Aktuelle Genrefilme

Bei mir ist American Psycho von Ellis ganz klar seine Nummer 1, gefolgt von Less Than Zero. Die Verfilmung mit Bale aber auch nicht schlecht, mag den Film seltsamerweise viel lieber in der dt. Synchro als im O-Ton. Was eigentlich recht selten vorkommt. Die dt. Stimme von David Nathan als Patrick Bateman ist absolut fantastisch. Für mich ist die Verfilmung eine gesunde Mixtur aus schwarzer Komödie und bissiger Satire. Eine wahrlich gelungene Literaturverfilmung.

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GODZILLA MINUS ONE MINUS COLOR

Pünktlich zum morgigen Godzilla Day und zum 70sten Jahrestag kommt Godzilla Minus One nochmal in die Kinos in der vom Regisseur höchstpersönlich abgenommenen Schwarz-Weiss-Version. Keine Ahnung ob man das braucht, aber trotzdem ein schöner Anlass, um unser Kuscheltierchen nochmal nostalgisch auf der großen Leinwand zu bestaunen und brüllen zu hören.
In Nürnberg sind für morgen 2 Vorstellungen im Cine verfügbar und hoffentlich geht die Formel nicht nach hinten los: Godzilla minus one minus color = minus audience. :open_mouth:

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Some pretty weird shit going on… Ernsthaft, so sehr ich die allermeisten „Resident Evil“-Verfilmungen mit ihr auch mag (und ganz besonders „RE: Afterlife“ sowie „RE: Retribution“), irgendwie kann ich mir Jovovich nicht so wirklich in einem Zombie-Film nach einem George A. Romero-treatment vorstellen. That said, waren ja aber auch zum Einen seine Untoten-Filme jetzt noch nie so wirklich herausragend glänzende Sternstunden der grandios-überwältigenden Schauspielkunst (was jetzt aber auch überhaupt nicht die tolle Leistung aller daran beteiligten actresses und actors schmälern soll…), und zum Anderen die letzten paar von Romero noch selbst verfilmten „Dead“-Streifen („Diary…“ und „Survival..“) nun ja auch nicht gerade besonders memorable Horror-Meisterwerke. Aber je nun, warten wir’s halt einfach mal ab. Nur großartig was erwarten, oder gar besonders gespannt sein, das werde ich nun wirklich nicht.

Ich habe die deutsche Erstausgabe von „American Psycho“ als Hardcover und „Less Than Zero“ als Paperback in Englisch. Bin gerade dabei Ellis’ letztes Werk, „The Shards“ zu lesen, hab mich aber noch nicht reingefunden. Die Verfilmung von „American Psycho“ war gut gemacht, aber mich hat es gestört das so viel aus dem wirklich komplexen Buch gefehlt hat, und damit meine ich jetzt nicht die absurd pervers brutalen Szenen.

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Genauer gesagt ist es so, dass Regisseur Damien Leone in jüngeren Jahren (2008-2012) drei Kurzfilme drehte, in denen „Art the Clown“ - damals noch von einem anderen Darsteller verkörpert - die Hauptrolle spielte. Diese Kurzfilme wurden dann als Rahmenhandlung für die Anthologie ALL HALLOWS‘ EVE 2013 zweitverwertet. Seit dem ersten Spielfilm 2016 wird Art nun von David Howard Thornton gespielt.

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Die Erstauflage des K&W Verlags aus Köln von 1991 besitze ich auch. Habe das Buch längere Zeit nicht mehr gelesen, aber soweit ich mich entsinnen kann, trifft der Film von Harron den Kern des Buches sehr gut. Beide Werke strotzen vor schwarzen Humor und bissiger Satire und warten mit einer großen Portion Gesellschafts- und Konsumkritik auf. Was schon mal sehr gut ist. Natürlich kann man den komplexen Stoff von American Psycho, der um Welten von einer simplen Serienkillergeschichte entfernt ist und über 550 Seiten umfasst, nur sehr schwer in einen ca. 90 Minuten Film packen. Aber Harron hat das meiner Meinung nach exzellent gemeistert. Sie hat sich trotz einiger Weglassungen und Aussparungen auf das Wesentliche konzentriert. Der Roman galt lange Zeit als unverfilmbar. Im Buch wird zwar Batemans innere Zerrissenheit intensiver beleuchtet, liegt wohl daran, dass das Werk von Ellis in der 1. Person Singular also Ich-Form geschrieben ist, aber die visuelle Darbietung des Charakters im Film durch Bale unter der Regie von Harron ist absolut überzeugend und fantastisch. Bales schauspielerische Leistung als Bateman ist für mich perfekt. Seine Gestik und Mimik gefällt mir in wirklich allen Szenen extrem gut. Seine Performance wertet den Film unglaublich auf. Außerdem finde ich, dass die Kritik an der Oberflächlichkeit unserer Konsumgesellschaft, die Entfremdung des Individuums in der modernen Welt und dessen emotionale Leere im Film ebenfalls sehr gut rüberkommt. Natürlich ist das alles etwas stärker im Buch ausgeprägt. Auch im Bezug zur Beziehung zwischen Patrick und Evelyn, was bei Ellis wesentlich detaillierter beschrieben ist. Harron meistert das Problem in ihrem Film aber durch kurze und prägnante Szenen, was ich durchaus als positiv betrachte. Und zum Härtegrad des Films muss ich nochmals sagen, im Buch sind zwar die Gewalt-, Mord- und Sexszenen expliziter und detaillierter beschrieben, aber mich stört die Reduzierung im Film nicht wirklich, denn Harron schafft stattdessen den schwarzen Humor und die satirischen Elemente hervorzuheben. Zuviel Splatter oder Gewalt in diesem Film könnten meiner Meinung nach sogar eher kontraproduktiv sein, ja sogar Harrons gut ausgelotetes harmonisches Gefüge von schwarzer Komödie und bissger Satire stören bzw. den Film zu weit in eine andere und eben falsche Richtung abdriften lassen. Harron hat das in meinen Augen zum Glück alles sehr gut gemeistert. Jedenfalls mag ich die Verfilmung von Harron sehr. American Psycho von Ellis aber noch viel mehr. Wahrlich ein Meisterwerk moderner Literatur.

