Gestern Matinee gesehen, von Gremlins Regisseur Joe Dante. Hm, offen gesagt war ich nur mit einem Auge und einem Ohr bei dem Film. War wohl so eine Art Hommage an alte schwarz/weiß Horrorfilme aus den Fünzigern. Ein Regisseur nutzt die Cuba Krise um seinen neuen trickreichen Horrorfilm zu promoten. Die Zuschauer können Filmereignisse nicht mehr eindeutig von unmittelbar realen unterscheiden. Stilistisch bedient sich Joe Dante der Film im Film Methode, wobei der eine Teil schwarz/weiß ist. Dem Film fehlte irgendwie eine richtige Hauptfigur. Angefühlt hat sich das Ganze wie ein Musical ohne Musik.
Dafür kam direkt im Anschluss „Chute de la Maison Usher“, ein der schönsten Filme der Filmgeschichte. Über die digitale Restaurierung kann man vielleicht unterschiedlicher Meinung sein. Mein erster Eindruck war, dass da viel geglättet wurde.
Amüsante britische Kmödie, aber ewas weniger lustig, als ich sie in Erinnerung hatte. Wenn sie lustig ist, dann so richtig und schön britisch, aber es gibt auch viel Leerlauf.
habe mir gestern “Poseidon Inferno” angeschaut, einer der besten Katastrophenfilme der letzten Jahrzehnte. Allerdings das Original aus 1972 mit einer Starbesetung, u. a. Gene Hackman, Shelley Winters, Ernest Borgnine und Leslie Nielson als Kapitän. Es gab 2006 ein Remake, u. a. mit Richard Dreyfuss in der Titelrolle, soll aber nicht so gut gewesen sein.
Am 30.4. ging die De Palma Reihe im Metropolis mit Redacted zu Ende. Bin nach gut 50 Minuten gegangen. Im Fake Doku Style gedrehter Streifen, der die verkommene Moral einer amerikanischen Armee Einheit und deren Verbrechen im Irak zeigt. Hat mir stilistisch nicht zugesagt, auch die darstellerischen Leistungen waren sehr durchschnittlich. Außerdem hatte ich keine Lust auf die deprimierende, nihilistische Stimmung, die der Film vermittelt.
In meinen Augen der schlechteste (und sehr untypische) Brian de Palma Film, den ich im Zuge dieser interessanten und sehr unterhaltsamen Retrospektive gesehen habe.
Gestern sah ich Killer Elite mit Star Besetzung. Jason Statham, Clive Owen und Robert De Niro. Natürlich fehlte es nicht an trockenen Sprüchen, die in keinem Film mit Jason Statham fehlen dürfen wie z.B.
“Er hat gelogen”
“Woher weißt du das?”
"Er hat seine Lippen bewegt"
Das er eine Freundin hat, die alles mit sich machen lässt, schön ist und nur ja und Amen sagt, die ihn nie sieht, aber trotzdem wie lang auch immer auf ihn wartet…nun ja, das scheint zu diesem Filmtypus dazu zu gehören, ließe sich im Drehbuch aber auch ändern.
Ein Film mit unterhaltsamen Momenten, einmal sehen reicht aber.
Ach ja, spielt viel im Oman. Ein Scheich ist dabei und der britische Geheimdienst SAS.
Nach dem eher mauen “Cats and Dogs” heute Teil II gesehen - Cats and Dogs - Die Rache der Kitty Kahlohr.
Hat mich wesentlich mehr amüsiert als der erste Film, fand auch die FX besser und es hat Spaß gemacht, die ganzen Filmzitate zu erraten; haufenweise natürlich James Bond (Roger Moore tritt als “Tab Lazenby”! auf), dann Kitty Galore, wie sie im Original heißt, nicht zu verwechseln mit Pussy Galore und noch vieles mehr.
Dann wieder das absolute Kontrastprogramm
Audition
Takashi Miike - der Mann ist einfach Wahnsinn, jeder Film anders und unvorhersehbar. Ich hatte mich auf eine absolute Tour de Force a la Itchi eingestellt, aber der Film ist ja eher ein Drama und fängt die erste Stunde ziemlich beschaulich an, ein zartes Liebesband wird geknüpft, bis dann der Wahnsinn zuschlägt. Brutal - ja, durchaus, aber nicht so irrwitzig wie Itchi. Eben eher ruhig und nicht nur physisch brutal, sondern durchaus auch auf emotionaler Ebene. Das hatte ich so nicht erwartet.
