Hmmm… nach dem fabulösen „Prey“, welchen ich im letzten Sommer nachgeholt hatte, bin ich jetzt doch leicht underwhelmed vom „Predator: Badlands“-Trailer… aber warten wir’s mal ab. Allzuviel lässt sich daraus ja eh noch nicht ablesen. Sieht aber stellenweise fast schon wie ein „Predator“meets„King Kong“-Middle Earth-Monsterverse-Crossover aus. Ich hätte definitiv lieber „Prey 2“ gesehen und bleibe skeptisch, ob das höhere Budget dem Film gut tun wird.
Auch vom neuen „TRON“-Aufguss namens „TRON: Ares“ bin ich noch nicht so wirklich geflashed, NIИ-Soundtrack hin, Jeff Cronenweth-DoP-Job her…
Dieses franchise war tatsächlich noch nie so meines, aber eventuell interessiert’s ja Andere:
Und je mehr ich vom neuen „Fantastic Four 4“-movie zu sehen bekomme, desto weniger habe ich Bock, mir den anzusehen. Da kann Galactus noch so durch die Avenues stampfen.
All in all / In short: Ich warte im Grunde genommen immer noch sehnlichst auf den ersten Trailer zur Verfilmung von Stephen King’s „The Long Walk“…
Sehr gute Review. Hab den Film gestern endlich nachgeholt und teile auch Deine Meinung bzgl. der zweiten Filmhälfte, bzw dem letzten Teil, da wurde ein zuvor wirklich intellektuell und genial aufgebauter Spannungs- und Mysterybogen irgendwie fast verschenkt, OBWOHL natürlich das krasse Ende in letzter Konsequenz eine nicht wirklich genre-typische „Auflösung“, sondern der logische Abschluss eines sich durch viele Räume und Gänge ziehenden Puzzles ist, sowohl architektonisch, wie auch metaphysisch. Von mir gibt es eine 8.5
Bin ich so gut wie vollständig Deiner Meinung. Wirkt alles wie aus der Retorte und schon tausend mal zuvor besser gesehen. Seit 50 Jahren warte ich auf eine gute Verfilmung der F4, da werde ich wohl weiter warten müssen, denn auch dieser nunmehr dritte Aufguss überzeugt mich genau so wenig, wie die neuen Spider Man Filme es taten. Der „Silver Surfer“ in weiblich … naja, wenn’s sein muss. Und natürlich ist „Galactus“ für die Kenner der alten Comics Kult, nicht aber wenn er als blecherner Godzilla herhalten muss. Ach bitte net, wie der Hesse sacht.
Die Zwillingsbrüder Smoke und Stack (Michael B. Jordan) kehren in ihre Heimatstadt zurück, um dort einen Neuanfang zu wagen. Doch schon bald müssen sie feststellen, dass bei ihrer Rückkehr ein noch größeres Übel auf sie wartet als sie je erlebt hatten. Die Handlung umfasst einen Tag und eine Nacht, die es in sich hat.
Mich hat irritiert, dass der Film im Kinoprogramm als Musikfilm deklariert wurde, aufgrund des Trailers bei den FFWN hatte ich ja den Eindruck, dass es sich um einen Horrorfilm handelt.
Der Film hat mich beeindruckt, schönes Setting. Eigentlich ist er genreübergreifend, es gibt Horrorelemente aus dem Übernatürlichen wie auch aus dem richtigen Leben. Der Soundtrack ist genial, wer (nicht nur) auf Blues steht, unbedingt anschauen. Es gab auch tolle Landschaftsaufnahmen. Die Schauspieler fand ich sehr gut. Das ist ein „schwarzer“ Film, ohne irgendwelche politische wokeness. (Ich sag das mal ganz wertfrei). Sehr schön choreographiert war auch die Tanzszene in der Barn.
Unbedingt auch bis nach dem Abspann sitzenbleiben. Die letzte Szene trägt zwar eigentlich nichts weiter zum Film bei, ist aber ein netter Abschluss.
Der Film hat zwar eine eigenständige Geschichte, hat aber auch bekannte Versatzstücke und vibes von From Dusk till Dawn, The Thing, Buffy.
