Ich bin vor 'ner Stunde erst heimgekehrt, und muss mir jetzt erstmal was zu futtern machen, aber meine Anmerkungen zu @todaystomorrow / „Vampire humaniste…“-review kommen wohl nachher dann auch noch… ich hoffe, ich halte noch so lange durch, und bin dann auch noch einigermaßen fit. Vorerst aber noch, für alle eventuell Interessierten, des Wortvogels (a.k.a. Torsten Dewis) Nachbetrachtungen / abschliessende Gedanken zum FFF 2024:
Weiß jemand zufällig von euch aus Köln, wie der Name des Podcast Betreibers für aktuelle Filme im Kino auf dem FFF in Köln hieß, der vor dem Film Azrael auf der Bühne gewesen ist? Habe seinen Namen leider nicht mehr parat. Fand den Filmfan und Podcast Betreiber aber absolut klasse, wahrlich das Beste an der Azrael Vorstellung in Köln an sich. Der scheint einen wirklich gesunden Humor zu haben, fand ihn wirklich gut als „Kontrastprogramm“ zum eigentlichen stummen Film Azrael. Hoffe jemand erinnert sich.
Hmmm… auch ohne da gewesen zu sein, aber könnte das eventuell Chris (a.k.a. Christian Finck) vom „Devils & Demons“-podcast (<— Link / Klick’ mich!) gewesen sein? Die sind ja auch als Medienpartner im diesjährigen Programmheft aufgeführt… siehe ansonsten auch noch dieses Instagram-Video hier (<— Link / Klick’ mich!). Wie auch immer, beste Grüße nach Kölle, und schöne letzte FFF-Tage! Und lasst gerne noch was von Euch lesen, falls Zeit ist!
Die von dem Devils and Demons Podcast, glaube das Team besteht aus 4-5 Leuten insgesamt, die soweit ich mich entsinnen kann den klasse Film und zwar Humanist Vampire Seeking Consenting Suicidal Person zum FFF beigesteuert haben, sind das wohl nicht. Vor dem Film Humanist Vampire Seeking Consenting Suicidal Person standen glaub ich 4 von denen auf der Bühne im Kölner Residenz Kino, der 5-te von denen wollte nicht, hat aber vor dem eigentlichen Film im Film den Film vorgestellt. Die waren das definitiv nicht. Und derjenige, der auf dem Instagram Video zu sehen ist, ist es leider auch nicht. Soweit ich mich entsinnen kann war das ein Hobby Podcast Betreiber mit Brille und hoher Stirn. Solo unterwegs im Internet, glaube auch auf Youtube.
Ich würd’ da noch ein klitzekleines, aber entscheidendes Detail ergänzen:
STRANGE DARLING macht so ziemlich alles falsch, was in seinen Möglichkeiten steckt.
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SCNR
Das war der kleinere Youtuber „Brodies Filmkritiken“ ![]()
Er freut sich bestimmt über jeden neuen Follower ![]()
TAG 7 in Köln
Schon der vorletzte Tag… Das ging flott.
Letzte Nacht noch „Ex Drummer“ zum ersten Mal gesehen - was ein Brecher, ein Unikat, noch immer ein radikales Teil! Geil! (9,5/10)
BREATHING IN
3/10
Kerzenlicht, Kriegskokolores, Konfusion, Kammerspielkümmerlichkeit. Südafrikanisches Hexentheater auf Sparflamme. Frühslotvollgurke.
BLOOD STAR
5,5/10
Der Staubteufel. Zuerst recht spannend, dann etwas talky und öde, dann Torture Porn-Vibes. Insgesamt für mich solider Survivalhorror, aber alles eher durchschnittlich. Nie schlecht. Aber da waren mir zu wenig Überraschungen und Ideen drin. Dafür einigermaßen blutig. Wird aber bei mir null hängen bleiben.