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Sollen wir einen Literaturthread aufmachen?

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Okay, zurück zum Thema Film. Hier mein Review-Roundup von November:

Kiyoshi Kurosawas Film schafft in 45 Minuten, was die meisten Horrorregisseure in ihrer gesamten Filmographie nicht zustande bringen – echten eiskalten Grusel:

CHIME
https://www.ofdb.de/film/377821,945622,Chime/review/

Wollten wir nicht alle schon immer die Vorgeschichte von Rosemarys Nachbarin erfahren? Eben:

APARTMENT 7A
https://www.ofdb.de/film/382641,945623,Apartment-7A/review/

Zwei sehenswerte Episoden hat die Anthologie diesmal zu bieten, schade, dass man auch durch die anderen durch muss:

V/H/S BEYOND
https://www.ofdb.de/film/381973,945626,VHS-Beyond/review/

Jeremy Saulniers (GREEN ROOM) neuen Netflixfilm sollte man unbedingt gesehen haben, insbesondere, wenn man die fiebrige Spannung von UNCUT GEMS mochte und keinen neuen RAMBO erwartet:

REBEL RIDGE
https://www.ofdb.de/film/378886,945629,Rebel-Ridge/review/

Jacques Audiards gerade im Kino angelaufenes Gangsterfilmmusicalmelodram traut sich was und will viel, hat mich aber nicht erreicht:

EMILIA PÉREZ
https://www.ofdb.de/film/379470,945630,Emilia-Perez/review/

Coming soon: Meine Reviews zur kompletten TERRIFIER-Reihe.

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Damit ich es nicht vergesse: Gonjiam erscheint im Februar 2025 auch in Deutschland.

Von Jung Bum-shik, der auch New Normal gedreht hat. Wäre ja cool, wenn seine anderen Filme auch erscheinen würden.

Ich habe bisher einen großen Bogen um die TERRIFIER Reihe gemacht, weil ich ziemlichen Trash vermutete, aber da ich eben doch Hype-anfällig bin (hallo Dubai-Schokolade!), habe ich mir jetzt an zwei Tagen alle drei Teile sowie das Anthologie-„Prequel“ reingezogen. Und war positiv überrascht: Die drei „offiziellen“ Filme sind absolut solide inszeniert (sieht man mal von den offensichtlichen Schwächen ab), kein Vergleich mit billigem Goretrash der Marke THE WELL.

„Art the Clown“ ist tatsächlich der bemerkenswerteste Genreneuzugang seit Freddy Kruger und die Filme zeichnen sich nicht nur durch ihre zum Teil ungeheure Härte, sondern ebenso durch ihre Gnadenlosigkeit und Bösartigkeit aus. Sollte man – für das, was es ist – als Horrorfan wirklich gesehen haben.

ALL HALLOW’S EVE
https://www.ofdb.de/film/253805,945733,All-Hallows’-Eve-Komm-raus-und-spiel/review/

TERRIFIER
https://www.ofdb.de/film/293681,945734,Terrifier/review/

TERRIFIER 2
https://www.ofdb.de/film/363677,945735,Terrifier-2/review/

TERRIFIER 3
https://www.ofdb.de/film/383126,945736,Terrifier-3/review/

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Du kommst aber wirklich sehr spät zu dieser Party. :sweat_smile:

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Das stimmt. Aber entscheidend ist ja nicht nur, wann man kommt, sondern vor allem, was man mitbringt und wie lange man bleibt :crazy_face:.

