Sammelt ihr nur die Verrisse und kritischen Stimmen zum FFF um euren Gedankenringeltanz weiter zu drehen oder sucht ihr genauso motiviert positive Stimmen zu dessen Entwicklung? Wäre vielleicht hilfreich um ein realistischeres Bild zu zeichnen…
Also “suchen” tu ich überhaupt nicht, ich gebe hier höchstens meine aktuellen Empfindungen zum besten und fühle mich halt bei so manchen Stimmen bestätigt. Ich glaube ich habe in den letzten 25 Jahren genügend Lobpreisungen, positive Reviews und top Bewertungen abgegeben, die kann man hier ja noch alle in den Reviews nachlesen, und darf mir kritische Äusserungen mal erlauben. Es ist ja weniger das ich mich an Verrissen aufgeilen würde (auch wenn sie oft lustig sind), sondern ich bin eher traurig das die Filmauswahl insgesamt immer weniger das reflektiert, was ich gerne gesehen hätte. Das wir nichts mehr aus Frankreich sehen, kaum was aus Spanien, wenig Science Fiction, echte Thriller und Anime, dazu sag ich ja schon gar nichts mehr, wurde oft genug durchgekaut. Es ging mir mehr um die thematische Richtung der Filme, die geboten werden. Und genau dazu hat Wortvogel sehr objektiv und ohne polemisch zu werden so einiges gesagt, dem ich zustimme. That’s all folks.
186 Sitze im “großen” Saal in dem das Fest stattfindet. Es ist ein sehr kleines Kino. 4 Reihen sind insgesamt für die DKler reserviert. Man sieht auf der Buchungsseite nicht, wie die ausgelastet sind.
Ich brauche nichts zu suchen, das sieht man von selber.
Positiv, klar, die ganzen Partner die sie haben, die vielen Sponsoren, die Professionalisierung.
Während meiner Anfangszeit hätte ich für die noch Programmhefte wie ein Promoter in der Hannoveraner Innenstadt verteilt, so geil fand ich es.
Ich besuche generell nicht mehr so viele Festivals wie früher. Damals war es toll die im Kino vor allen anderen zu sehen. Die Reise und der Aufwand lohnt sich nicht mehr, entweder frage ich nach einem Screener oder der Film kommt danach anderweitig raus, wird ja immer einfacher und schneller heutzutage.
Aber man sieht die 30 bis 50% oder hast du nachgefragt?
Es wird nicht explizit als Zahl angezeigt, aber man sieht die reservierten und die leeren Sitze und kann es überblicken.Das sah sonst 3 Tage vorher halt GANZ anders aus.
Grad mal reingeguckt bei Stuttgart, Buchung Eröffnungsfilm auch eher mau, wenn ich das richtig sehe vlt. gerade mal ein Drittel der Tickets weg…
Ach das ist in Stuttgart normal. Die geizigen Schwaben denken das sie, wenn sie 5 Minuten vor Einlass kommen, 3 Tickets zum Preis von einem bekommen, so wie auf dem Gemüsemarkt die Stiegen vom Kohl, kurz vor Abbau der Buden ![]()
Das kann ich nur zu 100 % bestätigen. Und: 5 Minuten vor Filmbeginn sind sie dann alle da. Die letzten FFF-Veranstaltungen waren zwar nie ausverkauft, aber immer bestens besucht. Und das „das Metropol“ hat 300 Sitze!
Naja, das sah doch schon mal anders aus…zuletzt bspweise erst vor 2 Monaten bei den White Nights. Da mussten wir selbst eine Woche vorher teilweise auf suboptimale Plätze ausweichen - because the best seats were already taken…
Irgendwie seh ich mittlerweile auch gerade da ein Problem, was die Quali des filmischen Angebots angeht.
Erst die White Nights im Februar, dann keine 2 Monate später schon das nächste 4tägige Event - ist m.E. fast zu tight äh getaktet. Da müssen dann ja schon wieder ca. 20 Filme ausgesucht und feil geboten werden. Maybe too much, too soon?!