Meine Mutter fand ihn spannend, fies und kurzweilig, keine Minute vergeudet. Sie empfand „Maldoror“ vorgestern aber als wichtigeren und wertigeren Film. Einmal gucken reicht auch ihr. Dennoch ist sie nun (nach Corona-Pause) wieder begeistert vom FFF, der Stimmung und den Filmen, sodass sie bestimmt wieder regelmäßiger kommt.
ESCAPE FROM 21ST CENTURY
8,5/10
Hier muss ich einfach auf mein Herz hören und trotz Verwirrung und etwas hängendem Mittelteil sagen… wow! Wie toll! Hyperaktiv und hyperkreativ. Unberechenbar. Jung. Wild. Wirr. Hoffnungsvoll. Und klipp und klar - auch mit Details wie den vielen Gaming- und Comicdetails - genau mein Geschmack und dass, was ich auf dem FFF sehen will. Als ob Scott Pilgrim auf „Everything Everywhere All At Once“ trifft. Geht ab wie Schmitz sprechender Kater!
Seit Jahren (!) vorher mal wieder die Lichtorgel - herrlich!
DARK MATCH
6/10
Steven Ogg im Mitternachtsslot kennen wir ja schon. Diese sympathische Charakterfresse geht ja immer. Vom „Wolfcop“-Macher, das ließ mich hoffen für einen erfolgreichen Spätslottie, obwohl seine haarigen Horrorkomödien sicher auch ihre Probleme hatten. Die gibt’s auch bei „Dark Match“ (z.B. shaky cam, zu dunkle Beleuchtung, schwache Auskostung der Goremomente usw.). Dennoch mag ich den trashigen Ansatz Wrestling vs. Satanismus, der irgendwie an alte „Tales From The Crypt“-Ableger wie „Demon Knight“ oder „Bordello of Blood“ erinnert. Die machten aber mehr Spaß. Und brauchten deutlich weniger Anlaufzeit. Das Ende von „Dark Match“ ist allerdings köstlich.
Schön, dass Du den nun doch „nachgeholt“ hast… und noch schöner, dass er Dich scheinbar auch so dermaßen umgehauen hat. Aber stell’ Dir mal uns völlig „Unvorbereitete“ damals anno 2007 im Kino vor… ich weiss, bzw. verrät das damalige Hamburger time table mir, dass ich danach am selben Tag noch „Storm Warning“ gesehen habe, der mir auch gut gefallen hat - aber im Prinzip war der Tag nach Mortiers filmgewordener Ultra-Frontalattacke eigentlich schon gelaufen… ich saß wirklich mit offenem Mund im Kinosaal, starrte nur völlig ungläubig auf die Leinwand, und war danach zu keiner sinnhaften / vernünftigen Äußerung mehr fähig.
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Das wäre ja schön, wenn wir so viel „Macht“ hätten
Aber nein, tatsächlich hat sich schon seit mindestens einem Monat weltweit ein gewaltiger Hype um den DARLING entwickelt, nicht zuletzt durch Twitter-Posts von Legenden wie Barbara Crampton & Co.
Scheiße. Hab ich in der Richtung jetzt schön des öfteren gehört. Ich möchte ihn auch mögen. Inzwischen hab ich ehrlich „Angst“ vor einer Sichtung.
Dark Match war eigentlich ganz nett, kann man sich gut zur Midnight Madness geben. Geringes Budget, aber dennoch netter Look und feine Atmosphäre, Insgesamt aber kaum Spannung und die Choreographie der eigentlich ja im Mittelpunkt stehenden Kämpfe, kann man nahezu vergessen. Da fehlt es dann auch etwas an Kreativität. Die Kamera führung fand ich auch nicht so prickelnd, sehr unruhig und verwackelt. Kann man bei so einem Film machen, muss aber nicht, ist ja kein Found Footage Ding. Aber insgesamt dennoch ganz charmant und wenn man nix anderes vor hat, nimmt man den so nebenbei mit (5/10)
Der vorletzte Tag in Frankfurt. Kein echter Highlight-Tag, wenn man mal von ESCAPE FROM THE 21ST CENTURY absieht, bei dem das Kino auch fast bis auf den letzten Platz gefüllt war.
