8 Beiträge wurden in ein existierendes Thema verschoben: Phantasm
Ist das so? Hab die ja komplett in der absoluten Teen Horror Ecke verbucht. Daher auch den neuesten Beitrag der Reihe wissentlich ignoriert. ![]()
" 'ohana means family, and family means that no one gets left behind!" - Über den Sinn und Unsinn von Real Life Action-remakes Disney’scher Animationsfilm-Klassiker
Disney hat’s zur Zeit nun wirklich nicht leicht: Egal, ob neue „Star Wars“-Serien, das stark schlingernde MCU, oder aber die seit gut einem Jahrzehnt grassierenden Realverfilmungen altbekannter und allseits geliebter Zeichentrick-Klassiker - Was das Mega-Unternehmen auch tut, es scheint irgendwie immer falsch zu sein. Mal ist die Hauptrolle in der Neuauflage von „Arielle“ in den Augen vieler Fans (was für welcher Fans eigentlich genau) aus angeblich übertriebener „woke“-ness falsch besetzt (früher nannte man es „Rassismus“, wenn jemand seiner / ihrer Hautfarbe wegen diskriminiert wurde, und genau das ist es auch immer noch), dann wieder waren die „Zwerge“ im 2025er re-imagined „Snow White“ ein Problem, entweder nicht zwergenhaft genug, oder doch zu zwergenhaft (Peter Dinklage), der Prinz auf einmal gar nicht mehr prinzig, sondern bloss noch ein daher gelaufener Strauchdieb, und gerieten sich zudem auch Rachel Zegler und Gal Gadot, die beiden Hauptdarstellerinnen, ob ihrer diametral unterschiedlichen Positionierung im Post October the 7th- Israel- / Palästina-Koflikt medial in die Haare… Nun also die Neu-Interpretation vom 2002er-Fanliebling „Lilo & Stitch“ (die, das gleich vorweg, gar nicht mal sooooviel neu interpretiert). Und, was müssen wir da Schlimmes lesen? Sie sei nahe, zu nahe, am Original-Text von Anfang des Jahrtausends… „Wie man’s auch macht, macht man’s falsch!“, scheinen sich die Verantwortlichen im Hause Disney nun wohl zu denken. Aber vielleicht - nur ganz vielleicht - liegt genau darin ja auch das Problem verborgen. Dass man vielleicht ja wirklich die falschen Dinge geändert hat, und / oder, wenn wiederum versucht wurde, möglichst nahe am Original-Text zu bleiben, man eventuell ja doch den falschen Zuschauer:Innen-Gruppen das Richtige ge-catered hat - oder den richtigen Kino-Besucher:Innen das genau Falsche. Gehen wir der ganzen Sache also mal ein wenig auf den (Hawaiianischen Meeres-)Grund, und betrachten die beiden betreffenden Filme etwas genauer.
Als „Lilo & Stitch“ im Jahre 2002 in die Kinos kam, hatte ich eigentlich schon mit Disney als der Animations-Filmschmiede U.S.-amerikanischer Prägung schlechthin abgeschlossen… „Aladdin“, der letzte Disney-Streifen, den ich bis dahin gesehen hatte, war auf ganzer Linie eine Enttäuschung gewesen, ja, kam in meinen Augen sogar beinahe schon einer kreativen Bankrott-Erklärung gleich. Es war ein überaus langweiliger Kinoabend, den ich da im Jahre 1993 mit dem armen Diebesjungen, seinem doofen Äffchen, der ach so holden glutäugigen Prinzessin Jasmin, und dem protzig-eingebildeten Flaschengeist verbrachte. Was dazu führte, dass ich neue Disney-Filme in der folgenden Dekade komplett boykottierte. Weder „The Lion King“, noch „Pocahontas“ oder „Mulan“ habe ich mir jemals angesehen, noch werde ich das wohl je tun. Mit den ersten Bildern von und Kritiken zu „Lilo & Stitch“ aber sollte sich diese meine ablehnende Haltung zur Maus-Animations-Maschinerie (jedenfalls kurzzeitig) ändern. Nicht nur sahen die Trailer und Standbilder phänomenal anders aus, als der sonst vom Disney-Konzern bekannte und zu jener Zeit beinahe schon zum langweiligen Klischee geronnene übliche Stil des Hauses, nein, auch die reviews waren beinahe ausnahmslos angetan bis begeistert. Von einer liebenswert-kaputten Patchwork-Familie war da die Rede (nun hatte es Patchwork-Familienstrukturen ja schon des