Und einige Knaller will man sich ja auch für den Main Event nur ca. 4 Monate später aufheben…
Aber egal, mit der generellen veränderten Ausrichtung des Festivals hat da ja weniger zu tun
Naja, als kurze Antwort auf so eine dumme polemische Frage vielleicht die Antwort: unter anderem die Programmer vom Fantastic Fest, eins der wichtigsten Festivals der Welt, wo der Film als „Best Horror Film“ ausgezeichnet wurde. Es könnte also auch ganz einfach so sein, dass die Meinung irgendeines dahergelaufenen Reviewers nicht unbedingt repräsentativ für die gesamte Filmszene ist, oder so ![]()
Und von wegen „warum ist das Thema wichtiger als Entertainment“ - wenn ich sowas lese, MUSS ich ja förmlich davon ausgehen, dass der Reviewer ein ernsthaftes persönliches Problem mit der Aussage des Films hat. Denn … ich zitiere mich am besten kurz selbst: „Ein großartiger Vertreter der raren Spezies von Filmen mit klarer, wichtiger Message, die gleichzeitig als lupenreiner Horror funktionieren.“
Anders gesagt: ich bin weiß Gott auch nicht mit allen Filmen glücklich, die beim FFF laufen. Aber auf irgendeine Einzelmeinung irgendeines Reviewers sollte man in seiner Festivalplanung nun wirklich keinen größeren Wert legen.
Hmmmm… ![]()
Lustig, denn ich selbst stimme dem Wortvogel mal mehr, mal weniger zu - aber ganz gewiss nehme ich ihn als dezidiert subjektiv und mit Freuden polemisch wahr.
Ist das nicht genau das, worin auch der Reiz seiner Analysen besteht? Das soll nicht heißen, dass er keinerlei Argumente bereit hielte, wenn er einen Film verreißt. Aber allein die obigen, von @Dvdscot geteilten Zitate sind an polemischer Deutlichkeit kaum zu überbieten. Und dass es ihm um ein ausgewogenes (vulgo: objektives) Urteil ginge, wäre mir jetzt auch noch nicht aufgefallen.
Generell habe ich auch meine kleine Freude an wortgewaltigen Verrissen, selbst wenn ich sie nicht teilen sollte. Nur empfinde ich die wiederkehrende Kritik an der Ausrichtung des FFF mittlerweile auch als etwas redundant, wenn ich ehrlich bin. Es liegt unter anderem daran, dass ich zu wenig vom eigentlichen Auswahlprozess weiß und schwer einschätzen kann, ob beispielsweise Filme aus Frankreich vielleicht nur schwer zu bekommen sind.
Weiter, aber das habe ich schon mal erwähnt, sind die Geschmäcker der Rosebuddies (wenn denn so geschehen) mit meiner eigenen Entwicklung weitgehend kongruent. Insofern bin ich mehr als zufrieden, dass man, auch dies als Beispiel, lieber das nächste ungewöhnliche Arthouse-Drama anschleppt, bevor der Griff nach dem soundsovielten Aufguss eines harten, aber doch generischen Horrorfilms geht.
Was mich ein wenig wundert, ist die ein oder andere Begründung, was man als passend fürs (ursprüngliche) FFF framed. Ist nicht genau das ein wesentlicher Sinn des FFF, dass Filme ausgegraben werden, die eben andere, neue Wege gehen…? Seien wir doch ehrlich, jeder von uns Genre-Freaks hier wäre theoretisch in der Lage, einen grundsoliden Slasher oder Splatterfilm zu drehen, bei unserer Vorbildung.
Diese Frage etwa verstehe ich daher auch so gar nicht. Mir scheint, dass der Autor der Review so manch größere Scheuklappe trägt als er anderen vorwirft. Dass sich Genre zuvorderst um das Entertainment zu kümmern habe, wäre mir auch neu.
Persönlich ist mir nahezu jedes Thema recht. Oder genauer: würde ich auf die Thematik eines Films schauen, wären mir einige Meisterwerke der letzten Jahre auf dem FFF komplett entgangen. Daher: allzuviele Go-/No-Go’s im Kopf zu haben, was ich auf dem FFF sehen will oder als Genre-gerecht akzeptiere, betrachte ich als kontraproduktiv.
Die Angebotspalette ist breit - sowohl auf dem FFF als auch, was Filmfeste und ihre Ausrichtung betrifft. Und so soll es ja auch sein. Sich zu beschränken, nur damit man irgendwelche (vermeintlichen) Genre-Muster bedienen kann, macht für mich wenig Sinn. Es würde dem Namen des FFF sogar implizit widersprechen.
Vielleicht eins noch:
Mich wundert auch, wie oft viele sich in der Lage sehen, schon vorab genügend Infos gesammelt zu haben, um einen Streifen als definitiv nicht sehenswert einzustufen. Wir sind hier alle mehr oder weniger Kenner und haben unsere persönlichen Triggerpunkte, das ist klar. Aber bei aller Vorab-Recherche sollte man einem Film, der im Programmheft des FFF auftaucht, auch eine Chance geben. Und danach kann man dann immer noch verreißen
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Schön gesagt, Cheffe. Bis morgen?