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Ich möchte jetzt nicht sagen, „ich habs Euch doch gleich gesagt“ … zumindest der dritte Teil ist schon extrem gut gemachter Horror.

Das „Prequel“ hab ich mir neulich dann auch noch gegeben, ging seinerzeit vollkommen an mir vorbei. Es gibt dann sogar noch einen 2. Teil zu „All Hallow’s Eve“ der recht unterschiedliche Kritiken bekommen hat und den ich jetzt noch nicht gesehen habe.

Mit Kraven the Hunter erscheint nicht nur der (vielleicht) schlechteste Film des Jahres, sondern es wird auch das Schicksal des obskuren SSU (Sonys Spider-Man-Universe) besiegelt.

https://www.geek-germany.de/review-film-kraven-the-hunter/

Gestern mit einer Bekannten gesehen, sie hat mich verarscht indem sie immer wieder gesagt hat: „Ich hab ein Familiendrama mit Dvdscot gesehen“. Wusste ich auch nicht, auf jeden Fall war der sehr merkwürdig, kein straighter Actionfilm, auch gar nicht so hart. Zu lang und kommt nicht in die Gänge, hat bis zur Mitte echt Schwierigkeiten eine Story zu erzählen. Erst als es in die Wildnis ging nahm er etwas Fahrt auf. Dann dieser Typ mit dem Rucksack und dieser 1, 2, 3 Typ der immer wieder mal auftauchte, schon echt merkwürdig zusammen gekleistert.

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Ich hatte es vor einiger Zeit hier im „Vorschläge 2025“-thread ja schon erwähnt, dass ich nach Sichtung des Teaser Trailers der Meinung war und bin, dass ein Multimillionen-Dollar-Blockbuster-treatment der Adaption von Simon Stålenhags melancholisch-traumverlorener-Cyberpunk-Technokalypse-Dystopie wohl eher schaden, denn nützen würde… nun, der neue Trailer bestätigt leider alle meine Befürchtungen. Viel zu weit weg vom todtraurig-tristen look and feel der literarischen Vorlage, zu albern-aufgebläht, zu mainstreamig-megalomanisch… nee, das wird wohl leider nix. Zumal ich sowohl Millie Bobby Brown als auch Chris Pratt für vollkommene Fehlbesetzungen halte. Wirklich jammerschade drum, was hätte man aus dem Ausgangsmaterial doch Alles rausholen, und einen absoluten instant cult classic sci fi movie erschaffen können. Andererseits fällt mir auch nur ein Name ein, dem ich es zugetraut hätte, der illustrated novel in Sachen Atmosphäre und Tonfall gerecht werden zu können… und das wäre, wen wunderts, natürlich Jonathan Glazer gewesen. Wobei der mit „Under The Skin“ ja aber bereits eine Literatur-Verfilmung gemacht hat, welche Stålenhags Opus Magnum von den dort verströmten Vibes her schon sehr nahe kommt. Naja, vielleicht hilft’s wenigstens dabei, dass ein paar mehr Leute auf das Buch aufmerksam werden, und sich das nach Ansicht des Films dann eventuell anschaffen / durchlesen. Wäre ja immerhin auch schon mal was.

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Was man sich an den Feiertagen auf Netflix unbedingt anschauen sollte (1), was man sich gut anschauen kann (2) und was man sich nicht wirklich anschauen muss (3):

THE SHADOW STRAYS
https://www.ofdb.de/film/383181,947750,Codename-13/review/

SISTER DEATH
https://www.ofdb.de/film/373292,947751,Die-Todesschwester/review/

DON’T MOVE
https://www.ofdb.de/film/384710,945737,Don’t-Move/review/

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Robert Eggers Vampir-Retelling schwelgt in schönen expressionistischen Bildern, ein Gothic-Wintermärchen, mit dem man aber nicht wirklich warm wird:

NOSFERATU

Der DONNIE DARKO für die nächste Generation (nicht für meine):

I SAW THE TV GLOW

Shyamalan macht unbeeindruckt sein Ding – Gehirn aus und durch:

TRAP

Quentin Dupieuxs filmische Theaterkritik, mal kurz in 6 Tagen zwischen SMOKING CAUSES COUGHING und DAAAAAALI! abgedreht:

YANNICK

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Micky 17 wird auf der Berlinale laufen:

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Sind ein geistliches Drama und ein Kinderfilm Genrefilme? Wenn das eine ein Thriller und das andere ein Actionabenteuer mit einer fiesen Spinne ist, schon. Also sind sie hier richtig:

CONCLAVE
https://www.ofdb.de/film/382661,950814,Konklave/review/

PADDINGTON IN PERU
https://www.ofdb.de/film/385497,950813,Paddington-in-Peru/review/

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