Öfteren bei Disney gegeben, man denke nur an Mowglis erweiterte „Ersatz“-Familie mit Bagheera, Baloo und den vier (übrigens den Beatles-Mitgliedern nachempfundenen) Geiern, an „Cap und Capper“ oder auch an das Waisenkind Penny und ihre Kurzzeit-Fürsorgenden „Bernard und Bianca“). Und zuguterletzt hatte es mir das Design des schlappohrig-durchgeknallten Chaos-Aliens Stitch, der anmutete, wie eine wild-verwegene, liebenswert-anarchische Mischung aus blau-wuscheligem Koalabär und schnuffig-fluffigem Dachs from outer space, gleich angetan. Der Film entpuppte sich dann bei seiner Sichtung irgendwann im Sommer 2002 als absoluter Hit, ein echter Glücksfall im bis dato so berechenbar gewordenen d’œuvre Disney’scher Prägung. Der wuselig durchgeknallte Stitch fetzte, schlabberte und krawallierte sich wie ein in tiefblaue Wandfarbe getünchter Energieball von ADHS-Töle auf einer Überdosis schlechtem Speed durch die Handlung, die traurig-trotzige Lilo wickelte mich mit ihrer Mischung aus unbeugsamem Widerstand gegen die sie verachtende Gesellschaft und tief empfundener Verletztheit ob ihres Ausgeschlossen-Seins in nicht mal fünf Minuten um den Finger, und auch der Rest der Besetzung war einfach nur stimmig-authentisch unterwegs. Dazu kam dann noch dieser gleichzeitig modern und anachronistisch anmutende Zeichenstil mit seinen pastellenen Wasserfarben-Hintergründen, welcher Eine:n an die selige Klassiker-Phase der kalifornischen Animations-Fabrik („Bambi“, „Dumbo“ oder „Snow White“), sowie die in einem überaus flotten, sich aber immer auch genug Zeit für Charakter-Momente nehmenden, turbulent-quirligem Tempo erzählte Geschichte um Verantwortung und Zugehörigkeit, Freundschaft und (erweiterte) Familie, longing and be-longing. In short: „Lilo & Stitch“ war ein Hit, ein Instant-Klassiker, und einfach nur die Wucht in Tüten! Und ich schäme mich fast ein bisschen, zugeben zu müssen, das ich den Film bis vorgestern abend seitdem tatsächlich nie wieder gesehen habe… und kann zu meiner Entschuldigung nur vorbringen, dass ich mit der nächsten Sichtung bestimmt nicht wieder fast 23 lange Jahre warten werde.
Aber was genau ist /sind denn nun das / die Problem(e) mit der diesjährigen Realverfilmung der gemeinsamen Abenteuer des entfleuchten Projekts 6-2-6 und der kleinen Waise, die von ihrer überfordert-gestressten älteren Schwester grossgezogen wird? Nun - Auch wenn der 2025er real life action meets CGI Animation-Neuversuch sich meist doch recht genau (in vielerlei Einstellungen und Sequenzen fast viel zu genau) an seine kongenial bessere Vorlage hält, so gereichen ihm seine wenigen, kleinen und subtilen, stellenweise kaum merklichen Änderungen gegenüber dem Original dennoch aber fast ausnahmslos zum Nachteil… Nicht nur ist Lilo in all ihrer verzweifelten Wut über ihre Zurückweisung durch peers und patrons in der gezeichneten (und von Daveigh Chase („Donnie Darko“) mit unglaublich viel dringlich-drängender Tiefe und biographischer Schwere in der Stimme eingesprochenen) Original-Version ungleich aggressiver und sozial unverträglicher: Während sie im Jahre 2002 ihre gleichaltrige Mittänzerin nach der Hula-Aufführung nicht nur beisst, sondern sich sogleich auch noch mit ihr prügelt, da schubst sie selbige etwas über zwei Dekaden später in der Fleisch und Blut gewordenen Zweit-Version bloss noch eine knapp fünfzig Zentimeter hohe Bühne herunter. Auch Stitch als ihr partner in antisocial crime erscheint im Realfilm nicht nur weniger knuffig-putzig animiert, sondern verhält sich auch weit weniger gemein gefährlich als noch in seiner Zeichentrick-Variante. Sowohl seine kaputt-katastrophale Verwüstungs-Orgie von Lilos Zimmer als auch sein obligater Auftritt als Miniatur-Godzilla fallen hier nun bedeutend gezügelter und glatter