Ich mochte Sinners auch. Allerdings ist mir völlig unklar, warum allerlei Kinos den als OV (lies: keine Untertitel) zeigen. I’m looking at you, Cinedom in Köln.
Finanziell halbwegs erfolgreich an den Kinokassen war der wohl auch, gut. Eeeendlich mal wieder was ohne IP oder Franchise im Hintergrund.
Ich fand ja Bullet Train Explosion auf Netflix überraschend gut. Habe den vor allem geschaut, weil mir gerade nichts besseres einfiel. Shinji Higuchi hat ja bisher nicht gerade überzeugende Filme gemacht. Zudem klingt der Titel irgendwie B-Movie-like billig (der Originaltitel genauso) und der „Vorspann“ wirkt irgendwie wie etwas, was ich schon ewig nicht mehr gesehen habe. Wir so ein Soap-Opera-Vorspann, nur mit Explosionen.
Der Film ist aber wirklich unterhaltsam. Wie Speed im Zug.
Ich konnte gestern in der Sneak zufällig Screamboat mit dem Terrifier-Darsteller als…Micky Maus (?) sehen. Der Film ist lustig (wenn man sich drauf einlässt) und zumindest ein bischen Geld für handgemachte Effekte wurde ausgegeben. Das Vergnügen steht und fällt damit, dass man sich des Tragecharakters bewusst ist und nicht alles Ernst nimmt. Mir hats zumindest zeitweise gut gefallen. Nein, das ist kein neuer Terrifier, aber einen Fehler macht man damit als Freund einschlägiger Filme nicht.
Ah Danke. Die Verbindungen zu Disney waren mir klar, aber, dass das quasi der direkte Vorgänger der Figur ist wusste ich nicht und war auch ehrlicherweise zu faul zum nachlesen.
Also ich kann dieser Verhackfleischung niedlicher Comicfiguren zur Mutation grässlicher Horrorgestalten nicht viel abgewinnen. Egal ob Popeye, Winnie Pooh oder Micky Maus, finds irgendwie voll daneben. Wobei der eine aus der Winnie Pooh Serie so leidlich unterhaltsam war.
Nach Locked eine Stunde Pause und dann in die Final Destination 6 Preview im größten Saal der nicht mal halb voll war. „In loving memory of Tony Todd“. Der Film versucht es etwas anders zu machen, sie sind übervorsichtig, bringt trotzdem alles nichts. Die Müllwagen Szene hat mir am besten gefallen, auch das MRT war krass; in Wirklichkeit sind die besser abgesichert, hatte ja schon mehrere CT und MRT Scans. Andere Tode sind zu sehr CGI lastig. Man merkt aber das Thema ist durch, dafür gab es viele Anspielungen auf frühere Teile.
Is’ nun auch seit ein paar Tagen raus - und sieht IMHO doch ganz ordentlich aus:
Gut, weiss ja nicht; wie’s Anderen so geht, aber zumindest ich hab’ dann beim Lesen immer doch eine recht klare Vorstellung vom Aussehen und dem Habitus / dem Klang der Stimme der jeweiligen Charaktere. Und ist ja klar, dass sich das so gut wie nie mit deren appearance in den betreffenden Verfilmungen deckt(e). Aber das hier macht auf mich doch einen wirklich soliden bis sehr guten Eindruck. Sogar „Luke Hamill“ (O-Ton Fredi Dellert bei einer Hamburger FFF-Ankündigung (ich glaub’, das war damals als Tipp zum FFF-screening von „Sushi Girl“ vor einer anderen von mir besuchten Vorstellung… )) macht als Major eine gute Figur.
