Die Entwicklung des FFF

Das verstehe ich ebenfalls nicht. Terrifier hätte wunderbar ins Programm des FFF gepasst. Jedenfalls trauere ich folgenden Filmen der letzten Jahre nach, die vollkommenes Potenzial für das FFF gehabt hätten, aber dort nicht erschienen sind.

  • Dogs Don’t Wear Pants (Finnland / 2019)
  • Upgrade (Australien / 2018)
  • Divinity (USA / 2023)
  • W (Finnland / 2022)
  • Out of Darkness (UK / 2022)
  • 13 Notes en Rouge (Frankreich / 2022)
  • Freies Land (Deutschland / 2019)
  • Adagio (Italien / 2023)
  • Femme (UK / 2023)
  • Night To Be Gone (Deutschland / 2023)
  • Hardcore Never Dies (Niederlande / 2023)
  • Slide (USA / 2023)
  • The Last Video Store (Kanada / 2023)
  • Moscas (Spanien / 2023)
  • The Guilty (Dänemark / 2018)

Wirklich schade.

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Last Video Store läuft auf dem Obscura Special in Hannover Ende November.

Nicht zu vergessen TRAUMA und A SERBIAN FILM! Mutlos!!!

Ihr tut aber auch manchmal so, als könnte das FFF einfach jeden Film bekommen, den es möchte - egal, zu welchem Termin. TERRIFIER 3 hatte seine Weltpremiere aber erst am 19.9. beim Fantastic Fest, und die hätte er ganz sicher nicht für eine Vorführung bei einem international unbedeutsamen Festival in Deutschland aufgegeben. Was soll Rosebud da also machen, wofür sollen sie sich „schämen“?

Und das gilt für alle möglichen anderen Filme natürlich genauso. Wobei ja auch immer noch der persönliche Geschmack entscheidend ist, ich finde DOGS DON‘T WEAR PANTS zB nicht so überragend. MOSCAS ist okay, aber hinterherweinen muss man dem auch nicht. Und warum hätte man FREIES LAND zeigen sollen? Man hat doch 2015 das Original gezeigt (MARSHLAND).

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Ich hab es bereits in einem anderen Thread geschrieben, aber auch hier: er hätte gar nicht beim FFF laufen können, weil er seine Weltpremiere erst am 19.9. beim Fantastic Fest hatte. Für so große Weltpremieren ist das FFF nicht wichtig genug. Wieso also „Shame“ on Rosebud? Wieso unterstellt man immer allen bösen Willen, wenn sie etwas nicht so tun, wie man das selbst gern hätte?

Und „bester Horrorfilm der letzten 40 Jahre“? Das ist so absurd, dass ich dazu gleich gar nichts zu sagen weiß. Aber das meinst du ja auch nicht wirklich ernst, oder?

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Weil Freies Land im Gegensatz zu anderen Remakes ein exzellentes Remake des 2014 erschienenen und mehrfach ausgezeichneten spanischen Thrillers La Isla Mínima von Alberto Rogdriguez ist und keine einfache 1:1 Kopie des Stoffes ist, sondern ganz im Gegenteil mit neuen Ideen aufwartet. Was der deutsche Regisseur Christian Alvart mit wenigen Mitteln in Freies Land auf die Leinwand gezaubert hat ist wirklich beachtlich. Die Transformation des Originalstoffes, der ursprünglich in den dunklen Jahren nach der Franco Diktatur angesiedelt ist, nach Ost-Deutschland der Nachwendezeit zu verfrachten, funktioniert erstaunlicherweise sehr gut. Gedreht wurde der Film in der Ukraine. Auffallend ist der triste und düstere Look des Films, der ziemlich gut in die Zeit nach der Wende passt. Und die beiden Hauptdarsteller Felix Kramer und Trystan Pütter sind beide in Höchstform, ihre Performance ist schlichtweg eine Augenweide. Für mich ist Freies Land eines der besten Remakes aller Zeiten und einer der besten Filme aus Deutschland.

Zumindestens beim zweiten Film gab es in Hamburg auf Nachfrage eine Erklärung, dass nach der Sichtung erkannt wurde, dass dies ein plumper Tabubruchfilm ist, der dazu auch noch sehr künstlich versucht eine historische Vergangenheitsbewältigung vorzugaukeln - daher hatte man sich entschieden, den nicht zu zeigen. Ob das so war, oder nur ein Vorwand für andere Gründe war, kann ich natürlich nicht sagen, aber inhaltlich ist es auf den Punkt.