Auf der DVD war noch ein Interview mit Miike, war aber irgendwie uninteressant, da die ganzen Antworten von Miike ein wenig hohl und nichtssagend daher kamen. Zumindest für mich. Mag aber auch an der späten Uhrzeit liegen.
[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von: Michaela am 03.05.2014 02:09 ]
Gestern Matinee gesehen, von Gremlins Regisseur Joe Dante. Hm, offen gesagt war ich nur mit einem Auge und einem Ohr bei dem Film. War wohl so eine Art Hommage an alte schwarz/weiß Horrorfilme aus den Fünzigern. Ein Regisseur nutzt die Cuba Krise um seinen neuen trickreichen Horrorfilm zu promoten. Die Zuschauer können Filmereignisse nicht mehr eindeutig von unmittelbar realen unterscheiden. Stilistisch bedient sich Joe Dante der Film im Film Methode, wobei der eine Teil schwarz/weiß ist. Dem Film fehlte irgendwie eine richtige Hauptfigur. Angefühlt hat sich das Ganze wie ein Musical ohne Musik.
Dafür kam direkt im Anschluss „Chute de la Maison Usher“, ein der schönsten Filme der Filmgeschichte. Über die digitale Restaurierung kann man vielleicht unterschiedlicher Meinung sein. Mein erster Eindruck war, dass da viel geglättet wurde.
Ja schade, ich war leider zu müde dafür. Kenne das Buch und hatte nicht daran gedacht, das sich der Film lohnen könnte. Danke für den Hinweis.
In den letzten Tagen habe ich mich wieder ein wenig auf dem “Altertums-Trip” befunden, zunächst mit “Citizen Kane” endlich eine Bildungslücke ausgemerzt, war schon außerordentlich beeindruckend. Und dann lief in meinem Player “Arabian Nights” (1942), ein quietschbunter, nostalgischer Spaß. Die Bluraybox (“Die schönsten Klassiker aus 1001 Nacht”) ist im Hinblick auf Schärfe und Farben schlichtweg sensationell!
Die große Illusion von Jean Renoir mit Jean Gabin aus dem Jahre 1937. Sah die deutsche 35 mm Fassung s/w.
Drei gefangene Franzosen werden während des ersten Weltkriegs nach einem Fluchtversuch in ein Schloss verlagert. Der deutsche Kommandant, der Ihnen bereits bekannt ist, erschießt einen von Ihnen, während zweien die Flucht gelingt. Sie finden Unterschlupf auf einem Bauernhof bei einer Frau mit Ihrem Kind. Einer von Ihnen verliebt sich in die Frau.
Amüsanter und tiefsinniger Film mit gelungenem Erzählfluß, der die Unsinnigkeit des Krieges wie die Notwendigkeit von Nächstenliebe gleichermaßen betont. Spricht die tiefen, grundlegendsten und einfache Emotionen im Menschen an und darf daher durchaus als gelungen bezeichnet werden. Der Aussage im Merkblatt, er zähle zu den unbestrittenen Meisterwerken der Filmgeschichte kann ich allerdings nicht zustimmen. Dazu fehlte ihm inszenatorische Kraft und an manchen Stellen überzeugendere Schauspielleistungen. Außerdem wirkte er auf mich auch ein wenig “altbacken”, bei einem “wahrem Klassiker” würde mir das nicht so auffallen.
Candyman’s Fluch von 1993 mit Virginia Madsen und Tony Todd. Ich sah diesen Film zum ersten Mal. Hat mir unerwartet gut gefallen, was nicht zuletzt sicher der Vorlage von Clive Barker geschuldet ist. Aber auch atmosphärisch - gerade auch das Sounddesign und die Musik (Phillip Glass )- gefiel er mir.
Orphan Black Ich sah die ersten zwei Folgen der kanadischen Sci-fi/Drama Serie im TV. Eine Frau beobachtet eine Frau beim Selbstmord, die genau so aussieht wie sie und nimmt kurzentschlossen deren Identität an. Die interessante Ausgangsposition schafft viel Raum für das Thema Identität wie für lustige/komische Momente. Es gibt sehr unterschiedliche Charaktere…mal sehen, wie sich die Story entwickelt.