aus, als noch 2002. Wo es dort eine zuvor sorgfältig selbst aufgebaute Großstadt-Kulisse samt Spielzeug-Autos, welche unser herzallerliebstes, nur auf totale Zerstörung hingezüchtetes, (letztlich nicht ganz so) fehlgeschlagenes Gen-Experiment sich gierig ins fellbesetzte Maul stopft, war, da ist es hier nur eine Sandburg am Strand. Auch die kleine Maia Kealoha als neue Lilo (übrigens eine echte Entdeckung) spielt wahrlich herzerwärmend niedlich, bedauerlicher Weise gerät ihr darob ihre performance aber schon zu zuckrig und süss, sodass wir als Zuschauer:Innen all die Tragik und inneren Verletzungen von Lilos Psyche nie mit einer solchen Gravitas wie in der um so Vieles nuancierteren Animations-Version spüren. All dies wohl (vielleicht, vielleicht aber auch nicht?) notwendige Zugeständnisse an die angepeilte Zielgruppe von jüngeren und allerjüngsten Zuschauer:Innen. Welche sich, so hatte ich zumindest bei meiner 12 Uhr-Mittags-Vorstellung vor gut einer Woche im Hamburger FFF-Kino „Savoy“ das Gefühl, zwar leidlich gut amüsierten, aufgrund des vor ihren Augen ablaufenden Leinwandgeschehens nun aber auch nicht gleich in Jubelstürme der Begeisterung ausbrachen, oder sich vor lauter Lachen die kleinen Bäuchlein hätten halten müssen. Manchmal ist es dann doch auch mehr als nur ein bisschen schade, dass man Kindern heutzutage scheinbar weitaus weniger zutraut, als noch vor dreiundzwanzig Jahren. Es muss ja nun auch nicht gleich die totale Düsternis sein, wie man sie in den deleted scenes auf der Blu Ray des 2002er Originals vorfinden kann (wo Stitch unter Anderem dafür sorgt, dass Lilos Fischfreund Pudge von einem Schwarm angriffslustiger Möwen zu Tode gehackt, und sodann von der todtraurigen Lilo unter einem kleinen Sandhaufen beerdigt wird, oder Lilo und Stitch die träge am Strand herumlungernden Tourist:Innen damit aufscheuchen, dass sie ihnen einen Sirenen-Testlauf als „echte“ Tsunami-Warnung verkaufen… in Anbetracht der nur knappe eineinhalb Jahre später an Weihnachten 2004 sich im südostasiatischen Pazifikraum abspielenden Naturkatastrophe mit hunderttausenden von Todesopfern eine mehr als richtige Entscheidung, auch diese Szene unvollendet belassen zu haben). Dennoch hätte ich selbst mir eine solche „reifere“ und „problematischere / finsterere“ adults only-Version dieses knuffig-chaotischen Klassikers beinahe noch lieber gewünscht, als diese eher unausgegoren-unentschlossene, im verzweifelt-vergeblichen Versuch, auch möglichst bloß ja nichts falsch zu machen, doch arg unbeholfen und zögerlich umhertapsende Realfilm-Version. Dann hätten sich auch die nach den Terror-Anschlägen des 11. September 2001 herausgeschnittenen, bereits fertig gestellten Szenen, in denen Stitch, Nani und das herrlich überdreht-debile Alien-Pärchen, welches den getürmten Ausserirdischen wieder einfangen soll (übrigens eine der ganz wenigen Baustellen, wo die Neu-Interpretation dem Original mal etwas Entscheidendes und ansatzweise sogar Originelles und interessant Wirkendes hinzuzufügen hat, und diese zwei Vollpfosten-E.T.s herrlich panne agierend und sich gegenseitig anzickend von Zach Galifianakis (bekannt aus den „Hangover“-Filmen) und Billy Magnussen verkörpert werden), zum grande finale mal eben einfach so ein (unbesetztes) Großraum-Passagierflugzeug kapern, um damit den Lilo in seinem Raumschiff entführt habenden und in der Neuauflage aus Kostengründen gestrichenen Alien-Captain Gantu in einem aberwitzigen plane chase durch die Straßenschluchten von Honolulu zu verfolgen (die entsprechenden Szenen, welche sich ebenfalls auf der Blu Ray befinden, muss man schon mit eigenen Augen gesehen haben, um sie wirklich glauben zu können), vielleicht wieder in den Schluss des Films einfügen und das Chaos perfekt machen lassen.