BREATHING IN ist harte, harsche Kost, die den Zuschauer für die Belastung seiner Nerven und seiner Geduld kaum entschädigt. Er punktet allerdings durch seine durchaus herausragende Bildgestaltung, für die ihm hier bislang vielleicht noch nicht genug Anerkennung gezollt wurde. Knappe 4 Punkte sind für mich aber trotzdem das Maximum.
BLOOD STAR hinterlässt keinen größeren Eindruck, kann man sich aber ohne Weiteres mal angucken. Der bis ins Mark bösartige Sheriff weckte bei mir irgendwie Erinnerungen an DESPERATION von Stephen King. Das zwischendurch überhaupt nicht zu ihrem Charakter passende Verhalten (und einige Dialoge) der weiblichen Hauptfigur, aber auch der Diner-Kellnerin „Amy“, verrät sehr deutlich, dass es sich hierbei um ein Erstlingswerk handelt. 5,5 Punkte.
ESCAPE FROM THE 21ST CENTURY ist dann der pure visuelle Overkill. Ob ich mehr als einen solchen Film am Stück ertragen könnte, weiß ich nicht. Für sich allein betrachtet war das allerdings genau der Energiehappen, den ich gebraucht habe, und ein großer, großer Spaß. 7,5 Punkte.
DARK MATCH war dann ein unglaublich sympathischer Rausschmeißer. Technisch gibt es hier natürlich tonnenweise Dinge zu bemängeln, ein wenig mehr Tempo und Explizitheit wären auch schön gewesen, aber als leidenschaftliche VHS-/Oldschool-Film-Reminiszenz muss man ihn irgendwo richtig ins Herz schließen. 6 Punkte.
Morgen ist Finale! In diesem Sinne auch viel Spaß noch mal in und viele Grüße nach Köln ![]()
Genau den habe ich gesucht, Thanx!
Freut mich, dass der Dir auch so gut gefallen hat. Für mich ist Ex Drummer der beste Film des FFF aller Zeiten. Konnte den zum Glück damals auf großer Kino Leinwand sehen. Bei der ersten Sichtung hat mich das Werk komplett umgehauen. Natürlich damals direkt die uncut DVD gekauft. Letzte Sichtung ist bei mir um 2023 gewesen, Ex Drummer hat nach wie vor nichts an seiner Faszination, Eigenständigkeit und Kraft verloren. Schrieb damals zum Film auch ein paar kurze Zeilen im DP-Forum nieder.
Ein nihilistisches Meisterwerk vom Feinsten. Unter der Regie von Koen Mortier ist einer der interessantesten Filme aus Belgien entstanden. Der Film basiert auf dem Buch des umstrittenen Schriftstellers Herman Brusselmans. „Ex Drummer“ ist ein äußerst faszinierendes und verstörendes Erlebnis. Es gibt im gesamten Film eigentlich keinen wirklichen sympathischen Charakter mit dem man sich nur ansatzweise identifizieren könnte. Alle Charaktere sind auf ihre Art vollkommen unsympathisch. Eine wirklich seltsame Mixtur, die aus Freaks, Degenerierten, Schwulen, Schwulenhassern, Asosialen und Abschaum besteht. Dazu die wirklich raue Sprache, die aber zutiefst glaubwürdig rüberkommt. Mir gefällt der raue und ungeschliffenen Ton der Dialoge, der oftmals in den untersten sozialen Schichten tatsächlich auch so vorherrscht. Die Handlung des Films dreht sich um drei Verlierer, die davon träumen, berühmt zu werden und deshalb einen berühmten Schriftsteller bitten, Schlagzeuger ihrer Band zu werden. Von seiner Berühmtheit erhoffen sich die Bandmitglieder als Band profitieren zu können. Der Schriftsteller hat aber ganz andere Absichten als nur den Drummer zu spielen. Er glaubt, dass darin eine