Ich meinte damit nicht seine Filmkritik(en) sondern was er an verschiedenen Stellen auf seinem Blog (innerhalb der Review-Texte) zur thematischen Ausrichtung des FFF gesagt hat. Das dies missverstanden wird klagt er übrigens genau so an. Wir drehen uns da im Kreis. Gibt genug Menschen die es so sehen wie er oder ich, aber eben auch viele die es anders sehen.
Auch ich besitze keine Glaskugel aus der ich lesen kann, wie ein Film ist. Aber mit meinen 58 Jahren besitze ich mittlerweile so viel Erfahrung, das meine “Trefferquote” ob ein Film (vom Thema, von der Art, von der Richtung, wenn ihr so wollt) etwas für mich ist oder nicht, sehr hoch ist und das bezieht sich auch nicht nur auf das FFF. Hab ich schon mehrfach erklärt.Nahezu “perfektioniert” hat das mittlerweile übrigens meine Freundin, die meinen Geschmack so genau kennt, das so gut wie jeder (Amazon-) Vorschlag zwischenzeitlich ein Volltreffer ist. Übrigens liegen der “Vogel” und ich manchmal auch sehr weit auseinander. Warum er die von mir gedissten “Good Boy” und “Whistle” so toll fand, verstehe ich z.B. gar nicht. Aber wie irgend jemand mal sagte “Über Geschmack kann man nicht streiten und über nichts lässt sich so vortrefflich streiten wie Geschmack”. Allen noch viel Spaß auf dem FFF.
„Enough with all the depth and meaning already! Remember when movies were black-and-white vignettes of mustachioed strongmen lifting weights, or a group of bandits silently chasing a train on horseback? We need more of that these days.“
Full Disclosure: The Onion ist ein Satiremagazin.
Oh - my - goodness !!!
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Sind Horrorfilme auf einmal plötzlich gesellschaftskritisch, und politisch? Wagen sie es wirklich, Partei zu ergreifen für Minderheiten, soziale Randgruppen, Ausgegrenzte, und Stigmatisierte? Befassen sie sich wahrhaftig mit sozialen Tabus, erheben sie die Stimme für all Diejenigen, die als Freaks und Geächtete in den Schatten hausen? Erdreisten sie sich fürwahr, so etwas wie Menschenrechte selbst für solch zu vernachlässigende Minoritäten wie Frauen einzufordern? Greifen sie - Skandal, Skandal !!! - aktuelle zeitgenössische Themen auf, und kleiden diese in ein Genre-Gewand? Geht uns das nicht Allen ganz gehörig auf die Eier, die uns allzeit und beständig so nervig zwischen unseren Beinen baumeln? Ist irgendeine dieser Fragen wirklich ernst gemeint, oder überhaupt nur ansatzweise für irgendjemand wichtig? Only time will tell…
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Tja, wenn sie mal die 3 gezeigt hätten… ![]()
Aber aber, FREAKS und FRANKENSTEIN liefen auf dem FFF:
Ähm, ja, 1990 und 1992. Und nicht in Stuttgart ![]()
Da gings erst ein paar Jahre später los, und da war/bin ich seit Tag 1/Jahr 1 dabei.
CAT PEOPLE wäre auch fein gewesen…
Wollte damit aber natürlich nur sagen, dass ich es generell wünschenswert fände, wenn auch mal wieder n paar Klassiker den Weg ins Programm finden würden.
Ist bzw. sollte m.E. fester Bestandteil eines jeden Festivals sein…aber die Diskussion hatten wir schon desöfteren…muss man hier nicht weiter vertiefen.
Ohne das jetzt wirklich breit austreten zu wollen, aber wir haben ja mittlerweile eine”neue Generation” von Festivalbesuchern (die 1992 noch im Sandkasten mit Dinosaurier- und Zombieplastikfiguren gespielt haben). Vielleicht wären die ja sogar interessiert mal die alten Klassiker kennenzulernen bzw. diese im Kino zu genießen. Es gibt in jeder Generation immer Menschen die sich für die alten Dinge interessieren. Ich hab in den 80ern z.B. auch gerne b/w movies aus den 40er Jahren geschaut (die sog. “schwarze Serie”). Lief seinerzeit in den dritten Programmen eine Weile im “Fernsehen”.