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Nun ja… den ersten Terrifier hat das FFF auch nicht gezeigt. Aus welchen Gründen auch immer. Immerhin hat Damien Leone nicht nur Regie geführt, sondern ist auch als Drehbuchautor, Produzent und Cutter aktiv gewesen. Allein deshalb hätte ich Terrifier eine Chance gegeben. Mal ganz abgesehen davon, dass Art the Clown eine Bereicherung des Splatter Horror Genre ist. Aber das FFF befindet sich im Wandel der Zeit. Zu Anfangsjahren hätten die das Werk mit Kusshand genommen, aber die Zeiten sind längst vorbei. Und als besten Horrorfilm der letzten 40 Jahre würde ich ihn auch nicht bezeichnen, da steht bei mir immer noch The Descent von Neil Marshall ganz klar vorn. Leider schafft sich Neil Marshall als Regisseur gerade selbst ab.

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Der erste TERRIFIER ist ja auch wirklich nicht besonders gut :wink: Ich mag die Figur übrigens total, und speziell TERRIFIER 3 finde ich super. Aber etwas Bahnbrechendes oder auch nur wirklich Herausragendes ist er nun auch nicht. Ein brutaler Liebesbrief an den 80er-Horror, speziell A NIGHTMARE ON ELM STREET. Aber auch davon abgesehen wissen wir ja nicht mal, ob sich Rosebud nicht damals sogar um den Film bemüht und ihn nicht bekommen hat. Da spielen so viele Faktoren rein …

Mein Highlight in Sitges war übrigens, Art the Clown in person zu sehen. Der Darsteller hat eine wirklich lustige Bühnenpräsenz. Du würdest ihm seine Figur aber niemals ansehen.

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Siehe dazu auch hier:

…und hier:

…und hier:

Hehe … ganz genau … oder auch (in Standbildern genauso zu spüren):

Ich werde mich zu diesem Film, und auch ein paar anderen, erst wieder im November, nach ihrem offiziellen Deutschlandstart äussern. Sollte aber keine Verarsche sein, ist nur extrem schwierig zu „bewerten“. Ich mag eigentlich auch keine Wettbewerbe und mit Wörtern wie „beste“ oder „schlechteste“ sollte man auch vorsichtig sein. Aber das Ding hat schon das Potential in die top 10 der ultrabrutalsten, extremsten und konsequentesten „Horror“ Filme aufgenommen zu werden. Liefert ab, was andere Filme nur versprechen. Muss man nicht mögen, ist auf seine Art (:smile: ) aber genial, like it or not. Wir lesen uns noch mal dazu !

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Der erste war wirklich nicht gut, der zweite okay, und der 3. Teil hat das Zeug zu einem neuen „Skandalfilm“ des Horrorgenres. Mehr geht eigentlich nicht. Es war der „Wortvogel“ der während des diesjährigen FFF schrieb, das früher mehr Horrorfilme liefen und es dem FFF „nicht gut tun würde“ das es keine echte Midnight Madness mehr gibt. Ich mag diese seit Jahren geführte Diskussion eigentlich nicht mehr aufleben lassen, werde im November aber eine Review zu Terrifier 3 schreiben.

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Ich mag ihn ja, hat mir (speziell mit Festivalpublikum) sehr viel Spaß gemacht, ist auch nicht zu lang (wie der überambitionierte zweite Teil). Aber um für mich zu den besten Horrorfilmen zu zählen, sollte ein Film mich zumindest irgendwann mal kurz gruseln oder verstören, ohne das nur durch überbordende Gewaltexzesse erreichen zu wollen. Wenn du sagen würdest, Top-Splatterfilm, dann wäre ich bei dir.

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Auf Drängen meiner Chefredaktion habe ich mein Review bereits gestern Abend geschrieben … :grimacing: Das gibt’s hier zu lesen:

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6 Beiträge wurden in ein existierendes Thema verschoben: Nierenfilme oder: Wann ist endlich Schluss?

Hier könnt ihr darüber diskutieren. Ich zitiere Wortvogel auch mal:

The Whisper:

Fazit: Ein nach anfänglichem Stottern zunehmend packender „home invasion“-Streifen, der mehr als einen Twist zu bieten hat und eine Mythologie baut, von der ich gerne mehr sehen würde.

