Aktuelle Genrefilme

Den hätte ich mir auf den White Nights gewünscht, jetzt kommt er regulär ins Kino. Herr Dewi ist sehr angetan:

„Was COLD STORAGE von dem ganzen Monster-Müll abhebt, der auf dem Fantasy Filmfest gerne den Mitternachts-Programmplatz belegt, ist die schiere Geschwindigkeit: der Film wirkt, als habe man eine dreiteilige Miniserie um jede überflüssige Dialogzeile und jede Füllszene bereinigt, bis nur noch das „best of“ übrig war. Action, Gags, Action, Action, Gags, Action, Action, Action. Ein Sprinter mit Bestzeit. Goldmedaille.“

https://wortvogel.de/2026/02/kino-kritik-cold-storage/

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„No Other Choice“

Was Du nicht willst das man Dir tut, das mache andern – das tut gut!

Regisseur Park Chan-wook wird sich mit diesem Film nicht nur Freunde machen. Denn es gelingt ihm auf eine vollkommen schamlose Art und Weise, die papierdünne Fassade all jener armen Teufel einzureissen die sich in ihrem Leben fast ausschließlich über ihren Job definiert haben und diesen schließlich trotzdem verlieren.

Das dürfte vor allem in einem Land wie Korea nicht unbedingt auf sehr viel Gegenliebe stoßen. Zu gemein, zu peinlich und zu schmerzhaft sind nämlich die Szenen von in Selbstmitleid zerfließenden Ex-Managern, die mitunter mit ihrem Gejammer ihre Ehefrauen langsam in den Wahnsinn zu treiben scheinen.

Eigentlich kein schönes Thema und auch bei uns leider hochaktuell. Aber es gelingt Park Chan-wook, daraus fast so etwas wie eine Tragikomödie zu machen. „No Other Choice“ ist eine einzige Reseptlosigkeit, und genau das macht ihn so grandios. Eine Respektlosigkeit vor Kultur, Ehre, Tradition der Wahrung des Scheins und des Gesichts, vor allem, aber auch vor einer sich manifestierten, hierarchischen und in alten Traditonen verankerten Denkweise. Dabei ist der Film gleichzeitig eine ernst zu nehmende Kritik an der modernen Arbeitswelt.

Die Feinzeichnungen der reich an Zahl vorhandenen und superb herausgearbeiteten Charaktere, die mit subtilem Witz nahezu überquellenden Dialoge, die grotesken Ideen und aberwitzigen Situationen, in die unser Antiheld, Man-su, gerät, all dies lässt dem Filmfreund, die auf den ersten Blick recht lang scheinenden 2 ½ Stunden, wie durch Zauberhand blitzschnell verstreichen. Diese pechschwarze Komödie hätte für mich keine Minute kürzer sein dürfen, und ich hätte dem bunten Treiben sogar gerne noch länger zugesehen.

Dazu kommen die mit liebevollen Details und einer glücklichen Hand für stimmige Atmosphäre und dem Plot zuträglichen, perfekt in Szene gesetzten Bilder, in denen man förmlich schwelgen kann - sofern man nicht ständig auf die Untertitel schauen müsste –tolle Bilder, die auch Spaß machen, wenn die Augen gezwungen sind, permanent zwischen opulenten Settings und glücklicherweise nicht ZU schnellen Dialogzeilen hin- und herspringen. Aus manchen Einstellungen tropft förmlich die Liebe und Verehrung Park Chan-wook‘s zu Alfred Hitchcock heraus.

Ganz bestimmt nicht der böse, harte Thriller, den man aus der Geschichte hätte machen können, dafür aber endlich mal eine schwarze „Komödie“, die nicht in Klamauk absäuft, sich dafür aber irgendwie „oldschool“ anfühlt. Ein Film, wie für mich gemacht.

9 Punkte

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Oha, echt jetzt? Wtf? Dann schraub ich meine Erwartungen wieder a bissl höher :slight_smile:
Jessas, 2-3 Reviews zu einem Film und ebenso viele unterschiedliche Meinungen.
Ihr machts einem auch nicht leicht…also doch zeitnah im Kino mitnehmen. Danke!

