eben vom Herrn Park auf Herrn Bong umgeschwenkt ohne das entsprechend zu vermerken.
Geh halt in einem Forum wie diesem auch davon aus, dass das eh jedem bekannt ist.
Bin freilich mit sämtlichen Werken beider Regisseure vertraut…

So, nun aber wieder zurück zu Herrn Parks letztem Werk. Wie angekündigt kommt meine Review gleich im Doppelpack mit der Erstverfilmung von Costa-Gavras aus dem Jahr 2005, die mir tatsächlicn noch eine Idee besser gefallen hat, auch wenn diese eher brav, aber dafür straight erzählt wird und keine besonderen inszenatorischen Ideen zu bieten hat. Ich bin gespannt, ob es auch mal eine amerikanische Version geben wird, schließlich spielt der Roman aus den 90ern in den USA.

NO OTHER CHOICE

LE COUPERET

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Bin jetzt mit der OFDb nicht wirklich vertraut, und kenn daher auch nicht die Logik bei der Notengebung.
Am Ende beider deiner Reviews hast du jedenfalls eine 6,5/10 stehen. So weit, so gut.
Wenn ich die Reviews öffne, steht bei DIE AXT eine 7, bei NO OTHER CHOICE ne 6.
Why? Iss schon etwas irritierend :thinking:

Da man bei der OFDb keine halben Punkte vergeben kann, ist meine offiziell eingetragene Punktzahl meine Tendenz. Aber hängt Euch doch bitte nicht so sehr an Bewertungspunkten auf.

Nöö, mach ich auch nicht. Bei dir spielt sich ja meist eh alles im 6er und 7er Bereich ab :slight_smile:
Wollte das nur mal verstehen - danke für die Aufklärung…

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