Aktuelle Genrefilme

Fresh off the Superbowl:

Auch wenn Galactus endlich mal richtig mitmischt… da weiss ich immerhin schonmal, welchen generisch-uninspirierten Blockbuster ich in diesem Kino-Sommer getrost auslassen kann:

And just for the record: Der CGI-Ben Grimm sieht IMHO eher mittelprächtig bis sch…lecht aus.

Das hier ist allerdings auch nicht soooviel besser, hat aber immerhin Mrs. Johansson als Plus:

Der Regisseur von unser allerliebster FFF-Fäkal-Film „Kuso“ macht jetzt psychedelisch-abgedrehte Sci-Fi-Action à la „A L I E N“ meets „Event Horizon“ meets „Callisto Protocol“? WTF?!?

Dreht Alex Garland ab jetzt nur noch Kriegsfilme? Egal, möchte ich dennoch unbedingt sehen.

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Sehr zu empfehlen ist Companion, den Trailer erspar ich lieber, es könnte gespoilert werden, der Film kommt am Besten unvorbereitet, wie in meinem Fall letzte Woche in der Sneak :wink:

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Empfehlenswert ist Companion, Trailer auf gar keinen Fall schaun. Ich hab ihn ja auf den White Nights gesehen. :grin:

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Oooops, das hatte ich gar nicht so mitbekommen, aber als sich herausstellte, dass ich die White Nights diesmal nicht schaffe, war mir die Filmauswahl nicht mehr so wichtig - gute Wahl!

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Ich hab da mal ein bisschen was nachgeholt: Schwere Kost von Franz & Fiala, weirdes Polittheater von Guy Maddin, solides Handwerk von Dev Patel und Clint Eastwood, Enttäuschungen von Zoë Kravitz und Richard Linklater und ein blutiger Ausrutscher von Nick Frost.

DES TEUFELS BAD
https://www.ofdb.de/film/377539,952155,Des-Teufels-Bad/review/

RUMOURS
https://www.ofdb.de/film/379630,953115,Rumours/review/

MONKEY MAN
https://www.ofdb.de/film/376962,952217,Monkey-Man/review/

JUROR #2
https://www.ofdb.de/film/381619,952219,Juror-2/review/

BLINK TWICE
https://www.ofdb.de/film/381197,953110,Blink-Twice/review/

HIT MAN
https://www.ofdb.de/film/372178,953112,A-Killer-Romance/review/

GET AWAY
https://www.ofdb.de/film/383122,953114,Get-Away/review/

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Zwei interessante „Projektionen“-Podcast-Episoden, zum Einen zur Stilistik von Robert Eggers anhand von dessen neuestem Film „Nosferatu“ (mit Dr. Lioba Schlösser, Prof. Dr. Marcus Grabbe und Marcus Stiglegger, Länge ca. 65 Minuten), zum Anderen zum Begehren in Luca Guadagninos Verfilmung von William S. Burroughs’ sehnsüchtig-traurigem „Queer“ (der Film lässt sich zur Zeit auch auf MUBI ansehen… wofür ich kein spottbilliges Drei-Monats-Abo für gerade mal einen Euro abgeschlossen habe - andere hier Aktive ja aber schon), 76 Min. lang.

…und zum guten Schluss noch eine critic-Kritik zum letztjährigen FWN-Gaga-Grenzdebilitäts-Hit „Hundreds Of Beavers“, welcher ja jetzt erst regulär hier in der BRD in die Kinos kommt.

…und im Juni „schon“ physisch veröffentlicht wird.

https://www.jpc.de/jpcng/movie/detail/-/art/hundreds-of-beavers/hnum/12185783

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Und ich dachte schon, ich sei der einzige alte Sack, der seit Jahrzehnten darauf wartet, das ENDLICH „Galaktus“ in den Filmen auftaucht, den ich als Kind schon beim Lesen der Comics in den 70er Jahren als ihren besten Gegenspieler empfand. Dafür verzeihe ich auch den ansonsten echt langweilig anmutenden Aufgusslook und könnte einen Blick riskieren.