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Da im März die Oscars verliehen werden, habe ich im Februar ein paar der Filme nachgeholt, die für den besten fremdsprachigen Film nominiert sind und die mir fast alle besser gefallen haben als der m. E. ziemlich überschätzte SENTIMENTAL VALUE (interessant hier übrigens ein Vergleich zu dem sehr ähnlich gelagerten und in meinen Augen deutlich überlegenen JAY KELLY auf Netflix). Meine Stimme bekäme jedenfalls immer noch SIRÂT, da IN DIE SONNE SCHAUEN ja nun leider nicht nominiert wurde. Als Bonus und weil er so schön in meinen Politmonat gepasst hat, gibt’s auch noch eine Review zum etwas untergegangenen ANNIVERSARY.

THE SECRET AGENT

IT WAS JUST AN ACCIDENT

THE VOICE OF HIND RAJAB

ANNIVERSARY

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Anniversary hat mich extrem abgeholt. Das ist kein innovatives Script aber die Umsetzung erinnerte mich an eine überlange Folge von Black Mirror (im positiven Sinne). Voice of Rind Hajab war tendenziell manipulativ, aber ging mir trotzdem sehr nahe.

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Bruce Campbell via Facebook (as usual, click directly (and twice) on the picture to enlarge):

:worried:

Auch an dieser Stelle, und von mir, Gute Besserung und die besten Wünsche!

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Danke @gregor und @die_Lachsschaumspeise für Eure Gedanken zu ALPHA.

Da ich komplett den Überblick verloren habe: Hattest Du dazu inzwischen noch was Längeres geschrieben? Ich konnte den Film nämlich gerade in der Preview sehen und wäre gespannt auf mehr Input und Austausch.

Ich muss zugeben, dass ich anfangs etwas gelangweilt war, obwohl ich meine Erwartungen nach den eher verhaltenen Stimmen deutlich runtergeschraubt hatte. Dann wurde aus Langeweile Verwirrung und dann Faszination. Gegen Ende stellten sich bei mir sogar MULHOLLAND DRIVE Vibes ein.

Ich habe es ähnlich empfunden wie Ihr, dass der Bruder wohl schon lange tot war, sich jetzt aber wieder in Alphas Leben manifestierte, möglicherweise aufgrund der traumatischen Situation mit der potenziellen Infektion. Es gibt ja eine Sequenz, in der beide sich nachts quasi im Einklang in ihren Betten wälzen, als würden sie Synchronschmerzen erleiden.

Ich sehe die Poe-Rezitation des Englischlehrers als einen Schlüssel zur Interpretation der seltsamen Seuche – ein Traum in einem Traum. Für mich sind diese apokalyptischen Teile des Films Allegorien und Angsprojektionen. Aber das ist jetzt erst mal nur mein spontaner Eindruck, Review folgt, morgen aber erst mal Hochzeit, THE BRIDE! ruft,