[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von: Frank am 04.05.2014 23:51 ]
Ich habe am Wochenende im Bonner Kinopolis an einem Star-Wars-Filmarathon teilgenommen und dabei die alten Filme erstmals in meinem Leben auf der Kinoleinwand gesehen. Hier nur die Wertungen, auf die einzelnen Filme gehe ich diesmal nicht ein:
Star Wars: Episode I - The Phantom Menace - 4/10
Star Wars: Episode II - Attack of the Clones - 7/10
Star Wars: Episode III - Revenge of the Sith - 8/10
Star Wars: Episode IV - A New Hope - 9/10
Star Wars: Episode V - Empire Strikes Back - 8,5/10
Star Wars: Episode VI - Return of the Jedi - 7,5/10
Hahaha… ha… ha… puuuh!
Lange keinen so schlechten Film gesehen, aber damit hatten wir bei dem Titel und Cover gerechnet. Als Anfängerprojekt von ideenlosen Filmstudenten könnte das vielleicht gerade noch durchgehen, aber so was verkauft man doch nicht auf DVD. Man erkennt aber sofort, warum das gemacht wurde: Für blinde Käufer, die eigentlich “the black knight rises” kaufen wollten. A propos blind: Weil man nicht nur bei Batman klauen wollte, ist der titelgebende Held auch noch kurzzeitig blind wie Daredevil. Der Rest ist absolut einschläfernd… minutenlang wird an den mit Blumenbildern behangenen Wänden entlanggefilmt, die “Action” ist ein schlechter Witz und die Geschichte wäre eigentlich in 10 Minuten abgedreht gewesen, wenn sich die Szenen nicht endlos ziehen und sogar wiederholen würden.
Wer schlechte Filme sucht, wird hier gut bedient . 1/10
Shoot 'em Up
Einer meiner Lieblingsfilme, nach “Black Bat” musste das einfach sein. Wer kurzweiliger Action mit coolen Sprüchen und Karotten auch nur ansatzweise etwas abgewinnen kann, sollte ihn gesehen haben. Beste Unterhaltung. 9/10
[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von: Zwerg-im-Bikini am 05.05.2014 10:12 ]
Soeben „Blutgletscher“ angeschaut, hat mir sehr gut gefallen.
Und mir nahezu ueberhaupt nicht. Zugegeben eine geile Idee als Grundlage, die sich aber in den ueblichen 08/15 Zutaten eines solchen Filmes (ja, ein gebrochenes Liebespaar gehoert halt ebenso dazu wie die vertrottelten Dumpfbacken - wer’s noch immer mag) mit zunehmender Laufzeit nur noch auf die Nerven gegangen ist. Und diese „Politikerin“ war der Obergipfel an schrecklichem, voellig uebertriebenem und dadurch recht unglaubwuerdigem Schauspiel. Ueber das Ende moechte ich nichtmal ansatzweise ein Wort verlieren. Ich glaub, ich hab noch nie soviel „strunzdumme Bloedheit“ in einem einzigen Ende erlebt ?!?
Kann einen in der Tat gefallen, das gebe ich zu. Vor allem da da eben eine andere Atmosphaere herscht als bei den ueblichen Ami-Low-Budget-Filmchen. Fuer mich ist sowas aber einfach (nichts) mehr. Da schau ich lieber nochmal Sennentuntschi an
[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von: Sidschei am 05.05.2014 19:40 ]
Der Film “Blutgletscher” muss ja nicht jedem gefallen, aber endlich einmal wieder ein Beitrag aus Österreich. Auch die Darsteller haben eigentlich ihre Aufgaben gut umgesetzt, allerdings hätte ich mir ein anderes Ende vom Film gewünscht.
Und damit wieder ein Titel vom letztjährigen Fest. Und damit wieder ein Film, der zunächst Hoffnung gemacht hat, dann aber knallhart enttäuscht.
Ich weiß nicht, vielleicht guck ich inzwischen Filme anders aber das fand ich ne ganz dröge und zähe Nummer. Mir ist schleierhaft, wie sowas bei der IMDB auf ne 6,5 Wertung kommt.
Also bis jetzt war von den 2013 Beiträgen kein wirklicher Knaller dabei oder ein Film, der nachhaltig irgendwie im Gedächtnis bleibt.
Nette Krimikomödie mit gut aufgelegten Darstellern, einer sexy Liv Tyler (so muß Autowaschen gehen), Michael Douglas mit einer etwas merkwürdigen Frisur als Killer, und Matt Dillon, für den ich sowieso eine kleine Schwäche habe
Righteous Ties
Ein koreanischer Gangsterfilm, der aber jetzt nicht so der Bringer war, wirkte etwas unentschlossen, ob er lustig sein will, oder doch eher das Thema Freundschaft / Loyalität zur Gang dramatisch rüberbringt. Anfänglich auch schwierig, die einzelnen Protagonisten auseinander zu halten. (Wie so oft bei den Asiaten ) Wird in der zweiten Hälfte aber ganz gut. Die koreanische Tonspur hat auf meiner DVD dann auch gefehlt. Nuja.