Whistle:

Insgesamt kann man WHISTLE schon empfehlen und gerade diese Sorte klar positionierter Horrorfilm ist für das Fantasy Filmfest notwendiges Blut. Im Lande der Blinden ist dieser Einäugige König – mit Krönchen.

Veins:

Und dann sind da noch mehrere Details, die darauf hindeuten, dass VEINS primär für die Filmförderung und die Festivals konzipiert wurde. Isabelle ist natürlich lesbisch – die Freundin wird allerdings nach dem ersten Akt einfach folgenfrei aus der Handlung entfernt, weil die Beziehung keinerlei Funktion besitzt. Die unterliegende „zurück zur Natur“-Botschaft erlaubt obendrein, beim Förderantrag einen Haken bei „Ökologie/Umweltschutz“ zu setzen.

Mir tun mal wieder die Autoren des Programmhefts leid, die gegen jede Realität Sachen schreiben müssen wie „fantastische und lange nachwirkende Spezialeffekte“ und „der atmosphärische Einfluss von H. P. Lovecraft oder Mary Shelleys Schauerromanen ist allgegenwärtig“. Sie werden dafür dereinst in der Hölle schmoren.

Rosebush Pruning:

Unfassbar eitles Designer-Melodram, das nicht halb so smart, so tief, so entlarvend, so schockierend ist, wie es in jeder Szene zu glauben scheint.

Nightborn:

Ein sich in der eigenen Drögnis suhlender Pseudo-Gruselfilm, mit dem die Regisseurin ihre Schwangerschaft(en) aufarbeitet und sich ein Denkmal setzen möchte. Eitles Dummfug-Kino, dessen Bewertung mit 1 von 10 Punkten auch als Abstrafung des Subgenres Frauenhorror und des Festivals zu verstehen ist.

Ich hab mich mit zwei Stammgästen unterhalten, die meinten sie kommen nicht zu mir weil mein Programm zu Genre lastig ist, also ich hab das mal übersetzt. Jeder geht halt dahin wo es ihm oder ihr gefällt. Und solche Filme ziehen halt mehr Leute an, Marvel auch, DSDS auch.

Bei mir auch, letztes Jahr hatte ich nur drei reinrassige Horrorlangfilme im Programm, liefen immer als letztes am Tag. Dieses Jahr haben zwei der drei fest stehenden Langfilme eine weibliche Hauptrolle, es gibt noch zwei weitere interessante dieser Art, einen davon will ich unbedingt.

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Neue Kritik, Vile:

Was hat ein Film wie THE VILE auf einem Festival für Fantasy, Horror und Science Fiction zu suchen? Warum ist das Thema mal wieder wichtiger als das tatsächliche Entertainment? Wer sichtet einen Film wie THE VILE und sagt „cool, der wird unserem Publikum gefallen“?

Oder ist das alles nur ein großes Experiment, bei dem getestet werden soll, wo die Schmerzgrenzen der zahlenden Zuschauer liegen?

Ein nervenzerreißender Horror-Thriller, der kulturelle Realität und übernatürliche Bedrohung so eng miteinander verwebt, dass nichts mehr vorhersehbar ist.

Ja ja, ihr mich auch.

Fazit: Wieder mal ein relativ sediertes Drama, dem es mehr um den Anspruch und den Diskurs geht als um tatsächliches Storytelling. Die Ausbeute für Genrefans ist minimal bis nicht vorhanden. 4 von 10 Punkten nur für die überzeugende Darstellung der familiären Konflikte und den Einblick in den moslemischen Alltag.

Da braucht jemand dringend eine Dosis Obscura. :smiley:

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Nicht nur DER … in Frankfurt sind die meisten Vorstellungen übrigens 3 Tage vor Beginn nur zu etwa 30-50% belegt. Ausnahme sind hier nur der Eröffnungsfilm (das hat Tradition), Marama und Good Boy.

Es ist natürlich lustig lauter Verrisse zu lesen, alleine aus dem Grund wäre es cool wenn er genauso weiter macht. Aber ich hab schon längst die Konsequenzen gezogen und gucke nur noch streng ausgewählt.

Ich denke mal in Frankfurt wird es trotzdem voll werden, wahrscheinlich kaufen viele kurz vorher. Wie ist denn die Saalkapazität?