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Näh, noch nicht - der damalige review-Text wurde zwar angefangen, harrt aber immer noch als Buchstaben-Ruine seiner Verwirklichung. Nach all der Zeit würde ich den Streifen eigentlich vor der endgültigen Fertigstellung auch gerne nochmal sehen. Bei mir selbst isses aber leider so, dass sich trotz ursprünglicher Begeisterung direkt während / nach der Sichtung dann doch relativ bald Ernüchterung einstellte, und ich - trotz der Tatsache, dass Ducournau hier teilweise so ergreifend und empathisch inszeniert, wie bislang noch nicht - den Film als Ganzen dann leider doch eher als missglückt empfinde, weil er für mein Empfinden stellenweise einfach zu verquast erzählt ist, und das Narrativ IMHO auch vollkommen überfrachtet ist, was der Story und vor Allem auch dem beabsichtigen impact meiner Meinung nach nicht gut tut. Zudem hat die junge Hauptdarstellerin Mélissa Boros für mich auch nicht so ganz die chops, um das zentnerschwere Gewicht der Geschichte über die ganze Länge des Films zu tragen, bzw. ist gerade auch der part ihrer Figur leider doch auch eher undankbar geschrieben. Tahar Rahim und Golshifteh Farahani spielen aber beide absolut grandios. Wie schon gesagt, für mich liegen die grössten Probleme des Film im script begründet, und dass Ducornau für meinen Geschack hier eindeutig zu viel wollte, und den Film mit way too much Diskursen voll gestellt hat. Was ihm zumindest für mich dann leider einen Gutteil seiner emotionalen Wucht genommen hat. Dennoch, auch hier gilt wieder: Mag ich den Film gerade auch in seinem Scheitern sehr, und liegt er mir weitaus mehr am Herzen, als alle durchkalkuliert glatt-gefälligen Independent-Dramen der Welt. Nur von einer Julia Ducournau hatte ich da doch schon ein bisschen mehr erwartet, das war - gerade auch in the long run - bedauerlicher Weise dann doch eher underwhelming, und für mich leider doch eine ziemliche Enttäuschung, aller auch hier wieder vorhandenen Inszenierungskunst und abgedreht-poetischen Metaphern-Haftigkeit zum Trotz.

Gut, so weit erstmal. Aber witzig, ich hatte gerade gestern noch an den Film gedacht, und seinen Kino-Start-Termin nachgeschlagen. Wird dann wohl endlich auch mal Zeit, meine Aufzeichnungen von dem Ducournau-Q&A zu „Alpha“, sowie zum FilmFest-Werkstatt-talk aufzubereiten, und hier einzustellen. Das Alles aber später, muss nun erstmal zur Arbeit, und von da aus gleich gen HH, zur Zweitsichtung von „The Chronology Of Water“, und dann noch 'nen anderen Film im Kino sehen (ich weiss, ich mach’s in letzter Zeit immer unnötig spannend, aber glaubt mir einfach, wenn ich hier schreibe, dass das aber auch seine Gründe hat… :wink: ).

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Okay, Gegenfrage: Wie war der denn so? Habe ja fast nur positive Stimmen dazu vernommen, und ärgere mich gerade ein bisschen, dass ich den, da er einstweilen als OV im Hamburger FFF-Stammkino „Savoy“ für mich persönlich zeitlich so dermaßen und absolut ungünstig programmiert ist (bis auf Weiteres erstmal nur Nachmittags-Vorstellungen, die ich selbst aber nicht frequentieren kann, da ich da dann immer Spätdienste habe) nun vielleicht gar nicht mehr werde sehen können. Gestern nachmittag, als ich frei hatte, wäre zwar noch ein screening um 17:00 Uhr gewesen, da war ich ja aber bereits schon für die Zweitsichtung von Kristen Stewarts „The Chronology Of Water“ in meinem Lieblings-Kino in the whole wide world eingebucht, und, auch ohne irgendeine eigene Kenntnis von Gyllenhaals „Frankenstein“-Neu-Interpretation: It was just sooooo fuckin’ worth it! Hätte sich zudem von den End- und Startzeiten noch mit dem zweiten Film, den ich dann abends noch sehen wollte, „gebissen“. Naja. Bedauerlicher Weise läuft er nach Angaben des „Savoy“-Personals wohl auch eher schlecht, von daher ist es zudem auch fraglich, ob er denn überhaupt noch eine weitere Woche spendiert bekommen wird.

Also ich hatte meinen Spaß und fand ihn größtenteils wirklich gut. Es ist – passend zum Sujet – mehr Flickwerk als stringenter Film und (glücklicherweise) näher an Mel Brooks als an del Torro. Für Frankensteinfans, Filmfreaks und Feminist:innen eine dicke Empfehlung.

Wer bei Warner Brothers allerdings auf die Idee kam, dass dieser Film jemals ein Hit werden könnte, hat entweder keine Ahnung vom Business oder keinen Job mehr oder beides. Das ist absolutes Nischenkino.