gute Geschichte stecken könnte und willigt ein. Auf der Suche nach einer guten Geschichte schreckt der Schriftsteller aber vor nichts zurück. Er instrumentalisiert sie gegeneinander, kalkuliert selbst ein Blutbad mit ein. Deshalb willigt er ein und die Geschichte nimmt einen äußerst bizzaren Lauf. Im Film wird die Realität der Verlierer und Außenseiter, die aus den untersten sozialen Schichten kommen, in ihrer schlimmsten Form gezeigt. Koen Mortier konfrontiert den Zuschauer schonungslos mit jener Realität und all ihrem Dreck und ihren dunkelsten Trieben, die ihr innewohnen. Das in einer Form, die gar nicht mal so weit weg von der Realität mancher Leute liegt. Fast schon beängstigend. Trotz einer gewissen Überspitzung bzw. Übertreibung, gibt der Film aber einem tatsächlich das Gefühl, dass diese inszenierte Realität tatsächlich wahr ist. In gewissen sozialen Schichten könnte das, was Koen Mortier uns schonungslos in seinen Bildern zeigt, tatsächlich auch Alltag sein. Zumindest könnte man es annehmen. Technisch gesehen ist „Ex Drummer“ durchaus versiert und teilweise auch bildgewaltig, es gibt surreale Szenen, wo z.B. einer der Bandmitglieder auf der Decke in seiner Wohnung Kopf steht. Schauspielerisch schneidet „Ex Drummer“ hervorragend ab. Alle Haupt- und Nebendarsteller verkörpern perfekt ihre Rollen. Die schauspielerischen Leistungen bewegen sich auf einem sehr hohen Niveau. Unterstrichen wird das Ganze durch einen sehr eindringlichen Soundtrack, der hauptsächlich eine Mischung aus Punk, Punkrock und Noise Rock realer Bands ist. Belgische Pop Rock Bands wie Ghinzu kommen ebenfalls zum Zug. In meinen Augen und Ohren ist „Ex Drummer“ aktueller denn je. Gerade im Zeitalter der Political Correctness, das mittlerweile fast schon krankhafte Dimensionen erreicht hat, ist „Ex Drummer“ wahrlich eine pure Erfrischung. So herrlich schräg und so politisch inkorrekt, dass es für manche Zuschauer ein wahrer Genuss ist, dem Treiben der völlig durchgeknallten Bandmitglieder, zumindest aus einer gewissen Distanz, zuzuschauen. Für andere sicherlich weniger. Hässlich und ethisch verwerflich ist das Werk, aber man kann den Blick trotzdem nicht von der Leinwand lassen. „Ex Drummer“ ist nichts für zartbesaitete Menschen. „Ex Drummer“ ist voller Radikalität, Rücksichtslosigkeit, Zynismus, Sarkasmus, Gewalt und Perversion. Der Film möchte nicht wie Punk sein, der Film ist Punk und zwar Punk in Reinform. „Ex Drummer“ demonstriert eine ungekünzelte - nicht für den Mittelstand bereinigte - realistische Art von Punk und Anarchie. Und selbstverständlich noch viel mehr als das. Ein verdammt mutiges und ein höchst beeindruckendes Spielfilmdebüt von Koen Mortier. Mich hat „Ex Drummer“ prächtig unterhalten. Für Fans des kontroversen Kinos ein absolutes Muss. 10/10
In Köln lief Ex Drummer sogar Anfang diesen Jahres nochmals uncut im Kino Lichtspiele Kalk. Selbstverständlich im O-Ton mit Untertitel.
Um hier nicht wieder den ganzen thread mit meinen nervig-blöden Textwüsten vollzuballern, hab’ ich meine Antwort auf Dein review / meine Gedanken und Überlegungen zu „Vampire humaniste…“ in einen eigenen thread „ausgelagert“ - siehe hier (<— Link / Klick’ mich!)
