Letzter Film, den ich gesehen habe

Am 22.04.2014 20:41 , BoettgerB schrieb:

Texas Chainsaw 3 D, so schlecht war nun auch nicht.

Gruß Yoda aus Dagobah

Ich habe mich endlich an etwas Großes herangetraut:

CITIZEN KANE

Doof, wenn man mit Filmen wenig anfangen kann, die älter sind als man selber. Ich kann sie aus künstlerischer Sicht zu schätzen wissen, aber wirklich Begeisterung lösen sie normalerweise nicht in mir aus, weil dafür meine Sehgewohnheiten wohl einfach zu anders sind. Man möge mir das verzeihen…

Citizen Kane allerdings hat mich dahingehend überrascht, dass er in vielerlei Hinsicht erstaunlich modern gewirkt hat. Und damit meine ich nicht die furchtbare deutsche Synchro, in der mal eben random english words eingeworfen wurden, als wollte man betont cool wirken. Die Optik und die Art in der die Geschichte erzählt wird, wirken auch heute noch interessant und frisch. Für Filmfreunde also wirklich einen Blick wert, wobei ich aber auch sagen muss, dass mich die Charaktere nicht ganz so sehr berühren konnten. Die meiste Zeit wird man doch sehr auf Distanz gehalten.

Am 24.04.2014 12:30 , GeorgeKaplan schrieb:

Am 22.04.2014 20:41 , BoettgerB schrieb:
Texas Chainsaw 3 D, so schlecht war nun auch nicht.

Gruß Yoda aus Dagobah

Made my day.

Rosebud - … ZIB, ich gratuliere dir, dass du dich an etwas rangetraut hast, das mindestens 3x so alt ist wie du.

Citizen Kane ist wirklich großes Kino und hat Maßstäbe gesetzt, gerade eben auch, dass eine Geschichte nicht unbedingt geradlinig erzählt werden muss. Memento hat das ja auch eindrucksvoll gezeigt.

Ich habe heute mal wieder, zum dritten Mal,

A bittersweet life

gesehen. Beim ersten Mal dachte ich mir, naja, ein koreanischer Gangsterfilm, übercool, stylish, aber halt naja.

Beim zweiten Mal hat er mir dann schon besser gefallen. Und jetzt beim dritten Mal, find ich ihn einfach genial. Die Filmmusik wird eher sparsam, aber wohl dosiert eingesetzt. Lee Byoung-Hun spielt einfach toll, gerade der Ausdruck der Emotionen ist eher verhalten, einfach, aber dafür umso wirkungsvoller. Die Kampfszenen sind sehr stylish in Szene gesetzt und Lee ist einfach obercool. Der Film ist eher kühl in Szene gesetzt, der Titel sehr gut gewählt. Im Interview erklärt der Regisseur auch, warum er diesen Titel gewählt hat. Im Gegenzug dazu der Schriftzug der Bar “La dolce vita” - ob das auch beabsichtigt war ? Klasse Film. Auch oder gerade beim 3. und bestimmt nicht letzten Mal. Es gibt immer wieder etwas zu entdecken.

Äh, ich bin ziemlich sicher, dass ich der jünste User hier bin und Citizen Kane ist nicht einmal dreimal so alt wie ich… :slight_smile:

Lass uns mal schnell rechnen :wink: Citizen Kane is von 1941, jetzt haben wir 2014, macht ungefähr 73 Jahre, also wenn du so umara 25 bist, wär der Film ungefähr dreimal so alt. Aber ich geh doch davon aus, dass du älter bist :slight_smile:

[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von: Michaela am 25.04.2014 01:54 ]

Richtig! :slight_smile: Das heißt der Film ist weniger als dreimal so alt wie ich und wahrscheinlich noch weniger bei ZiB (weil ich, wie gesagt, annehme, der jüngste User hier zu sein).