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Wichtig zu wissen, es ist kein Horrorfilm sondern eine Mischung aus Road Movie, Romanze und Krimi. Die Tanzeinlage ist super. Einige Szenen sind schlecht ausgeleuchtet, bei Scream 7 aber ähnlich. Der Film ist doch besser als einige Reviews vermuten lassen, denn die Elemente passen zueinander. Die Szene mit den Aktivistinnen wirkte eher wie ein Fremdkörper aber was mir am Ende dann doch ein bißchen das Sehvergnügen getrübt hat war wie die Detektivin behandelt wurde. Ein komisches Stilmittel um Spannung zu erzeugen bis ich dann rausgefunden habe dass das wohl mal tatsächlich so in der Art gewesen sein soll. Bin ich nämlich überhaupt nicht gewohnt, wenn dann eher umgekehrt.

Meine zwei Frauenfilme diese Woche.

ALPHA

THE BRIDE!

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Bevor diese Woche mit PROJECT HAIL MARY der nächste wirklich große SciFi-Blockbuster anläuft, hier meine Review für den weirden kleinen Cousin (jetzt noch im Kino):

GOOD LUCK, HAVE FUN, DON’T DIE

Bevor diese Woche der knapp vierstündige zweite Teil der Saga in den deutschen Cineplexen mit indischer Community anläuft, hier meine Review des bereits deutlich zu langen ersten Teils (aktuell auf Netflix):

DHURANDHAR

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(Much) Sooner than I had expected…

Gehirn ausschalten und genießen:

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Alright - Now I’m sold !!! :heart_eyes: :laughing:

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Den Song hat sie übrigens wohl selbst und höchstpersönlich ausgesucht:

Ich bin arg verwundert, wie die show hosts es scheinbar mühelos hinbekommen, im Angesicht des bezaubernden Lächelns bei Minute 0:53 (das ja auch das thumbnail-Bild ist) tatsächlich noch ihre feste physische Form zu wahren… ich selbst wäre da einfach nur dahingeschmolzen. :wink:

:star_struck: :heart_on_fire:

Edit-To-Add: Noch 'n paar nette Interviews (großartig die Story mit dem Parkplatz-Wettrennen):

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„Alles wird gut. Komm, sag’ es auch!“