Und passend zum baldigen Start des letzten „M:I“-Sequels mit Tom Cruise geht Wolle M. Schmitt nochmal ganz zu den Anfängen der franchise zurück und zieht Parallelen zwischen dem Ethan-Hunt-Universe und Franz Kafkas identitätsverwirrenden short stories und Novellen (und das nicht nur wegen Prag als Schauplatz des ersten „Mission: Impossible“-Films):
WARFARE
Alex Garlands CIVIL WAR Nachfolger wurde von einigen Kritikern als Horrorfilm tituliert, ist näher an ASSAULT als an BLACK HAWK DOWN und deshalb im Genrefilmthread genau richtig. https://www.ofdb.de/film/389774,959345,Warfare/review/
ASH
Flying Lotus plündert für seinen SciFi-Bildschirmschoner ALIEN, PROMETHEUS, THE THING & Co. und schafft daraus nicht mal ein solides B-Picture. Auf amazon prime. https://www.ofdb.de/film/385469,961131,Ash/review/
Fand den gar nicht mal schlecht, eine Bereicherung des MCU. Als Truppe toppt aber keiner die Guardians. Die Thunderbolts* halten genau das, was der witzige Trailer verspricht. Die Avengers sind scheintot, die Thunderbolts* müssen ran. Und sie machen das auf ihre Art erstaunlicherweise sehr gut. Mir hat der Kinofilm außerordentlich gut gefallen.
An der Croisette ist ja seit Dienstag nun auch wieder Jubel, Trubel, Heiterkeit…
Hier mal eine (rein subjektive Auswahl) an interessanten Filmen mit mehr oder weniger Genre-Bezug, in no particular order:
Im Wettbewerb
„Eddington“ von Ari Aster. Pedro Pascal als Kleinstadt-Bürgermeister in New Mexico legt sich mit dem von Joaquin Phoenix gespielten Sheriff des Städtchens an. Spielt vor dem Hintergrund der gerade ausbrechenden CoViD19-Pandemie im März 2020. Mit unter Anderem Emma Stone, Austin Butler und Michael Ward.
„The Phoenician Scheme“ von Wes Anderson. Now c’mon, you didn’t really expect me to be that plain dumb silly to be trying in vain to explain or summarize a Wes Anderson movie, did ya? Mit Benicio Del Toro, Mia Threapleton, Michael Cera, Willem Dafoe, Scarlett Johansson, Jeffrey Wright, Benedict Cumberbatch, Tom Hanks, Bryan Cranston, Matthieu Amalric, and whoever else you might name…
„Kuang ye shi dai“ (a.k.a.„Resurrection“) von Bi Gan („Long Day’s Journey Into Night“). „A woman whose consciousness falls into the eternal time zone during a surgical procedure. Trapped in many dreams, she finds an android corpse and tries to wake it up by telling endless stories.“
„Alpha“ von Julia Ducournau. "Alpha, 13, is a troubled teenager who lives alone with her mother. Their world comes crashing down the day she comes home from school with a tattoo on her arm." Nicht verifizierte plot synopsis laut Fangoria: „Starring Golshifteh Farahani and Tahar Rahim, the film follows Alpha, an 11-year-old girl in a fictional 1980s city inspired by New York. As the AIDS epidemic unfolds worldwide, one of her parents falls ill, forcing her to confront loss and her own mortality for the first time.“ World Of Reel: „[T]he film tackles a teenager from the late ‘80s, [who] starts getting rejected by her classmates because of a rumor spreading that she’s been infected with a new disease“. Der Film dürfte sich somit stark mit sozialer Stigmatisierung in Pandemie-Zeiten, analog zu AIDS / HIV, aus der Perspektive der davon Betroffenen auseinandersetzen. Mit Golshifteh Farahani, Emma Mackey, Mélissa Boros und Tahar Rahim. Welt-Premiere am 19.05.2025.
„Runowâru“ (a.k.a.„Renoir“) von Hayakawa Chie. „Suburban Tokyo, 1987. 11-year-old Fuki’s father, Keiji, is battling a terminal illness, and in and out of hospital. Her mother, Utako, is constantly stressed out from caring for Keiji while holding down a full-time job. Left alone with her rich imagination, Fuki becomes fascinated by telepathy and falls ever deeper into her own fantasy world.“
„Sirât“ von Óliver Laxe. „A father (Sergi López) and his son arrive at a rave deep in the mountains of southern Morocco. They’re searching for Mar — daughter and sister — who vanished months ago at one of these endless, sleepless parties. Surrounded by electronic music and a raw, unfamiliar sense of freedom, they hand out her photo again and again. Hope is fading but they push through and follow a group of ravers heading to one last party in the desert. As they venture deeper into the burning wilderness, the journey forces them to confront their own limits.“ Mit Sergi López, Bruno Núñez und Stefania Gadda.