[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von: Michaela am 15.05.2014 22:41 ]
Rushmore im Kino auf Englisch. Wunderbarer Film von Wes Anderson. Gelungener Mix aus Coming of Age, Eifersuchtsdrama und Komödie. Dazu ein Soundtrack, welcher ähnlich gut passende Stücke beinhaltet wie z.B. seinerzeit die Auswahl zu Zombieland (keine Ahnung wieso der mir jetzt einfällt). Rushmore ist sehr agil inszeniert entsprechend Spaß macht das Zuschauen, nicht zuletzt auch durch das gut harmonierende Ensemble.
Fand ich übrigens um einiges besser als den bekannteren? The Royal Tenenbaums- auch von Wes Anderson - , den ich vorgestern sah, der ebenfalls mit einem tollem Ensemble aufwartet, u.a. mit der von mir auf der Leinwand sehr gern gesehenen Gwyneth Paltrow. Ich weiß nicht was es ist, aber irgendetwas fehlt dem Film oder missfiel mir…Dennoch sehenswert.
[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von: Frank am 16.05.2014 00:41 ]
Etwas weniger lustig als ich ihn in Erinnerung vom FFF hatte, aber gefällt mir trotzdem echt gut. Dass Wheatley kein “gewöhnlicher” Regisseur ist, merkt man in fast jeder Einstellung.
X-Men: Days of Future Past (dt. Titel: X-Men - Zukunft ist Vergangenheit) - 9/10
Bester Film von 2014 (ich zähle nach Produktionsjahr). Ich bin generell ein Fan der Reihe und das war ihr zweitbester Film nach X2. Bryan Singer ist wieder voll und ganz in seinem Element.
Freue mich kommende Woche auf Maleficent, Edge of Tomorrow und Million Ways to Die in the West!
[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von: ArthurA am 18.05.2014 18:45 ]
Im Metropolis Kino HH liefen am Wochenende die “Monster machen mobil” Filmtage. Ich sah Godzilla - Duell der Megasaurier, Japan, von 1991. Mein erster Godzilla Film und für mich leider nicht genug um Fan dieses Monsters zu werden. Das zu Grunde liegende Drehbuch war eigentlich ganz O.K., weil es Zeitreisen(de), Monster und Großstadtpanik miteinander verknüpft hat, aber die 60er Jahre Ästhetik war nicht so meins…
Zweiter Film der Reihe war Die sieben goldenen Vampire mit Peter Cushing. Eine England/Hongkong Produktion aus dem Jahre 1974. Vampirhorror Kung Fu Crossover. Hatte was. Allein der Sprachfehler eine der Hauptdarstellerinnen ist schon die Sichtung des Films wert. Auch sonst boten die Dialoge und Situationskomik genug Grund zum Lachen. Story war jedoch ziemlich dünn. Gegen Ende fielen mir öfter die Augen zu.
Mutant- Das Grauen im All USA, 1982. Herrlicher Film, den man mal gesehen haben sollte. Von Roger Corman produziert. Ein Blick auf IMDB offenbart, das der Mann über 400 Filme (mit) produziert hat. Ich konnte auf Anhieb nichts entdecken, das mir bekannt war. Über lohnenswerte Tipps bin ich dankbar!
Mutant hat teilweise an Alien erinnert. Aber der Style des Films ist…, bin mir nicht sicher, vielleicht ist grotesker das richtige Wort? Weltraum, ein Gestalt wandelndes Glibber Wesen und Sex sind die Zutaten. Die Mimik der Schauspieler sorgte für freudiges Schmunzeln und die Dialoge waren auch in Ordnung.
Zwischen nicht mögen und "so sehr hassen" liegen Welten. Also: Warum?
Seine gewollt schrulligen und exzentrischen Charaktere, die meist exzentrisch sind um des exzentrisch-sein-willens treiben mich auf die Palme. Visuell ist er ein guter Filmemacher, aber seine Filme (mit groer Ausnahme von The Fantastic Mr. Fox - der ist toll! Vllt soll er bei Animation bleiben) lassen mich innerlich so sehr wünschen, ihm ins Gesicht zu schlagen. Scheiß-Hipster