Wie man es übrigens (fast) richtig macht, in Sachen „Realfilm meets CGI“-Neuauflage, das hat Disney selbst bereits im Jahre 2016, also auch schon vor gut neun Jahren, mit Jon Favreaus ungewöhnlich finstere und beunruhigende Töne angeschlagen habender re-imagination des hauseigenen 1967er-Hits (und immer noch meines liebsten Disney-Films von allen) und Adaption von Rudyard Kiplings „The Jungle Book“ bewiesen. In welcher Christoper Walken einen amoklaufend-psychotischen Affenkönig Louie intonierte, Scarlett Johannson eine Art lethal sedierender femme fatale-Schlange Kaa gab (einziger Wermuts-Tropfen am ganzen Film war damals, dass das ebenfalls von Mrs. Johansson eingesungene „Trust In Me“ erst im Abspann erklang), und der böse Shere Khan nichts Anderes als der Tiger gewordene Tod auf vier Großkatzenpfoten war. Diese Neuverfilmung wandte sich letztlich allerdings auch an ein ganz anderes, nämlich erwachsen(er)es Publikum, als die nun erschienene, zaghaft-zauselig anmutende, und vermutlich zu schnuckelig-süsse, und deshalb etwas weniger kratzig-kantigere Neu-Variation von „Lilo & Stitch“. Aber wenn wir denn Eines von dieser kaputt-kautzigen, krawallig-chaotischen, aber dennoch umso liebenswerteren Hawaiianischen patchwork family mit ausserirdischem Anschluss gelernt haben, dann doch wohl letzten Endes vor Allem dieses:
Dass " 'ohana means family, and family means that no one gets left behind."
Noch nicht einmal ein zwar (zu) nettes, aber doch eigentlich überflüssiges Realfilm-remake.
![]()
Mich interessieren die Disney Realverfilmungen wenig bis gar nicht. Ein paar von den Filmen schon gesehen, wovon aber keiner an die originalen Disney Zeichentrickfilmklassiker der Vergangenheit herankommt. Von Disneys Realverfilmungen finde ich einen einzigen Film sehr gut, nämlich „Maleficent – Die dunkle Fee“ mit Angelina Jolie in der Hauptrolle. Den Rest sollte man möglichst schnell vergessen oder sich seine kostbare Zeit den wundervollen Klassikern vergangener Tage widmen. Und zukünftig nur noch auf die Realverfilmung von „Robin Hood“ gespannt bin. Der Zeichentrickfilm aus den 70er Jahren gehört mit zu den besten Werken aller Zeiten. Ein wahres 10/10 Meisterwerk.
Mich auch nicht. Das ist so, als würde man James Bond als Zeichentrick verfilmen, oder über Holzkohle gegrillte Spareribs aus Tofu nachbauen. Gibt sicher für alles eine Zielgruppe, erreicht aber nie das Original. Ich finde es immer schade, wenn echte Klassiker neu „verwurstet“ werden, statt sich einfach mal neue und originelle Geschichten auszudenken. Aber das hat seit vielen Jahren ja leider Methode, siehe auch die Neuverfilmung der Harry Potter Romane als Serie. Man sieht ein Potential um Geld rauszuquetschen und eine neue Generation dafür zu „begeistern“, aber letzten Endes wird daraus häufig halt nur eine schale Kopie. Am Ende geht es halt immer nur um Geld. Das war bestimmt auch schon vor 50 Jahren so, aber damals gab es so viel originelles Material, das man keinen Neuaufguss von irgendwas „altem“ brauchte.
Aktuelle Doku zu einem überhaupt nicht aktuellen Genre-Film, ab dem 10.07.2025 im Stream Ihres Vertrauens:
HARVEST fand ich übrigens irgendwo sehr schön hypnotisierend und deshalb fesselnd, obwohl handlungsseitig eigentlich wenig Nennenswertes geschieht … und aus „Genre-Sicht“ sogar noch weniger, weshalb der Film bei unserem Festival vermutlich bei vielen durchgefallen wäre. Aber allein schon atmosphärisch fand ich ihn so stark, dass ich ihn unbedingt empfehlen will.
Ist zwar schon eine Weile her, dass der Film online ging, aber ich habe diese Kritik erst jetzt gelesen und sie ist so großartig on point (und zwar nicht nur für diesen, somdern für diese Art von Film), dass ich sie einfach teilen muss. Kann man auch amüsant finden, ohne den Film gesehen zu haben, denn schließlich hat man diesen Film ja schon x-fach gesehen. Viel Spaß!
Äääähem… genau dieses IndieWire-review hatte ich allerdings auch weiter oben im thread vor gut zweieinhalb Monaten längst schon verlinkt, und auch ausgiebig daraus zitiert, ne?
Siehe mein „Presseschau“-posting zu Netflix’ „The Electric State“-Desaster vom 8. März.