„Die, My Love“ von Lynne Ramsay. „[The movie] is an adaptation of the 2017 novel by Ariana Harwicz about a new mother who develops postpartum depression and enters psychosis.“ Mit Jennifer Lawrence, Robert Pattinson, Sissy Spacek, Nick Nolte und Gabrielle Rose.
„In die Sonne schauen“ von Mascha Schilinski („Die Tochter“). „Four girls, Alma, Erika, Angelika, and Lenka, each spend their youth on the same farm in northern Germany. As the home evolves over a century, echoes of the past linger in its walls. Though separated by time, their lives begin to mirror each other.“ Ist bereits gelaufen, und allgemein heftigst abgefeiert / begeistert aufgenommen worden. Siehe nachfolgende reviews und Kritiken. Würde ich selbst am Liebsten gleich nächste Woche sehen (ich hätt’ ja stattdessen auch „morgen“ geschrieben , aber ab heute abend bin ich dann ja erstmal mit den FFN-Filmen beschäftigt ). Deucht mir wie Kieszlowksis „La double vie de Véronique“meets The Cure’s „Charlotte Sometimes“, gefilmt im hypnotisch-hauntingly Stil von Weir’s „Picnic At Hanging Rock“. Pour moi, ein klares must see, for sure.
Na gut, so weit erstmal. Ich mach’ dann nach dem Hamburger FFN-Wochenende in der nächsten Woche mit Un certain regard und den ganzen anderen Sektionen weiter. Der „DOOM: The Dark Ages“-Download ist gleich fertig, will erstmal metzeln und schnetzeln…
Edit-to-Add: Asters „Eddington“ (ist wohl sehr zwiespältig aufgenommen worden) und „Sirât“ jetzt auch mit press conference-Videos. Zu Lynne Ramseys „Die, My Love“ gibt’s wohl kein Cannes-„offizielles“ PK-Video, dafür aber zu Wes Anderson’s „The Phoenician Scheme“. Morgen abend / nacht dann endlich die Weltpremiere von Julia Durcournau’s „Alpha“.
!!! Jetzt auch mit dem just veröffentlichten Teaser Trailer für „Alpha“ !!! Scheint ganz so, als würde uns Durcournau auch dieses Mal nichts, aber auch wirklich gar nichts ersparen… but let’s be honest here, you wouldn’t want it any other way, would ya?
Sooooo… Julia Ducournaus „Alpha“ ist nun in der vergangenen Nacht in Cannes gelaufen… und allgemein eher überaus schlecht, bis extremely negative aufgenommen worden. Übereinstimmender Tenor: Zwar grandiose performances, aber reichlich konfus-überladene, quarkig-muddled through-Inszenierung / Narration. Da ich es als nicht sinnvoll ansehe, meinen vorhergehenden Cannes-post mit noch mehrreview-Links, Presse-Konferenz-Mitschnitten und youtube-Videos als jetzt schon vollzustopfen, bis dieser dann irgendwann aus allen Nähten platzt, und weil ich der Meinung bin, dass der Film, ganz egal, wie das allgemeine Echo der versammelten Fachpresse bislang ausgefallen ist, dennoch und vielleicht gerade deshalb, einen eigenen thread-Eintrag verdient, hier nun also das GROSSE„Alpha“-Special…
!!! ACHTUNG !!! Massive Spoilers ahead !!! Continue at your own risk !!!
Aber hey! - Immerhin zwei begeisterte Stimmen habe ich in dem scheinbar endlosen Ozean von vernichtenden reviews dann doch noch ausfindig machen können:
Schön auch, dass mein Lieblingssong von Portishead Bestandteil des Soundtracks ist…
Und Nick Cave ist offenbar auch noch mit einem seiner Klassiker dabei:
Gut, ich geh’ nun erstmal was essen, und Kaffee kochen… Bis später, oder so.
Edit-To-Add: Bei den deutschsprachigen Kritiker:Innen hat „Alpha“ übrigens augenscheinlich weitaus besser abgeschnitten - siehe dazu den Cannes-Kritik-Spiegel auf critic.de.