Viel Spass noch auf der FFF-Zeil-Geraden, Oops, ich meinte natürlich Zielgeraden… ![]()
Immer noch ein Tag hinterher, hier meine Eindrücke von Montag:
Eigentlich war der Beginn und auch viele Szenen von INTERSTATE wirklich nicht verkehrt, insbesondere die Autofahrt war spannend inszeniert und vom Dialog her auch gut geschrieben. Als reiner Rachethriller wäre sicher eine 7 drin gewesen. Ein paar Logiklöcher aber vor allem das wirklich abstruse unnötige Ende haben ihn dann leider auf 5/10 gedrückt. Schade. Das hätte einfach früher klarer eingeführt werden müssen. Aber einen Film auf europäischen Autobahnen würde ich mir jederzeit wieder anschauen :D.
Eine kleine Überraschung folgte mit SLEEP, den ich viel düsterer und zäher erwartet habe. Dabei ist er an vielen Stellen wirklich witzig und spielt auch mit dem Zuschauer und seinen Erwartungen. Insbesondere am Ende :D. Bin gespannt ob es da ein US Remake geben wird. Der Stoff bietet es irgendwie an… ach ja: schon die zweite Nervige Vermieterin in diesem Jahr. Auch die Besetzung empfand ich als sehr stimmig und auch szenisch/atmosphärisch ist das Ding gut eingefangen. 8/10
Zu STRANGE DARLING wurde hier ja mehrfach betont, dass er sich als besser verkauft und mehr sein möchte. Die Erzählstruktur ist aber nicht nur ein Gimmick, sie ist für den Film zwingend erforderlich, straight erzählt würde er gar nicht funktionieren. Er wirkt dann sogar unlogisch im Verhalten mindestens einer Person. Trotz allem war das Ding aber unterhaltsam und hatte diese vibes der 90er tarantinoesken Filmwelle. An ein paar Stellen hätten die Kapitel etwas früher enden können, der zuschauer hatte dann schon verstanden wie was zusammenhängt, das hätte dem Film gut getan, hier war der Regiesseur vlt noch zu unerfahren. Würde ich mir mit Freunden nochmal anschauen, auch wenn er gerne noch mehr Gags hätte haben dürfen. Das Frühstück war aber alleine einen Punkt wert. Und da er kurzweilig und gut gemacht ist, sind das dann sogar 7/10.
Ich war im Vorfeld unsicher, ob mich HUMANIST VAMPIRE SEEKING CONSENTING SUICIDAL PERSON eher unterhalten oder langweilen wird aber zum Glück war das eindeutig Unterhaltung und sogar mit die Beste in diesem Jahr. Hier stimme von Anfang bis Ende alles, insbesondere die beiden Hauptfiguren waren perfekt gespielt, der Film hatte viele witzige Szenen, JP insbesondere. Auch der Soundtrack war wunderbar gewählt. Wirkte auf mich fast wie der Pilot zu einer Serie, so gut wurden die einzelnen Figuren gezeichnet und eingeführt. Ein Film für die Sammlung, eines der Highlights in diesem Jahr und somit 9/10.
Das hatte ich tatsächlich nicht mitbekommen! Nur eben in unserem Forum. Ich bin wohl doch ein analoger Mensch in einer digitalen Welt, der noch zu den Freaks gehört, die viel Print lesen… Wobei ich X aufgrund des irren Elon trotzdem weiter boykottieren muss ![]()
Der vorletzte Tag und das mit 4 statt 5 Filmen finde ich echt schade, ich hätte da noch Kapazitäten, vor allem
wenn gleich der Start in den Tag die erste Vollgurke des Jahres ist. Mein Gott. Im Programmheft steht zu BREATHING IN etwas von ‚erlesene Bildkompositionen die den Zuschauer besoffen vor Begeisterung aus dem Saal taumeln lassen‘. Wirklich! Getaumelt sind tatsächlich einige, aber schlaftrunken… Erlesene Bildkompositionen am Arsch, das Ding war zu 99 Prozent Kellerkammer bei kerzenschein. Dazu endlos lange Monologe, denen ich nicht folgen konnte, bei denen ich aber auch gar nicht das Gefühl hatte, etwas zu verpassen. Und dann geht das auch noch 105 Minuten. Wow. Ne. Besoffen vor Begeisterung. 3/10 (weil ich viel nicht verstanden habe und ihm zugesteht das da vlt gute mono/dialoge drin waren…) ich würde ihn mir auf deutsch sogar nochmal ansehen aus reiner Neugier, ob ich was verpasst habe.