Ja, ich weiss, es ist im Grunde genommen der falsche thread, aber der „Letzter Film, den ich gesehen habe“-thread wird mir gerade noch durch meinen Text-Entwurf zum immer noch nicht fertig getippten „The Chronology Of Water“-review „verstopft“, und, weil ich vorhin gerade erst aus Hamburg heimgekommen bin, und mir deshab jetzt mitten in der Nacht nicht noch der Sinn danach steht, ebenjenen Entwurf per copy & paste in und aus anderen threads, wo ich solche Texte sonst „zwischenzuparken“ pflege, um auch neue Beiträge posten zu können, hin- und her- zu shiften, stelle ich das eben einfach trotzdem hier ein. Und wollte zum Einen anmerken, dass, obwohl das aktuelle Kinojahr ja noch gar nicht soooo alt, und gerade mal zu einem Viertel rum ist, und ich zudem gerade auch drohe, den kleinen aber feinen „Sci Fi Spring“ mehr oder weniger beinahe komplett zu verpassen („Good Luck, Have Fun, And Don’t Die!“ werde ich im Kino wohl nicht mehr zu sehen bekommen, und auch was die angesetzten Vorstellungen von „Project Hail Mary“ angeht, so sind diese bis übers Wochenende hinaus schon ganz gut ausgebucht - zumindest, was meine präferierten Sitzplaz-Bereiche betrifft) ich das bislang aber schon ganz, ganz phänomenal grossartig finde. Und es dann aber wenigstens immerhin noch hinbekomme, diejenigen Filme, die mir wirklich wichtig sind, noch in einem Lichtspieltheater meines Vertrauens zu erwischen. Ein solcher Film war und ist natürlich auch İlker Çataks „Sarı Zarflar“ (a.k.a. „Gelbe Briefe“), und wer hier im Forum den noch nicht gesehen hat, sollte sich, sein:ihr Hirn und sein:ihren Hintern schleunigst da reinbewegen! Çatak setzt dem ohnehin schon sehr guten „Das Lehrerzimmer“ noch ordentlich eins drauf, und schafft hier einen der Filme des Jahres (der in meiner persönlichen Gunst Stewarts „The Chronology Of Water“ zwar nicht ganz toppen kann, weil da, um mal den Dialogtext einer alten „The Simpsons“-Episode zu paraphrasieren, „Sachen in dem (also Stewarts) Film drin sind, die gesagt werden müssen“, und zum Anderen: Imogen Poots und ihre Jahrhundert-Ausnahme-performance!… Aber „Gelbe Briefe“ steht Kristen Stewarts Meister:Innen-Werk für mich auch nur einige kaum messbare Nuancen nach, und dürfte für Manche sogar der klar bessere Film von Beiden sein). Wo „Das Lehrerzimmer“ noch etwas rastlos-fiebriger, unstet-getriebener war, da inszeniert Çatak hier in aller Seelenruhe ein Ehedrama als Existenzkrise in einem soziokulturellen Klima immer stärker zunehmender staatlicher Repression, zeigt einen biographischen Umbruch als knallharten reality check in Zeiten rücksichtsloser autoritärer Bevormundung und Gängelung. Mit präzisem Blick untersucht er das fragil-diffizile Verhältnis von Träumen und Taten, Hoffen und Handeln, Sagen und Sein, Idealen und Illegitimität, seziert mit skalpellscharfer Präzision die gelebten Illusionen, individuellen Verletzungen und gegenseitigen Vertrauensverluste im Alltag dieses anfangs so stark wirkenden Paares, das sich letzten Endes den Herausforderungen ihrer Lebenslügen stellen muss. Ein grandioser Film, der scheinbar mühelos gekonnt Persönliches und Politisches, Poetisches und (Existenz-)Philosophisches miteinander verknüpft, kristallklar focussiert aufzeigt, dass, und wie, das Eine mit dem Anderen zusammenhängt, und Beide ohne einander nicht zu denken, und schon gar nicht zu leben sind. Ein detailliertes review folgt dann im Laufe der nächsten Tage (lies: Nächte) noch… für hier und heute erstmal nur die folgende Aufforderung / Anweisung: Husch, husch, und schnell da reingegangen! Ihr verpasst sonst was!

Vielleicht ist ja irgendwas kaputt mit mir, aber ich finde Frau Hüllers Spiel so dermaßen hölzern … Tatsächlich für mich einer der größten Minuspunkte im insgesamt semi-gelungenen PROJECT HAIL MARY. Was ich an ihm mochte war insbesondere die recht elegische Atmosphäre. (Kenne übrigens wenige andere Hollywood-Sci-Fi-Blockbuster, in denen sich die Charaktere über ihre präferierten Selbstmordmethoden unterhalten … - was jetzt weder essentiell noch ein Spoiler ist, da es nur um Nebenfiguren in einer nebensächlichen Szene geht. Ich fand’s dennoch bemerkenswert.) Insofern stimme ich dem Review von @Herr_Kees zu 95% zu. Nur das „feelgood“ trifft’s für mich halt höchstens bedingt.