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Ich hätte diesen Link selbstschreibend auch in den „FWN 2025“-thread posten können, da der Film aber mittlerweile ja auch regulär in den den bundesdeutschen Kino angelaufen ist, hau’ ich das einfach mal hier hinein: Antje Wessels bespricht „Companion“ - und kommt zu ähnlichen Schlussfolgerungen wie meine Wenigkeit (Zitate: „[…] geht Drew Hancock nie so ganz in die Vollen. „Companion“ versteht sich in erster Linie als Spaß-Film.“ - „[…] wären viele Pointen noch treffsicherer, kämen sie ähnlich bitterböse daher wie die perfide Ausgangslage. Und gen Ende hin […] verwässert die Grundidee zu Gunsten eines banalen Verfolgungsszenarios zusehends.“ - " Selbst mit Kenntnis des ersten Twists […] macht [der Film] mächtig Laune. Auch wenn man sich hier und da deutlich mehr Bissigkeit wünschen würde.").

!!! ACHTUNG !!! Vor schwersten Spoilern, den gesamten Film betreffend, wird hiermit ausdrücklich gewarnt !!! Bitte möglichst erst nach der eigenen Sichtung lesen !!!

Ach so: Fresh off Berlinale 2025: Einige wahllos ausgewählte :wink: reviews zu Bong Joon-hos Robert Pattinson-Vehikel „Mickey 17“, in case someone’s interested (Spoilers ahead !!!):

Ich bin einfach unbelehrbar. Aber das ist nun wirklich der langweiligste Marvelfilm bislang.

CAPTAIN AMERICA – BRAVE NEW WORLD
https://www.ofdb.de/film/388551,953591,Captain-America-Brave-New-World/review/

Auch nicht wirklich aufregend, aber mit interessanten Ansätzen:

WOLF MAN
https://www.ofdb.de/film/386076,953594,Wolf-Man/review/

Der neue Film von Justin „Kelly Gang“ Kurzel – im Stream bei amazon prime:

THE ORDER
https://www.ofdb.de/film/382256,953595,The-Order/review/

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Update aus aktuellem Anlass: Unbedingt ansehen sollte man sich THE GIRL WITH THE NEEDLE (auf MUBI oder aktuell noch in ein paar ausgewählten Arthousekinos), nicht unbedingt gesehen haben muss man THE MONKEY. Aber für beide braucht man aus sehr verschiedenen Gründen starke Nerven. Spoiler: THE GIRL ist der härtere Film von beiden.

THE GIRL WITH THE NEEDLE
https://www.ofdb.de/film/379528,954074,Das-Mädchen-mit-der-Nadel/review/

THE MONKEY
https://www.ofdb.de/film/387910,954073,The-Monkey/review/

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Hier mal ein kleiner Schwung an aktuellen Wortvogel-reviews zu neuen Genrefilmen, unter Anderem Bong Joon-Hos Sci-Fi-Satire „Mickey 17“ und „The Gorge“ mit Anya Taylor-Joy:

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Sehr interessantes und lesenswertes Gespräch mit vier deutschen Regisseur:Innen (als da wären Tilman Singer ( „Cuckoo“ , „Luz“ ), Till Kleinert („Der Samurai“), Josefine Scheffler und Linus de Paoli ( „A Young Man With High Potential“) zum aktuellen Stand des (Nicht-nur-)Genre-Kinos in der bundesdeutschen Filmlandschaft, Einflüsse und Vorbilder, dfffb VS. KHM, Roland Klick und Hartmut Bitomsky, nervige Probleme mit der deutschen Filmförderung und TV-Redaktions-Gremien, über das FFF und Wiener „Slash“-Festival (Zitat Till Kleinert: „[D]ieses spezifische Gefühl von so einem Community-Festival, das auch eine entsprechende netzwerkerische Bindung erzeugt [wie eben auf dem „Slash“], das habe ich beim „Fantasy Filmfest“ nicht.“), das Schielen auf den internationalen Markt, und den leidigen (und von mir selbst leidenschaftlich gehassten) Begriff des „elevated horror“ drüben auf critic.de:

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Gonjiam: Haunted Asylum ist auch Ende Februar endlich in Deutschland erschienen. Eigentlich wollte ich den schon längst gesehen haben, komme aber aufgrund der aktuellen Umstände nicht dazu.

https://www.amazon.de/dp/B0DNM2S9JR/

Quod erat demonstrandum… Die ersten reviews sind mehr als vernichtend - Hier mal eine kleine, aber für das Gros der veröffentlichten Kritiken durchaus repräsentative Presseschau
(!!! ACHTUNG !!! Schwere Spoiler für Buch und auch Film in den verlinkten Texten !!!):

Auszüge aus dem „Guardian“-review: „[The movie] drains away the book’s thoughtful human complexity and turns it into a laminated Spielberg/Lucas knockoff with bits of „Toy Story“ and „Guardians of the Galaxy“, as well as simply too many other […] borrowings to count. I even wondered if Millie Bobby Brown’s hairstyle was supposed to make her look like Chewbacca.“

„„The Electric State“ is a fundamentally unsatisfying and muddled film, even leaving aside the deja-vu. […] there’s no soul, no originality, just a great big multicolour wedge of digital content.“

Die Einordnung der literarischen Vorlage als „YA novel“ wirkt auf den ersten Blick vielleicht etwas befremdlich, und wird IMHO der Komplexität des Ausgangs-Materials und vor Allem seiner Sci Fi-Dystopie-Komponenten nicht ganz gerecht, passt aber im Grunde genommen schon ganz gut - ist ja bei Weitem auch nicht alles derivativer Murks, was unter dem Label so vermarktet wird.

Zitate „Variety“: "[The movie] turns [Stålenhag’s] salient, bleak thriller about a young woman searching for [something she’s missing] [<— Spoiler entfernt] in a techno-dystopia into a whimsical, sanitized mess of mimeographed ideas from a handful of far better cinematic inspirations." - „[I]t would’ve behooved the filmmakers to utilize their time more economically, plopping us right into the action as the book does and eschewing standard forms of exposition to set up their world and character motivations. Instead, they […] downplay the darker aspects of the narrative (dealing with technology’s worst side effects) in favor of a generic conceit centered on freedom, preachy commentary on prejudice and a reductive, rote conflict between humankind and robots.“ - „There’s no rule that says book-based films shouldn’t diverge from what’s on the page. Stanley Kubrick’s “The Shining” and Paul Verhoeven’s “Starship Troopers” certainly did, and those stories found their audiences in both mediums. In this case, however, the filmmakers have diluted the source material, showing a clear lack of interest in making their creation just as haunting, searing and satisfying as the original product.“

Quotations aus der „Indiewire“-Kritik: „Diluted and distorted from Simon Stålenhag’s comparatively somber illustrated novel of the same name, which has more evocative ideas in its first paragraph than this movie does in its entire running time, “The Electric State” […] lacks even a single memorable image (unforgivable for something adapted from an illustrated book filled with them).“ - „[The protagonist Michelle’s] entire personality is sneering at people and saying things like, “Are you trying to be a dick, or does that just come naturally to you?” [She] is a miserable hang, Brown doesn’t even bother to look for a way to enliven her, and the character might as well be crushed to death under the weight of the messiah narrative this movie drops on her shoulders […]“ - "[T]his awful movie is so resigned to the cinematic enshittification it epitomizes with every frame that it doesn’t even seem to realize how its idea of a happy ending [AAAAARGH!!! Auch wenn das irgendwie klar war, aber das soul-shattering, heartbreaking ending der letzten paar Seiten von Stålenhags Vorlage gegen ein konventionell-generisches Was-auch-Immer-Finale auszutauschen, kommt für Jemanden, der wie ich die literarische Vorlage gerade in und wegen all ihrer todtraurigen Melancholie so sehr liebt, beinahe schon einem Sakrileg gleich…] effectively requires Michelle to turn back the clock and return her civilization to the way things used to be. […] “The Electric State” is emotionally incoherent because the moral of its story is contradicted by the emphasis of its telling. […] As Skate puts it: “Our world is a tire fire floating in an ocean of piss.” Despite all of the clout and capital at their disposal, the Russo brothers can think of nothing better to do than stick our faces in it."