Es folgte BLOOD STAR und das war leider viel Schema F. Der Film sah gut aus und bis zur Mitte war er auch noch ganz interessant aber dann wurde mir das einfach zu generisch. Da rettet auch der gute Soundtrack und die stimmigen Aufnahmen nicht viel. Ansonsten einfach pures Mittelmaß und damit 5/10
Dann endlich der Film auf den ich mich von Beginn an am meisten freute und wo ich mich schon ärgerte, dass ein Trailer im Festival lief denn ich wollte eg gar nichts sehen, herr kees (und auch mario gestern) schrieb von scott pilgrim und everything everywhere… - auf wish bestellt und da wusste ich schon, das wird mein Film. Und genau so ist es auch. Für Filme wie ESCAPE FROM THE 21st CENTURY gehe ich zum FFF. So bunt, so laut, so schön. So viele gute Gags, so viele Einfälle, die Fahrradszene, der plötzlich heraus genommene Untertitel, einfach pures Gold. Ich hab nicht alles gecheckt in brauche dringend eine zweit und dritt und viertsichtung aber das Ding bekommt ganz klar 10/10.
Zum Schluss gab es mit DARK MATCH immerhin nochmal einen Film mit midnight madness Qualitäten, auf entsprechendem Trash Niveau und actionreich genug für die Uhrzeit. Die Idee wrestling und einen genrefilm zu verbinden ist durchaus cool. Aber wie viel cooler wäre ein Film, in dem irgendwelche idioten, zombies, gangster, sektenheinis, what ever von einer truppe wrestlern mit wrestlingmoves bekämpft werden. Gab es aber nicht, sondern einen eher ernsten und auf möglichst brutal getrimmten survivalprügler. Das war nicht langweilig und das Ende war zumindest witzig. So richtig gut war es dann aber auch nicht und damit 6/10.
Elon Musk ist der beste Mensch der Welt, und das, was Jesus am nächsten kommt. Bald können wir per Weltraumlift ins all und dann dort an einem Lagrange-Punkt Raumschiffe bauen. Dank Elon. Denn er wird den Weltraumlift bauen. Er hat gesagt, es sei ganz einfach zu bauen, er benötigt nur das richtige Seil. Bald gibt es einen Train to Busan von Frankfurt Hbf aus, dank Elon. Denn er wird einfach einen Hyperloop durch den Erdkern nach Korea bauen. Das einzige, was am Elon blöd ist, ist, dass er so wenig twittert. Durchschnittlich gerade mal 29 Tweets am Tag. Donald Trump hingegen hat während seiner Präsidentschaft durchschnittlich 35 Tweets am Tag abgesetzt und so die Bevölkerung über wichtige Dinge auf dem laufenden Gehalten, z.B. dass die dänische Regierung komplett bekloppt ist, dass Deutschland zu wenig für Militär ausgibt, dass Korea mehr Geld an die USA zahlen soll, dass Trump höchstpersönlich es geschafft hat, dass es keine Flugzeugabstürze mehr gibt, seinen Stuhlgang, dass er der beste Unternehmer aller Zeiten ist und dass er der beste Präsident in der Geschichte der USA ist. Das muss man alles wissen, und wenn er es nicht twittert, dann weiß es ja keiner. Die Bevölkerung ist eben sehr dumm und Trump sehr intelligent. Durch die Tweets sorgt er für eine Intelligenzsteigerung in der Bevölkerung. Elon tweetet halt noch nicht genug. Was ist Elons Lieblingsessen? Ich weiß es jedenfalls nicht. Er sollte ein Gerät entwickeln, dass seine Träume direkt auf X stellt. Das wollen die Menschen sehen. Vielleicht könnte er was entwickeln, dass seine Träume direkt ins Kino kommen und dann könnte er so das Fantasy Filmfest retten, indem fortan einfach exklusiv seine Träume auf dem FFF gezeigt werden.