Ich bin zwar 31, aber gefühlte 24, also passt das schon grob :grin:

So, mal wieder einen guten alten Bond, James Bond angeschaut. Der Hauch des Todes wehte damals, als es noch die gute alte Sowjetunion und den Eisernen Vorhang und russische Militärbasen in Afghanistan gab. Es fängt mit einem Paintball-Fight auf dem Felsen von Gibraltar an, der natürlich sehr schnell ernst wird, Bond segelt einer hübschen Dame, der’s gerade äußerst langweilig ist auf’s Boot und weiter geht’s in die Tschechei, wo er auf eine sehr reizende Dame mit Cello trifft. Achja, James - seufz.

Schade, dass Maryam D’Abo nicht bekannter wurde. Mir gefällt auch Timothy Dalton, der Waliser, in der Rolle von Bond. Er ist etwas geradliniger und härter als Sean Connery, der Schotte und Charmeur, und Roger Moore, der Engländer und Zyniker. Meine zwei Lieblingsbonds sind übrigens “Diamantenfieber” und “Leben und Sterben lassen”.

[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von: Michaela am 27.04.2014 01:01 ]

Am 25.04.2014 08:49 , Zwerg-im-Bikini schrieb:

Ich bin zwar 31, aber gefühlte 24, also passt das schon grob :grin:

Dann bist du ja eigentlich nicht wesentlich älter als ich. :slight_smile:

Ich habe mir vorhin “From Dusk till Dawn” angeschaut, immer wieder ein toller Film, der ja als Roadmovie beginnt und als Splatter und Vampirfilm endet. Da spielte ja auch noch die junge Juliette Lewis mit, aber George Clooney und Harvey Keitel haben da selbstverständlich auch überzeugt.
Werde mir noch die beiden anderen Filme demnächst anschauen, wobei der zweite Film dieser Reihe wohl enttäuschend sein soll.

Und ich hab mir Sundown - The Vampire in Retreat angeschaut. Ein ganz witziger Vampirfilm mit Anleihen an Western- und Piratenfilme. Ein sehr junger Bruce Campbell hat mitgespielt (ich hätte ihn nicht erkannt) und ein würdevoller David Carradine, der seine Vampirgesellschaft davon überzeugen will, nicht mehr Menschen auszusaugen, sondern synthetisches Blut entwickeln und produzieren will (!). True Blood - anyone ?

Ein netter B-Movie-Trash Vampirfilm, ganz witzig, klasse Musik (wenn man auf Westernmusik steht) und alles in allem überzeugende Schauspieler.

[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von: Michaela am 28.04.2014 10:11 ]

Am 24.04.2014 13:26 , Zwerg-im-Bikini schrieb:

Doof, wenn man mit Filmen wenig anfangen kann, die älter sind als man selber. Ich kann sie aus künstlerischer Sicht zu schätzen wissen, aber wirklich Begeisterung lösen sie normalerweise nicht in mir aus, weil dafür meine Sehgewohnheiten wohl einfach zu anders sind.

Aus meiner Sicht gibt es da aber so viele Schätze zu entdecken. Ich habe in letzter Zeit „White Zombie“ (1932), „I walked with a Zombie“ (1943) und „Lost Horizon“ (1937) gesehen, die mich alle sehr überzeugt haben.

„Citizen Kane“ habe ich noch vor mir, gestern habe ich immerhin mit „Lost Highway“ endlich eine weitere Bildungslücke geschlossen. Ein wunderbarer Mindfuck, auch wenn mir persönlich „Mulholland Drive“ doch noch besser gefällt.

Der von der Michaela erwähnte Schauspieler Bruce Campbell hat auch in der Fortsetzung von “From Dusk till Dawn” mitgespielt, aber wirklich ein enttäuschender Film. Da gibt es noch einen dritten Film, dieser soll aber wieder ganz gut sein.