Aber macht ja nix, die review ist so lustig geschrieben, die kann man gerne auch nochmal verlinken…
![]()
oh dammit so sorry, wie konnte ich das nur übersehen/überlesen bei deinen doch so spärlich gesetzten links?
naja, entweder great minds think alike oder ich hatte mir das damals schon von deinem post gesaved weiß der kuckuck, lesenswert ist‘s allemal! ![]()
Da alle auf ihre Art ja irgendwie Genrefilme sind, packe ich meine letzten Reviews mal in diesen Thread:
THE PHOENICIAN SCHEME
Für Wes Anderson Fans sowieso Pflicht, seine Kritiker wird auch dieser Film nicht bekehren.
https://www.ofdb.de/film/390894,963110,Der-Phönizische-Meisterstreich/review/
SEPTEMBER 5
Wer von denen, die damals auf dem FFF Tim Fehlbaums HELL gesehen haben, konnte sich wohl vorstellen, dass er mal so einen Oscar-Thriller abliefern würde?
https://www.ofdb.de/film/381616,963113,September-5-The-Day-Terror-Went-Live/review/
BABYGIRL
Eyes wide shut und Kopfschütteln. Wo ist nur der gute alte Erotikthriller hin?
https://www.ofdb.de/film/382267,963108,Babygirl/review/
Alle, die in den letzten Wochen aus aktuellem Anlass CONCLAVE zum späten Streaminghit gemacht haben, können jetzt mit CIVIL WAR weitermachen.
Ich muss zugeben, dass auch ich im Laufe der letzten paar Tage des Öfteren mal an Alex Garlands letztjährige filmische U.S.-Dystopie habe denken müssen - Ein Präsident, der erst die Nationalgarde, und dann auch noch Einheiten der Marines entsendet, um sie in innenpolitische Vorgänge zu verwickeln / auf U.S.-amerikanischem Boden einzusetzen? WTF ??? Padillas Abführen durch FBI und Secret Service-Beamt:Innen war da ja nur noch die konsequente Fortsetzung des rein auf Eskalation bedachten Kurses des White House. Es dürfte ja für Jede:n offenbar und klar zu erkennen sein, dass Trump mittlerweile konsequent und rücksichtslos austestet, wie weit er (noch) gehen kann, und unverhohlen die Grenzen dessen auslotet, was sich the american people noch so Alles gefallen lassen (müssen). Dass der Präsident dem ihm persönlich missliebigen Gouverneur eines Bundesstaates in aller Öffentlichkeit mit dessen Verhaftung droht, weist jedenfalls, gelinde geschrieben, in keine allzu gute Richtung… ![]()
Bin gerade vor einer Viertelstunde durch damit… Und puuuh, ich hatte ja schon nicht allzuviel erwartet, aber mei, war das mal under-whelming. Ich könnte, bzw. würde zwar das Allermeiste von dem, was Du in Deinem wie immer pointiert-kennerhaften, elaboriert-prägnanten review zu Eggers’ vampirisch-blutleeren, farbentsättigt-kraftlosem Mummenschanz so ausgeführt hast, unterschreiben… aber ich finde, Du bist in Deinem abschliessenden Verdikt noch viel zu gnädig mit dem Streifen umgegangen. Mal sehen, vielleicht texte ich heute abend / nacht dann noch etwas mehr dazu. Obwohl der Film das meiner Meinung nach eigentlich gar nicht verdient hat.
Edit-To-Add: Siehe hier.
Erinnert ihr euch noch an den vielleicht spannendsten Trailer bei den FFF Nights?
Ich sage jetzt an dieser Stelle mal, dass sich ein Kinobesuch (ab 31.7.) lohnt. Mehr darf ich leider noch nicht sagen ![]()
Klar, das war für mich der mit Abstand unheimlichste, beunruhigend-verstörendste Trailer von Allen. Schön, dass der Film sein Anliegen scheinbar so gut zu vermitteln versteht, und auch in seiner Bildsprache gelungen zu sein scheint / die Allegorien wohl funktionieren. Danke für den Hinweis, freu’ ich mich jetzt schon drauf. Und gibt ja auch im I-Net schon einige reviews dazu, unter Anderem von Anfang des Jahres vom Sundance. Die fast alle auch ganz angetan sind.
In Deutschland leider noch Review-Embargo bis 30.6. ![]()
Mich hat das vom trailer her ein wenig an den einen get shorty Film A folded ocean erinnert. ![]()
An den kann ich mich leider überhaupt nicht erinnern
Aber ja, die Beschreibung liest sich schon ähnlich …





