Ich dachte, ich schreibe mal ganz kurz eine kleine Zusammenfassung (das Grimmfest war vom 03.10. - 06.10.). War mit einem Freund, der auch beim Kölner FFF mit DK dabei war, beim Grimmfest in Manchester (Direktlink zum Programmheft). Wir hatten das alles geplant, bevor die Programme jeweils draußen waren. Es gab vier Überschneidungen (The Well, Sayara, Blood Star und Peg O’ My Heart).
Manchester ist nun nicht die allerschönste Stadt und touristisch würde ich dort nicht hin, aber darum ging es auch nicht. Dank des 3.10. waren nur zwei Urlaubstage nötig und dank Küche im AirBnB konnten wir uns auch selbst versorgen.
Das Schedule beim Grimmfest ist brutal. Wenn man alles schauen will, steht man morgens um ca 10:30 im Kino und geht nachts um halb 2 nach Hause. Zu unserem Glück waren zwei der Überschneidungen jeweils im letzten Slot. Das ganze findet dort im Odeon Grand Northern statt, selbes Konzept wie beim FFF. Es gibt einen Saal, der durchgehend bespielt wird, man kann auch seine Sachen zwecks Platzreservierung dort liegen lassen. Der Saal ist ungefähr so groß wie beim FFF in Köln, würde ich sagen, aber deutlich mehr „abgerockt“. Dafür gibt es im hinteren Teil eine deutliche Steigung, also keine Probleme mit Leuten, die vor einem sitzen. Für Festivalpass-Käufer gibts Goodie Bags, in denen etwas mehr drin ist als beim FFF. Z.B. zwei Filme auf DVDs, Poster und noch ein paar Kleinigkeiten. Nett, aber nichts besonderes. Das Kino ist ein Multiplex mit 15 Sälen. Festivalpass-Käufer erhielten ebenso wie in Deutschland ein Kärtchen zum umhängen und man dürfte auch dort eigene Verpflegung und Getränke mitbringen.
Das Programm fand ich subjektiv besser als beim FFF. Es gab für mich (wie beim FFF) einen Ausreißer in den Bereich 9/10 und weniger Ausreißer nach unten. Arthouse war dort wenig bis nicht repräsentiert, gefiel uns. Über das Programm könnt ihr euch im Link einen Eindruck verschaffen, falls gewünscht. Sorry, ich habe weder Zeit noch Talent, um große Reviews zu schreiben. Falls ihr zu einem Film einen Eindruck haben wollt, fragt gerne.
Würde ich das nochmal machen? Ja, bei Gelegenheit. Der Reisestress ist für mich nicht zu unterschätzen und die wenigsten von uns werden unbegrenzt Zeit und Geld haben. Programmtechnisch war das aber gut bis sehr gut und ich denke, ich würde 2025 eher ein Genrefestival in Deutschland besuchen wollen, anstatt in die Ferne zu schweifen.