And there you have it. Es bricht mir wirklich das Herz, aber ich werde das Gefühl nicht los, nein, ich bin mir absolut sicher, dass wir - in Anbetracht all der nearly flawless Grandezza seines Ausgangs-Materials / der kongenial-elektrisierenden (pun intended), betörend-verunsichernden Meisterschaft der Buchvorlage - hier nicht nur um einen der, wenn nicht sogar den Film des Jahres, sondern sogar wohl um, wäre der Stoff in besseren Händen gewesen, und von more caring minds adaptiert und verfilmt worden (ich hätte immer noch Jonathan Glazer favorisiert), einen der potentiell besten dystopic Science Fiction-Filme ever betrogen worden sind. A loss that’s hard to cope with, especially in the light of all the potential of what could and should have been a timeless future movie classic. What an inexcusable waste of money, time and talent.

Von daher kann ich allen hier Lesenden nur empfehlen, sich die Zeit für’s Anschauen des Films zu sparen, stattdessen 25 bis 30 Euro in die Hand zu nehmen, und lieber Simon Stålenhags Illustrated Novel käuflich zu erwerben, und sich gute zwei bis vier Stunden Zeit zu nehmen, um darob in dieser trist-verlorenen Technokalypse der 1990er Jahre einer dystopisch-vergessenen Alternativ-Realität zu versinken, die kärglich-einprägsamen Sätze aufzusaugen, und sich in der verstörenden Tiefe der illuminierend-unwirklich-wirklichen Bilder zu verlieren, mit einer anderen, ernsteren Michelle diese weirde Reise durch eine geisterhaft-entvölkerte U.S.A. voller seltsamer technischer Relikte und faszinierend-bedrohlicher Maschinen zu machen, bis hin zu ihrem unvergesslichen, Eine:n emotional so schnell nicht mehr loslassenden Ende. Eine Reise, die Euch gedanklich noch lange danach beschäftigen wird. Im Gegensatz wohl zu diesem Film, den man am Besten allerschnellstens vergessen sollte. Was ein Jammer sondergleichen ist.

Aber im Grunde braucht man ja nur die Bilder sprechen zu lassen, um die qualitativ-narrativen Unterschiede der beiden Texte zu erkennen…

Just compare this:

…to this:

…and you’ll instantly know wherein the problem lies.

:cry:

Wer das Buch gelesen hat, wird vermutlich wissen, warum dieses Video / dieser Song hier folgt.

:broken_heart:

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MICKEY 17

Der Film ist irgendwie „blöd“, will viel zu viel und scheitert daran, versucht sich als Satire, erzeugt aber keinerlei Lacher, ist häufig überbordend, nie subtil, immer einen Tick drüber, hat mich selten erreicht und war deshalb, auch wegen meiner relativ hohen Erwartungshaltung, leider sehr enttäuschend.

White Supremacy, Kolonialismus, Kapitalismus, Trumpismus, Gesellschaftskritik mit der Brechstange und eine Liebesgeschichte ist auch noch mit drin. Pattinson hat große Spiellaune! Mark Ruffalo mimt den Trump, bleibt aber weit unter seinen Möglichkeiten und wirkt einfach nur lächerlich, kein Vergleich zu seiner Leistung in Poor Things.
In den Sci-Fi Blockbuster Momenten eher schwach, in den kleinen intimen emotionalen kammerspielartigen Momenten aber stark.
Mit 137 Min. viel zu lang, repetitiv, oberflächlich und deshalb teilweise auch gähnend langweilig.

5 von 10 sterbende Mickeys.

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CUCKOO kann man jetzt bei amazon im Stream sehen. Empfehlung!

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Und noch ein Total-Verriss, courtesy of a pretty erkältungskrankem Wolle Schmitt:

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