Kaktus Jack

Arnold Schwarzenegger und Kirk Douglas in einer nicht sehr überzeugenden 70er Jahre Westernkomödie, die vom Humor her die Looney Toon Cartoons mit dem Road Runner zum Vorbild hat. Jawoll, das ist genau so, wie man es sich vorstellt! :grin:

Snake Eyes von Brian de Palma aus dem Jahre 1998. Während eines Boxkampfes wird ein Politiker erschossen. Nicolas Cage spielt den überdrehten Polizisten, der sofort die Arena sperren lässt und den Fall untersucht. Sehr unterhaltsamer Film mit Figuren naher Kamera, gut aufgelegten Schauspielern und einigen humorvoll inszenierten Szenen. Der inhaltliche Focus liegt in der Psychologie zwischen den Kontrahenten. Der Soundtrack setzt geschickt Akzente und empfiehlt sich vermutlich auch ohne den Film. Und Nicolas Cage macht einfach Laune. Klare Empfehlung.

Für alle Fetisch Freunde des französischen Beziehungs Kinos könnte ich einen Blick in folgende aktuelle deutsche uncut DVD Releases empfehlen:

STRENG
Une histoire d’amour (2013)
Mit dem Super Star Model Leatitia Casta als Nutte.
Und mit einem wundervoll psychopathischen Benoît Poelvoorde als Ihrem reichen Kunden.
Bekannt aus u.a.:
Die wunderbare Welt des Gustave Klopp
oder
Atomik Circus - Le retour de James Bataille
Für alle noch nicht Kenner ein ebenso absolut empfehlenswerter Film.

Und

LOVE BATTLES
Mes séances de lutte (2013)
Mit einer süßen Sara Forestier, die Ihrem male Protagonisten so ziemlich dauernd Ohrfeigen serviert und ihm auch in die Eier tritt und von ihm dafür auch ordentlich gewürgt und in der Luft herumgewirbelt wird und zum Schluß einen wundervollen Orgasmus im Schlamm Fight bekommt und genießt.
Hab ich so auch noch nicht gesehen!
Nice.

Gestern Matinee gesehen, von Gremlins Regisseur Joe Dante. Hm, offen gesagt war ich nur mit einem Auge und einem Ohr bei dem Film. War wohl so eine Art Hommage an alte schwarz/weiß Horrorfilme aus den Fünzigern. Ein Regisseur nutzt die Cuba Krise um seinen neuen trickreichen Horrorfilm zu promoten. Die Zuschauer können Filmereignisse nicht mehr eindeutig von unmittelbar realen unterscheiden. Stilistisch bedient sich Joe Dante der Film im Film Methode, wobei der eine Teil schwarz/weiß ist. Dem Film fehlte irgendwie eine richtige Hauptfigur. Angefühlt hat sich das Ganze wie ein Musical ohne Musik.

Soeben “Blutgletscher” angeschaut, hat mir sehr gut gefallen.

Mal wieder ein double feature :slight_smile:

Cats and Dogs
Die Hunde sind Spione und die Katzen die Bösen - angeführt von einem weißen Perser (James Bond läßt grüßen). Ein etwas
m(i)auer Film, da mir die special effects nicht so gefallen haben und auch die menschlichen Darsteller etwas nervig waren. Aber mei, für einen Kinderfilm ganz nett und bunter.

Der Spätabendfilm war dann schon eher mein Geschmack

War of Wizards
Koreanischer Fantasyfilm mit tollen special effects, fliegenden Koreanern, nette story, sympathischem Hauptdarsteller und Gegenspieler (Yoon-suk Kim aus “The Chaser”). Hätte man insgesamt straffen können. Dem Film fehlte auch das gewisse Etwas. Kims Darstellung des Gegners war etwas lahm, ihm fehlte das richtig abgrundtiefe Böse. Die drei weiteren Zauberer waren in ihren Einzelszenen eigentlich ganz gut, sobald aber die beiden anderen Zauberer (der gute, niedliche und der böse) auftraten, wurden sie zu albernen Nebenfiguren degradiert. Also ein wenig mehr Ecken und Kanten und Humor haben dem Film gefehlt. Ansonsten nettes Fantasy-Spektakel, das vor allem durch seine Fantasy Special Effects überzeugen kann.

[ Diese Nachricht wurde bearbeitet von: Michaela am 01.05.2014 14:14 ]