Daran solltest du aber unbedingt arbeiten :open_mouth: Der ist großer, subversiver Spaß …

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Keine Ahnung, wie Du das jetzt gemeint hast, ob nun allgemein ihr Spiel, oder nur im Bezug auf „Project Hail Mary“… Falls Ersteres; Ja, dann dürfte definitiv was „kaputt“ mit Dir sein… :winking_face_with_tongue: :laughing: Ich hab’s ja damals schon in meinem review zu „Anatomie d’un chute“ erwähnt, und zitiere mich darum eben mal flugs selbst:

„Wo [Hüller] bereits anno 2006 in „Requiem“ unter Beweis gestellt hat, dass mit ihr als einer der (damals) zukünftig besten Schauspielerinnen Deutschlands zu rechnen sein würde, man sie allerspätens mit „Über uns das All“ (und vermutlich auch dem von mir ungesehenen „Toni Erdmann“) zu der Riege der europaweit besten Schauspielerinnen hinzuzählen musste, da ist spätestens mit dieser fulminant-einmaligen Performance klar, dass Hüller zu den besten Schauspielerinnen ihrer Generation gehört. Weltweit. Für mich persönlich sowieso seit Jahren schon die beste (noch lebende) actrice. Hat mich aber damals als Michaela Klingler schon so umgehauen, dass ich aus dem Staunen gar nicht mehr herausgekommen bin.“

Und ja, so sehe ich das auch immer noch. Insofern freut es mich (und sie selbst scheinbar ja auch) ganz ungemein, dass sie jetzt ein bisschen in Hollywood durchstarten kann (neben "Project Hail Mary demnächst ja auch noch mit Tom Cruise in Alejandro Iñárritus „Digger“). Zugegeben, Hüllers Spiel ist bisweilen, oft sogar, eher unterkühlt-zurückhaltend, mag auf manch Eine:n sogar leicht detachiert oder arg unterstated wirken, aber „hölzern“ wäre da nun wirklich überhaupt gar kein Adjektiv, welches mir da zur Beschreibung ihrer immer überaus präzisen, fein nuancierten acting skills in den Sinn kommen würde. Aber nun gut, ich selbst habe ja „Project Hail Mary“ auch noch gar nicht gesehen. Von daher kann und mag ich mir da in Bezug auf diesen Film und ihre acting chops im selbigem auch gar kein Urteil erlauben. Von ausnahmslos allen anderen Filmen, die ich mit ihr kenne, kann ich das nun aber so gar nicht sagen, dass sie da irgendwie „hölzern“ rübergekommen wäre… ganz im Gegenteil. Ich meine, hallo? Michaela Klingler in Hans-Christian Schmids „Requiem“? Martha in Jan Schomburgs „Über uns das All“? Sandra Voyter in Justine Triets „Anatomie d’une chute“? Hedwig Höss in Jonathan Glazers „The Zone Of Interest“? Nee, nee, von hölzernem Schauspiel weit und breit keine Spur… Aber vielleicht ist „Project Hail Mary“ da ja auch die GROSSE Ausnahme in ihrer schauspielerischen Vita. Ich wage das zwar stark zu bezweifeln, aber was weiss ich denn schon? Und, kleine Randnotiz: Falls Du alle, oder auch nur einen der von mir eben gerade aufgeführten Filme (noch) nicht gesehen hast: Daran solltest Du dann aber unbedingt arbeiten. Davon ist zwar kein einziger ein „großer Spaß“, aber grandioses Kino, und subversiv sind sie alle, auf ihre jeweilige Art und Weise, und Hüllers superbes Schauspiel darin sowieso… :wink: :stuck_out_tongue:

Na, Du machst mir vielleicht Spass… Was kann denn ich dafür, und wie zur Hölle soll ich „daran arbeiten“, den noch zu sehen, wenn er in der OV hier in HH zum Einen bislang tageszeitlich so schlecht programmiert war, dass ich die jeweiligen screenings nicht besuchen konnte, und jetzt auch schon wieder überall raus ist, und gar nicht mehr gezeigt wird? Merke: Es gibt durchaus auch Aufführungs-Faktoren, die ausserhalb meines eigenen, bedauerlicher Weise nur höchst begrenzten Einfluss-Bereichs liegen (im Grunde genommen sind das sogar alle). Sonst würde ja „Furiosa: A Mad Max Saga“ auch nach fast zwei Jahren immer noch wöchentlich hier in Hamburg gezeigt werden, und auch „In die Sonne schauen“ noch im „3001“-Kino laufen. :wink: